
Sinner startet in Rom gegen Ofner – Fonseca und Argentinier im Fokus
Jannik Sinner debütiert beim Masters 1000 in Rom mit einer Rekordserie. Österreichs Ofner wartet. Auch Brasilianer Fonseca und Argentinier greifen ein.
Jannik Sinner, die Nummer eins der Weltrangliste, bestreitet an diesem Samstag sein erstes Match beim Masters 1000 von Rom. Der Südtiroler trifft am Abend auf dem Campo Centrale auf den Österreicher Sebastian Ofner, der sich in der ersten Runde gegen Alex Michelsen durchgesetzt hat. Aus italienischer Sicht ist die Erwartung immens: Seit fünfzig Jahren hat kein Italiener mehr das Turnier am Foro Italico gewonnen, und Sinner kommt mit einer beispiellosen Serie von fünf aufeinanderfolgenden Masters-1000-Titeln (Indian Wells, Miami, Montecarlo, Madrid und Paris-Bercy) nach Rom. Der einzige Vergleich mit Ofner datiert aus dem Jahr 2019, als Sinner im Challenger-Finale von Ortisei siegte – tennishistorisch eine andere Ära. Der 29-jährige Steirer, derzeit Nummer 82 der Welt, wird alles daransetzen, dem Favoriten ein Bein zu stellen; aus österreichischer Perspektive ist dies eine der wenigen Gelegenheiten, in einem großen Turnier auf den Spitzenreiter zu treffen. Sinner selbst hat nach seiner Finalniederlage gegen Alcaraz im Vorjahr, die auf eine dreimonatige Pause wegen der Clostebol-Affäre folgte, allen Grund, diesmal den Pokal zu erobern. Die Partie wird nicht vor 19 Uhr beginnen, nachdem am Nachmittag unter anderem Flavio Cobolli und Jasmine Paolini auf dem Programm stehen.
Während in Rom alles um Sinner kreist, richtet sich der Blick auch auf andere Spieler, die an diesem Samstag wichtige Schritte unternehmen. Der Brasilianer João Fonseca, 29. der ATP-Rangliste, bestreitet seine Zweitrundenpartie gegen den Serben Hamad Medjedović, der Weltranglistensechsundsiebzigste. Aus brasilianischer Perspektive steht viel auf dem Spiel: Fonseca kämpft um eine möglichst gute Setzliste für die French Open, die am 18. Mai beginnen. In Madrid war er in der dritten Runde gegen den jungen Spanier Rafael Jodar ausgeschieden; nun gilt es, in Rom Punkte zu sammeln. Die Partie ist als vierte auf dem Nebenplatz angesetzt, ein genauer Zeitpunkt ist daher schwer vorherzusagen.
Hinzu kommen vier argentinische Tennisprofis, die sich an diesem Tag ins Geschehen einmischen. Tomás Etcheverry, Mariano Navone und Thiago Tirante im Herrenfeld sowie Solana Sierra bei den Damen vertreten die starke südamerikanische Schule der Sandplatzspezialisten. Aus argentinischer Sicht sind diese Einsätze nicht nur individuelle Herausforderungen, sondern auch Gradmesser für die Form vor dem zweiten Grand-Slam-Turnier des Jahres. Der Roma Open 2026, der fünfte Masters-1000-Wettbewerb der Herren-Saison und der sechste der Damen, bietet sich als ideale Bühne, um sich für Roland Garros in Stellung zu bringen.
Blickt man voraus, so steht Sinner vor einer doppelten Bewährungsprobe. Gelingt ihm der erste Titel in Rom, wäre das nicht nur die Krönung einer beispiellosen Serie, sondern auch ein psychologischer Schub für die French Open, wo er zu den Topfavoriten zählt. Ofner hingegen kann nichts verlieren; für den Österreicher ist die Partie eine Chance, sich international zu profilieren. Auch die weiteren Akteure – Fonseca, die Argentinier – werden daran gemessen, ob sie ihre Form aus den vergangenen Wochen bestätigen können. Die kommenden Tage am Foro Italico werden zeigen, wer sich als ernsthafter Anwärter für Paris empfiehlt.
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