
Trump verlangt nach Ölpreissturz sofortige Senkung der Benzinpreise
Der US-Präsident attackiert Chevron-Chef Mike Wirth und knüpft die Forderung an die Hilfe seiner Regierung für die Branche – die Tankstellenpreise hinken dem Rohölverfall jedoch hinterher.
Die Rohölpreise gaben am Montag drastisch nach, nachdem US-Präsident Donald Trump einen geplanten „massiven“ Militärschlag gegen Iran abgesagt und neue Verhandlungen in Aussicht gestellt hatte. Brent fiel um mehr als fünf Prozent auf rund 83 Dollar je Barrel, nachdem die Notierung im Zuge der Krise zuvor bis auf 101 Dollar gestiegen war. Trump nutzte den Kursrutsch umgehend für eine scharfe Intervention: Auf seiner Plattform Truth Social forderte er die Ölkonzerne auf, die Verbraucherpreise „JETZT“ zu senken.
Die Forderung richtete sich namentlich gegen Mike Wirth, den Vorstandsvorsitzenden von Chevron. Trump warf ihm vor, in einem Fernsehinterview die Rolle seiner Regierung für den Erfolg der Branche verschwiegen zu haben. Ohne die „Genialität, Weitsicht und Stabilität“ seiner Administration wären die Ölindustrie und das Land selbst „TOT“, schrieb Trump. Als Beispiel verwies er auf die Rückkehr Chevrons nach Venezuela, die sein Regierungshandeln erst ermöglicht habe.
Der politische Druck hat einen klaren kalendarischen Hintergrund: Im November stehen die Zwischenwahlen zum Kongress an, bei denen Trumps Republikaner ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus und womöglich die Kontrolle über den Senat zu verlieren drohen. Steigende Lebenshaltungskosten und hohe Spritpreise gelten als erhebliches Wahlrisiko. Die nationalen Durchschnittspreise für reguläres Benzin lagen am Montag laut AAA bei rund 3,29 Dollar je Gallone und damit nur geringfügig unter den Höchstständen der Vorwoche. Tankstellenpreise folgen den Rohölnotierungen typischerweise mit Verzögerung, weil zunächst Lagerbestände zu höheren Einkaufspreisen verkauft werden.
Die großen US-Konzerne hatten zuletzt kräftig von den gestiegenen Rohölpreisen und Raffineriemargen profitiert. Valero Energy meldete das stärkste Quartalsergebnis seit der Energiekrise 2022, Chevron das beste seit sechs Jahren. Trump hatte bereits im Juni das Justizministerium zu Ermittlungen wegen möglicher Preistreiberei aufgefordert und Einzelhändlern mit „großen Problemen“ gedroht, sollten sie die Preise nicht in Richtung 2,50 Dollar senken. Ob die angestoßenen Gespräche mit Iran tatsächlich zustande kommen, ist offen: Teheran dementierte umgehend, dass Verhandlungen mit Washington geplant seien.
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Die Trump-Regierung hat die Ölindustrie wiederbelebt; der Chevron-CEO sollte dies anerkennen und die Preise jetzt senken.
Der Block verwendet direkte Zitate von Trump, um seine Autorität zu etablieren und eine Erzählung der gebührenden Anerkennung zu schaffen, die die Forderung persönlich gerechtfertigt erscheinen lässt.
Der Block lässt den Kontext der Aussetzung des Militärschlags gegen den Iran aus, der den Rohölpreisverfall verursachte.
Präsident Trump ordnete niedrigere Preise an, nachdem seine Entscheidung, den Iran-Angriff auszusetzen, das Rohöl abstürzen ließ; die Unternehmen müssen jetzt nachkommen.
Der Block macht die Forderung plausibel, indem er sie mit einem spezifischen geopolitischen Ereignis (der Aussetzung des Angriffs) verknüpft und Marktdaten liefert, wodurch eine logische Ursache-Wirkungs-Erklärung entsteht.
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