Anmelden
Ausgabe von 20:00 CETFreitag, 7. August 2026
320 Quellen · 17 Sprachen1233 Briefings heute
Dienstag, 21. Juli 2026

Taiwanesische Studie: Demenzrisiko für Ehepartner signifikant erhöht

Eine Analyse von fast einer Million Ehepaaren zeigt, dass die Erkrankung eines Partners das Risiko des anderen um bis zu 74 Prozent steigert – Forscher fordern erweiterte Unterstützung.

Die Diagnose Demenz bei einem Ehepartner erhöht das Erkrankungsrisiko des anderen erheblich. Zu diesem Ergebnis kommt eine taiwanesische Langzeitstudie, die am Montag im Fachjournal JAMA Network Open veröffentlicht wurde. Demnach erkrankten Frauen, deren Ehemann eine Demenzdiagnose erhalten hatte, im Untersuchungszeitraum mit einer um 74 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit selbst daran; bei Männern lag das Risiko um 69 Prozent höher als in der Vergleichsgruppe mit gesunden Partnern. Die Forscher um Wang Shi-heng und Wu Chi-shin von den National Health Research Institutes werteten dafür Daten von rund 955.000 verheirateten Personen aus der nationalen Krankenversicherungsdatenbank der Jahre 1998 bis 2022 aus.

Die absoluten Zahlen verdeutlichen den Unterschied: Während in der Gruppe ohne demenzkranken Partner innerhalb von fünf Jahren etwa sechs von hundert Männern und drei von hundert Frauen eine Demenz entwickelten, stiegen diese Werte bei Betroffenen mit erkranktem Ehepartner auf neun von hundert Männern und sechs von hundert Frauen. Die relativen Risiken waren bei jüngeren Ehepartnern ausgeprägter, der absolute Anstieg der Demenzfälle hingegen bei älteren. Zudem wiesen Haushalte mit geringerem Einkommen und weniger Kindern größere absolute Risikounterschiede auf.

Als mögliche Erklärungen nennen die Autoren assortative Paarung – also die Tendenz, Partner mit ähnlichem Bildungshintergrund, sozioökonomischem Status und Gesundheitsverhalten zu wählen – sowie jahrzehntelang geteilte Lebensgewohnheiten und Umweltfaktoren. Hinzu kämen Belastungen durch die Pflege, Depressionen, Schlafstörungen, soziale Isolation und metabolische Dysregulation. Studienautor Wu betonte, die Ergebnisse zeigten einen statistischen Zusammenhang, nicht jedoch eine Ursache-Wirkungs-Beziehung. „Demenz betrifft den gesamten Haushalt, nicht nur die Person, bei der die Diagnose gestellt wurde“, wird er zitiert.

Die Untersuchung kann keine Kausalität belegen, da Angaben zu Bildung, Ernährung, Bewegung, Rauchverhalten oder der tatsächlichen Pflegebelastung fehlten. Dennoch leiten die Forscher eine klare Handlungsempfehlung ab: Sobald bei einer Person eine Demenz diagnostiziert werde, müsse die gesundheitliche Unterstützung auf den Ehepartner ausgeweitet werden – einschließlich Untersuchungen der kognitiven Funktion, auf Depressionen, der Schlafqualität und des Managements chronischer Erkrankungen. Vorrang sollten dabei einkommensschwache Familien, Haushalte mit wenigen Kindern und Familien ohne alternative Pflegepersonen haben.

Divergenz — wer erzählt sie wie
44%Mittel
2 Blöcke · Positionen von −0.40 bis 0.00
KritischWohlwollend
LATIND
Abweichung zwischen Presseblöcken
Lateinamerikanische Presse−0.40critical
Indische & südasiatische Presse0.00neutral
Lateinamerikanische Presse−0.40

Argentina's final defeat is framed as a sporting and personal injustice. Emphasis is on Messi's pain and refereeing controversies, while Spain's victory is downplayed or seen as undeserved. A self-exculpatory tone turns disappointment into an opportunity to reassert national pride.

OpferrolleEmpörung
Indische & südasiatische Presse0.00

The final is presented factually, with attention to highlights and controversies, but without taking sides. Tensions (Gavi-Paredes, Ayala-Olmo) are reported as normal in a final, and the net-cutting is explained as a Spanish tradition. No judgment, just reportage.

DistanzPragmatismus
Aktuell
Chelsea und AC Mailand vor Duell in Jakarta: Alonso setzt auf Mentalität, Amorim auf Flexibilität·Netflix-Doku über Idaho-Morde dominiert Charts – Verurteilter will Geständnis widerrufen·ADNOC: 15 Schiffe in der Straße von Hormus attackiert, ein Besatzungsmitglied getötet·Selenskyjs erster offizieller Besuch in Serbien: Ein Signal an Russland und die EU·US-Finanzminister Bessent: Waffenruhe mit Iran könnte binnen Tagen stehen·Trump sieht Wählerzorn bei Republikanern, nicht bei sich selbst·USA verschärfen Sanktionen gegen Kuba – UN-Experten warnen vor humanitärer Krise·Neue australische Leitlinien zur Prostatakrebs-Früherkennung: Hausärzte sollen Tests aktiv anbieten·Chelsea und AC Mailand vor Duell in Jakarta: Alonso setzt auf Mentalität, Amorim auf Flexibilität·Netflix-Doku über Idaho-Morde dominiert Charts – Verurteilter will Geständnis widerrufen·ADNOC: 15 Schiffe in der Straße von Hormus attackiert, ein Besatzungsmitglied getötet·Selenskyjs erster offizieller Besuch in Serbien: Ein Signal an Russland und die EU·US-Finanzminister Bessent: Waffenruhe mit Iran könnte binnen Tagen stehen·Trump sieht Wählerzorn bei Republikanern, nicht bei sich selbst·USA verschärfen Sanktionen gegen Kuba – UN-Experten warnen vor humanitärer Krise·Neue australische Leitlinien zur Prostatakrebs-Früherkennung: Hausärzte sollen Tests aktiv anbieten·
Akt. 08:516 Sprachen · 13 Quellen
13 Quellen|6 Sprachen|2 Min. Lesezeit
Dienstag, 21. Juli 2026

