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Ausgabe von 16:00 CETSonntag, 9. August 2026
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Donnerstag, 11. Juni 2026

Todesstrafe für zwei Uiguren nach Anschlag auf Erawan-Schrein in Bangkok

Elf Jahre nach dem Bombenanschlag mit 20 Toten verurteilt ein thailändisches Gericht zwei chinesische Uiguren zum Tode – ein Prozess, der erhebliche Zweifel an der Justiz nährt.

Ein thailändisches Strafgericht hat am Donnerstag die lang erwartete Entscheidung im schwersten Terroranschlag der Landesgeschichte gefällt: Zwei ethnische Uiguren chinesischer Staatsangehörigkeit wurden wegen vorsätzlichen Mordes und versuchten Mordes zum Tode verurteilt. Yusufu Mieraili und Bilal Mohammed hatten die Bombe im August 2015 am Erawan-Schrein im Zentrum Bangkoks deponiert, die 20 Menschen tötete und mehr als 120 verletzte. Das Gericht sah die Schuld als erwiesen an und verhängte die nach thailändischem Recht höchstmögliche Strafe.

Der Anschlag hatte internationales Entsetzen ausgelöst. Der hinduistische Schrein im belebten Einkaufsviertel ist ein Magnet für Touristen, insbesondere aus China. Unter den Todesopfern befanden sich damals zahlreiche Ausländer. Die Spuren führten rasch zu einem Netzwerk von Uiguren – einer muslimischen Minderheit, die in der chinesischen Provinz Xinjiang massiver staatlicher Repression ausgesetzt ist. Offizielle Stellen in Peking bestreiten eine Beteiligung und verweisen auf thailändische Ermittlungen. Aus Washington und europäischen Hauptstädten wird das Vorgehen gegen die Minderheit seit langem kritisch beobachtet. Der Fall berührt damit nicht nur die Sicherheitspolitik Thailands, sondern auch sensible geopolitische Bruchlinien.

Der über ein Jahrzehnt währende Prozess offenbarte jedoch erhebliche Mängel in den polizeilichen Ermittlungen und der juristischen Aufarbeitung. Beide Angeklagte plädierten auf nicht schuldig und wiesen die Vorwürfe als konstruiert zurück. „Ruhe in Frieden, thailändische Justiz. Ich habe nichts Unrechtes getan“, soll einer der Verurteilten laut australischen Medienberichten gesagt haben. Internationale Beobachter und Menschenrechtsorganisationen monieren, dass die Beweisführung lückenhaft sei und Foltergeständnisse im Raum stünden. Die BBC, deren Büro sich in unmittelbarer Nähe des Tatorts befand, berichtete von einer chaotischen Spurensicherung und möglichen Ermittlungsfehlern, die das Urteil unterminieren könnten.

Die thailändische Regierung steht unter Druck, harte Strafen zu demonstrieren, um das Vertrauen in die Sicherheit wiederherzustellen. Gleichzeitig dürfte das Todesurteil die Spannungen zwischen der chinesischstämmigen Gemeinschaft und der muslimischen Minderheit im Land erhöhen. Für deutsche, österreichische und schweizerische Touristen bleibt Bangkok ein beliebtes Reiseziel, doch der Prozess erinnert an die Fragilität der Rechtsstaatlichkeit in der Region. Die beiden Verurteilten haben bereits Berufung angekündigt. Ein langwieriges Rechtsmittelverfahren scheint unabwendbar, während internationale Gerichte und die Vereinten Nationen die Entwicklungen genau verfolgen.

Divergenz — wer erzählt sie wie
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3 Blöcke · Positionen von −0.20 bis 0.00
KritischWohlwollend
AFREURATL
Abweichung zwischen Presseblöcken
Subsaharisch-afrikanische Presse0.00neutral
Kontinentaleuropäische Presse0.00neutral
Atlantische / angloamerikanische Presse−0.20neutral
Subsaharisch-afrikanische Presse0.00

Ein thailändisches Gericht verurteilte zwei Uiguren wegen des Bombenanschlags von Bangkok 2015 mit 20 Toten zum Tode. Sie wurden des vorsätzlichen Mordes und versuchten Mordes für schuldig befunden. Das Urteil erging nach über einem Jahrzehnt.

DistanzPragmatismus
Kontinentaleuropäische Presse0.00

Zwei Uiguren, Angehörige einer von China unterdrückten muslimischen Minderheit, wurden wegen des Bombenanschlags von Bangkok 2015 zum Tode verurteilt. Der Anschlag forderte 20 Tote und 120 Verletzte an einem beliebten Schrein. Das Urteil lenkte die Aufmerksamkeit auf das Leid der Uiguren unter chinesischer Herrschaft.

