
Selenskyj und Trump beraten über Patriot-Raketen und Friedensprozess
Bei einem geschlossenen Treffen im Weißen Haus standen die Luftverteidigung der Ukraine und die Wiederbelebung der Diplomatie im Mittelpunkt.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj traf am Dienstag im Weißen Haus zu einem rund einstündigen Gespräch mit US-Präsident Donald Trump zusammen. Selenskyj bezeichnete die Begegnung im Anschluss auf der Plattform X als „gute Sitzung im Oval Office“ und dankte den Vereinigten Staaten für die „starke Unterstützung“. Beide Führer befinden sich in Washington, um an der Trauerfeier für den verstorbenen republikanischen Senator Lindsey Graham teilzunehmen, der ein entschiedener Fürsprecher der Ukraine war.
Nach Darstellung Selenskyjs erörterten die Präsidenten die Ausstellung von Lizenzen zur Herstellung von Abfangraketen für die Patriot-Systeme sowie „einige andere Ideen, die helfen können“. Aus ukrainischen Regierungskreisen verlautete, die „absolute Priorität“ sei die Beschaffung von Abwehrraketen gegen ballistische Geschosse. Ein hochrangiger ukrainischer Beamter nannte es entscheidend, dass Washington den Kauf eines Pakets von Patriot-Raketen genehmige. Trump hatte Selenskyj bei einem früheren Treffen in der Türkei eine Lizenz zur Produktion von Patriot-Lenkflugkörpern in Aussicht gestellt.
Vor dem Hintergrund der gescheiterten US-geführten diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des Krieges, so ein Vertreter des Weißen Hauses, wolle Trump mit Selenskyj den Friedensprozess zwischen Russland und der Ukraine erörtern. „Jetzt ist die Zeit, den Krieg zu beenden“, zitierte ein Mitarbeiter den Präsidenten. Zugleich stocken die amerikanischen Waffenlieferungen. Dem Pentagon zufolge werden bis zum Haushaltsjahr 2029 bewilligte Hilfen in Höhe von 400 Millionen Dollar nicht freigegeben. Ein von Graham mitverfasstes Gesetz zur Verhängung sekundärer Sanktionen gegen Russland soll noch diese Woche im Senat zur Abstimmung kommen.
Trumps Verhältnis zu Selenskyj hat sich nach Angaben von Reuters in den vergangenen Monaten verbessert, seit die Ukraine größere Erfolge im Krieg erzielte – etwa durch verstärkte Angriffe auf die russische Ölindustrie. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu traf ebenfalls am Dienstag zu getrennten Gesprächen mit Trump im Weißen Haus ein; Netanjahu drängt auf Unterstützung für seine Wiederwahl und eine Ausweitung der Abraham-Abkommen. Die Senatsabstimmung über das Sanktionspaket, das auch Strafzölle gegen die größten Abnehmer russischen Öls vorsieht, wird noch während Selenskyjs Besuchs in Washington erwartet.
| Atlantische / angloamerikanische Presse | +0.20 | neutral |
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| Lateinamerikanische Presse | +0.60 | aligned |
| Iranische & verwandte Presse | 0.00 | neutral |
| Kontinentaleuropäische Presse | +0.50 | aligned |
The meeting was framed as a pragmatic step to secure US support for Ukraine's defense, with emphasis on the Patriot missile deal and diplomatic efforts. The presence of Senator Graham's funeral added a personal dimension, but the core narrative was about the need for continued military aid and the potential for peace talks.
The meeting was celebrated as a success for Ukraine, with Trump granting licenses for Patriot missile production, marking a strengthening of bilateral cooperation. The narrative emphasizes the improvement in relations between Zelensky and Trump and the possibility of a diplomatic breakthrough.
The meeting was reported factually, with quotes from Zelensky on Patriot production and diplomacy. No direct comment, but the choice to include only Ukrainian statements suggests alignment with Kyiv's narrative.
The meeting was seen as a concrete step towards strengthening Ukraine's air defense, with discussion on Patriots and resuming peace talks. European media highlighted the improved relations between Trump and Zelensky and the importance of US support.
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