Taiwanesische Studie: Demenzrisiko für Ehepartner signifikant erhöht

Eine Analyse von fast einer Million Ehepaaren zeigt, dass die Erkrankung eines Partners das Risiko des anderen um bis zu 74 Prozent steigert – Forscher fordern erweiterte Unterstützung.

Die Diagnose Demenz bei einem Ehepartner erhöht das Erkrankungsrisiko des anderen erheblich. Zu diesem Ergebnis kommt eine taiwanesische Langzeitstudie, die am Montag im Fachjournal JAMA Network Open veröffentlicht wurde. Demnach erkrankten Frauen, deren Ehemann eine Demenzdiagnose erhalten hatte, im Untersuchungszeitraum mit einer um 74 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit selbst daran; bei Männern lag das Risiko um 69 Prozent höher als in der Vergleichsgruppe mit gesunden Partnern. Die Forscher um Wang Shi-heng und Wu Chi-shin von den National Health Research Institutes werteten dafür Daten von rund 955.000 verheirateten Personen aus der nationalen Krankenversicherungsdatenbank der Jahre 1998 bis 2022 aus.

Die absoluten Zahlen verdeutlichen den Unterschied: Während in der Gruppe ohne demenzkranken Partner innerhalb von fünf Jahren etwa sechs von hundert Männern und drei von hundert Frauen eine Demenz entwickelten, stiegen diese Werte bei Betroffenen mit erkranktem Ehepartner auf neun von hundert Männern und sechs von hundert Frauen. Die relativen Risiken waren bei jüngeren Ehepartnern ausgeprägter, der absolute Anstieg der Demenzfälle hingegen bei älteren. Zudem wiesen Haushalte mit geringerem Einkommen und weniger Kindern größere absolute Risikounterschiede auf.

Als mögliche Erklärungen nennen die Autoren assortative Paarung – also die Tendenz, Partner mit ähnlichem Bildungshintergrund, sozioökonomischem Status und Gesundheitsverhalten zu wählen – sowie jahrzehntelang geteilte Lebensgewohnheiten und Umweltfaktoren. Hinzu kämen Belastungen durch die Pflege, Depressionen, Schlafstörungen, soziale Isolation und metabolische Dysregulation. Studienautor Wu betonte, die Ergebnisse zeigten einen statistischen Zusammenhang, nicht jedoch eine Ursache-Wirkungs-Beziehung. „Demenz betrifft den gesamten Haushalt, nicht nur die Person, bei der die Diagnose gestellt wurde“, wird er zitiert.

Die Untersuchung kann keine Kausalität belegen, da Angaben zu Bildung, Ernährung, Bewegung, Rauchverhalten oder der tatsächlichen Pflegebelastung fehlten. Dennoch leiten die Forscher eine klare Handlungsempfehlung ab: Sobald bei einer Person eine Demenz diagnostiziert werde, müsse die gesundheitliche Unterstützung auf den Ehepartner ausgeweitet werden – einschließlich Untersuchungen der kognitiven Funktion, auf Depressionen, der Schlafqualität und des Managements chronischer Erkrankungen. Vorrang sollten dabei einkommensschwache Familien, Haushalte mit wenigen Kindern und Familien ohne alternative Pflegepersonen haben.

Divergenz — wer erzählt sie wie
44%Mittel
2 Blöcke · Positionen von −0.40 bis 0.00
KritischWohlwollend
LATIND
Abweichung zwischen Presseblöcken
Lateinamerikanische Presse−0.40critical
Indische & südasiatische Presse0.00neutral
Lateinamerikanische Presse−0.40

Argentina's final defeat is framed as a sporting and personal injustice. Emphasis is on Messi's pain and refereeing controversies, while Spain's victory is downplayed or seen as undeserved. A self-exculpatory tone turns disappointment into an opportunity to reassert national pride.

OpferrolleEmpörung
Indische & südasiatische Presse0.00

The final is presented factually, with attention to highlights and controversies, but without taking sides. Tensions (Gavi-Paredes, Ayala-Olmo) are reported as normal in a final, and the net-cutting is explained as a Spanish tradition. No judgment, just reportage.

DistanzPragmatismus

Diese Nachricht erschien in

13 Quellen · 6 Sprachen

Erweitere deinen Horizont

Aus Geopolitics & Politics

Russischer Raketenangriff auf Kiew tötet mindestens 17 Zivilisten – Selenskyj beklagt fehlende Abwehrsysteme

3 Sprachen · 71 Quellen

Aus Economy & Markets

Steigende Kreditvorsorgen belasten Bankbilanzen in Schwellenländern

2 Sprachen · 6 Quellen

Aus Technology

Weißes Haus schließt offene KI-Modelle von Sicherheitstests aus

3 Sprachen · 11 Quellen

Mehr lesen