
Swiatek scheitert an ihrem Geburtstag: Kostjuk setzt Siegeszug in Paris fort
Die viermalige Championesse verliert klar gegen die ukrainische Sandplatzspezialistin, die nun ungeschlagen 16 Siege in Folge feiert. Ein neuer Name wird den Coupe Suzanne Lenglen erhalten.
Paris. Aus der Traum vom fünften Titel am Bois de Boulogne: Iga Swiatek, die polnische Dominatorin der vergangenen Jahre, ist am Sonntag an ihrem 25. Geburtstag im Achtelfinale der French Open gescheitert. Die Ukrainerin Marta Kostjuk, Weltranglisten-15., deklassierte die viermalige Championesse mit 7:5, 6:1 und fegte sie damit erstmals vor dem Viertelfinal aus dem Stade Roland Garros – ein Déjà-vu der Schwächephase von 2019. Kostjuk, die in dieser Sandplatzsaison noch unbesiegt ist und zuvor die Turniere in Madrid und Rouen gewann, zeigte eine taktisch reife Leistung und profitierte von eklatanten Schwächen im Service der Polin, die nur 45 Prozent ihrer ersten Aufschläge durchbrachte und sich 39 unerzwungene Fehler leistete. "Ich bin noch immer geschockt, eine so außergewöhnliche Spielerin zu besiegen", sagte die 23-Jährige nach der Partie.
Damit setzt sich das Favoritensterben in der französischen Hauptstadt fort. Nach der Titelverteidigerin Coco Gauff (USA) und den Herren-Topstars Jannik Sinner sowie Novak Djokovic erwischte es nun auch Swiatek – ein Novum in der jüngeren Turniergeschichte: Sowohl im Damen- als auch im Herreneinzel wird es neue Champions geben. Aus Schweizer Sicht ist das Turnier nach der Niederlage von Belinda Bencic gegen Elina Switolina ebenfalls gelaufen; die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka aus Belarus bleibt damit die klare Favoritin auf den Titel. Bemerkenswert ist die ukrainische Perspektive: Mit Kostjuk und Switolina stehen zwei Landsfrauen im Viertelfinal, die nun im direkten Duell eine Halbfinalistin aus der von Krieg gebeutelten Nation garantieren – ein starkes sportliches Signal.
Kostjuks Triumph speist sich aus einer Serie von 16 Siegen auf roter Erde und einem Selbstvertrauen, das sie in den vergangenen Wochen zu einer der gefährlichsten Spielerinnen der Tour machte. Swiatek hingegen, die in Paris viermal triumphiert hatte (2020, 2022–2024), steckt in einer schwierigen Saison; bereits zuvor hatte sie mit Formschwankungen zu kämpfen. Die Analyse aus Warschau dürfte ernüchternd ausfallen: Die sonst so druckvolle Grundlinienspielerin wirkte gehemmt, ihr Aufschlag war eine Schwachstelle, und die ukrainische Defensivkünstlerin konterte mit präzisen Winnern.
Der Blick nach vorne: Sollte Sabalenka ihre Favoritenrolle erfüllen, könnte es in der Runde der letzten Vier zu einem brisanten Duell mit der Siegerin des ukrainischen Viertelfinals kommen. Für Kostjuk ist der Coup mehr als ein persönlicher Meilenstein; er zementiert eine neue Hierarchie im Frauentennis, in der die Dominanz weniger Spielerinnen bröckelt. Die French Open 2026 werden als das Turnier der Umbrüche in Erinnerung bleiben – und Marta Kostjuk hat auf der größten Sandplatzbühne ihre Visitenkarte abgegeben.
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Nächste Paris-Überraschung: Swiatek scheitert an ihrem Geburtstag an Kostyuk, die zuvor Golubic besiegt hatte. Das Favoritensterben nimmt kein Ende.
Die glühend heiße Kostyuk, auf Sand ungeschlagen mit Titeln in Madrid und Rouen, demontierte Swiatek an deren 25. Geburtstag gnadenlos und stürmt mit 15 Siegen in Serie ins Viertelfinale.
Kostyuk verdarb Swiatek den 25. Geburtstag mit einem verblüffenden 7-5, 6-1, das einen neuen Champion in Paris nach einer Woche der Favoritenstürze garantiert. Ihre Abwehr und Grundliniengewinner überwältigten die viermalige Siegerin.
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