
Shaquille O’Neal erwirbt mit 54 den Master – und sticht Charles Barkley
Shaquille O’Neal hat an der Louisiana State University seinen Masterabschluss gemacht und dabei seinen TV-Partner Charles Barkley veralbert. Ein Symbol für späte akademische Erfüllung.
Für Shaquille O’Neal war der jüngste Gang über die Bühne der Louisiana State University (LSU) mehr als nur eine formelle Zeremonie. Der 54‑Jährige, der die Basketballwelt als Center der Los Angeles Lakers geprägt hat, erwarb einen Master of Liberal Arts am College of Humanities & Social Sciences. Als sein Name aufgerufen wurde, nutzte er den Moment für einen humorvollen Seitenhieb auf seinen langjährigen TV‑Kollegen Charles Barkley, der selbst keine akademische Laufbahn vorweisen kann. Videoaufnahmen, die in sozialen Netzwerken viral gingen, zeigen O’Neal mit breitem Grinsen – ein Bild, das aus US‑amerikanischer Perspektive die einmalige Mischung aus sportlichem Erfolg und spätem Bildungsehrgeiz verkörpert. Bereits im Dezember 2000, noch während seiner Zeit bei den Lakers, hatte er einen Bachelorabschluss erworben; Trainer Phil Jackson würdigte dies damals als „wunderbare Sache“.
Der Weg zu diesem zweiten Diplom ist eng mit einer Geschichte verbunden, die weit über das Sportfeld hinausreicht. Der Physiotherapeut Alex McKechnie, der in den neunziger Jahren in Vancouver praktizierte, erzählte der BBC, wie O’Neal als junger Star geduldig im Wartezimmer Platz nahm, während McKechnie andere Patienten behandelte. Diese Episode, die noch vor O’Neals Aufstieg zur Ikone spielt, zeigt eine Demut, die sich später in seiner konsequenten Rückkehr an die Universität widerspiegelt. Aus europäischer Sicht mag dieses späte akademische Engagement besonders bemerkenswert erscheinen, da in Deutschland, Österreich und der Schweiz duale Karrieren im Spitzensport oft institutionell gefördert werden, das Nachholen von Abschlüssen jedoch selten so öffentlich zelebriert wird wie in den USA.
Ein weiteres Zeugnis für die wachsende Nähe von Spitzensport und akademischer Welt lieferte Tom Brady. Der siebenmalige Super‑Bowl‑Sieger hielt kürzlich die Abschlussrede an der Business School der Georgetown University und scherzte über seinen früheren Trainer Bill Belichick, der ihn zwanzig Jahre lang täglich „beschissen“ genannt habe. Bradys Auftritt unterstreicht ein Muster: ehemalige Athleten, die ihre sportliche Karriere nutzen, um Bildungsinstitutionen als Bühne für persönliche Geschichten zu bespielen. Aus Washingtoner Sicht werden solche Reden als Teil eines breiteren Trends gesehen, bei dem Sportler nicht mehr nur glamouröse Erfolge vorweisen, sondern auch intellektuelle Ernsthaftigkeit demonstrieren.
Was bedeutet dies für den deutschsprachigen Raum? Während O’Neals Weg in den USA als selbstverständlicher Teil der „second career“ gilt, könnte sein Beispiel hierzulande Diskussionen darüber anregen, wie sehr sich Spitzensportler auch nach dem aktiven Karriereende für akademische Bildung öffnen. Die Kombination aus präziser Sportanalyse und geisteswissenschaftlicher Breite, die der Master of Liberal Arts repräsentiert, ist kein rein US‑amerikanisches Phänomen mehr. Beobachter in Berlin und Wien verweisen auf Pilotprojekte an Hochschulen, die Berufssportlern flexible Studiengänge anbieten. O’Neals Inszenierung – der tiefe Respekt vor der Institution, gepaart mit dem spielerischen Sticheln gegen einen Kollegen – könnte als Blaupause für eine neue Art von Athletenpersönlichkeit dienen, die Leistung und Bildung nicht als Gegensätze, sondern als sich ergänzende Lebensphasen versteht.
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Shaquille O'Neals Abschluss an der LSU, mehr als dreißig Jahre nachdem er die Universität für die NBA verlassen hatte, wird als Beweis gefeiert, dass es nie zu spät ist, einen Traum zu verwirklichen. Das virale Video der emotionalen Zeremonie unterstreicht Beharrlichkeit und Bildung als persönlichen Triumph.
Shaquille O'Neal nutzte die Zeremonie seines Master-Abschlusses, um seinen Analystenkollegen Charles Barkley spielerisch zu ärgern, und verlieh dem akademischen Meilenstein eine humorvolle Note. Die Berichterstattung rahmt den Moment als leichte Unterhaltung ein und beleuchtet die freundschaftliche Rivalität der beiden ehemaligen Stars.
Die Erzählung verlagert sich vollständig auf einen Physiotherapeuten, der Glasgow mit nur 300 Dollar verließ und in Vancouver eine Klinik aufbaute, in der Stars wie Shaquille O'Neal behandelt wurden. Der Bericht ignoriert den Abschluss des Basketballspielers und zeichnet den entschlossenen, pragmatischen Weg des Therapeuten nach, der den sogenannten 'Kreuzband-Fluch' gebrochen haben soll.
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