SkepsisOpferrolle
Atlantische / angloamerikanische Presse−0.20

Ein Gericht in Bangkok verurteilte zwei chinesische Uiguren wegen des tödlichen Anschlags auf einen Schrein 2015 zum Tode. Einer der Täter erklärte trotzig das Justizsystem für tot und beteuerte seine Unschuld. Es war der blutigste Anschlag in Thailand mit 20 Toten.

SkepsisIronie
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Washingtons Nigeria-Hilfe steht unter Bedingungen zum Schutz von Christen·Ceuta: Bürgermeister Vivas widerspricht Madrids Angaben zur Zahl der Migranten·Die leise Chronik der Gewalt: Brasiliens Polizei zählt 782.474 Hilferufe·Leiche einer Frau in Koffer neben Landstraße in New South Wales entdeckt·Teheraner Börse erreicht Rekordhoch – doch die Marktbreite schwächelt·Flick bestätigt Araujo-Leihe zu Liverpool vor Anfield-Test gegen Monaco·Optimale Schlafdauer präzisiert: Nature-Studie und Techniken zum schnellen Einschlafen·Bootsunglück vor New York: Frau und Baby sterben, zwölf Menschen gerettet·Washingtons Nigeria-Hilfe steht unter Bedingungen zum Schutz von Christen·Ceuta: Bürgermeister Vivas widerspricht Madrids Angaben zur Zahl der Migranten·Die leise Chronik der Gewalt: Brasiliens Polizei zählt 782.474 Hilferufe·Leiche einer Frau in Koffer neben Landstraße in New South Wales entdeckt·Teheraner Börse erreicht Rekordhoch – doch die Marktbreite schwächelt·Flick bestätigt Araujo-Leihe zu Liverpool vor Anfield-Test gegen Monaco·Optimale Schlafdauer präzisiert: Nature-Studie und Techniken zum schnellen Einschlafen·Bootsunglück vor New York: Frau und Baby sterben, zwölf Menschen gerettet·
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Donnerstag, 11. Juni 2026

Todesstrafe für zwei Uiguren nach Anschlag auf Erawan-Schrein in Bangkok

Elf Jahre nach dem Bombenanschlag mit 20 Toten verurteilt ein thailändisches Gericht zwei chinesische Uiguren zum Tode – ein Prozess, der erhebliche Zweifel an der Justiz nährt.

Ein thailändisches Strafgericht hat am Donnerstag die lang erwartete Entscheidung im schwersten Terroranschlag der Landesgeschichte gefällt: Zwei ethnische Uiguren chinesischer Staatsangehörigkeit wurden wegen vorsätzlichen Mordes und versuchten Mordes zum Tode verurteilt. Yusufu Mieraili und Bilal Mohammed hatten die Bombe im August 2015 am Erawan-Schrein im Zentrum Bangkoks deponiert, die 20 Menschen tötete und mehr als 120 verletzte. Das Gericht sah die Schuld als erwiesen an und verhängte die nach thailändischem Recht höchstmögliche Strafe.

Der Anschlag hatte internationales Entsetzen ausgelöst. Der hinduistische Schrein im belebten Einkaufsviertel ist ein Magnet für Touristen, insbesondere aus China. Unter den Todesopfern befanden sich damals zahlreiche Ausländer. Die Spuren führten rasch zu einem Netzwerk von Uiguren – einer muslimischen Minderheit, die in der chinesischen Provinz Xinjiang massiver staatlicher Repression ausgesetzt ist. Offizielle Stellen in Peking bestreiten eine Beteiligung und verweisen auf thailändische Ermittlungen. Aus Washington und europäischen Hauptstädten wird das Vorgehen gegen die Minderheit seit langem kritisch beobachtet. Der Fall berührt damit nicht nur die Sicherheitspolitik Thailands, sondern auch sensible geopolitische Bruchlinien.

Der über ein Jahrzehnt währende Prozess offenbarte jedoch erhebliche Mängel in den polizeilichen Ermittlungen und der juristischen Aufarbeitung. Beide Angeklagte plädierten auf nicht schuldig und wiesen die Vorwürfe als konstruiert zurück. „Ruhe in Frieden, thailändische Justiz. Ich habe nichts Unrechtes getan“, soll einer der Verurteilten laut australischen Medienberichten gesagt haben. Internationale Beobachter und Menschenrechtsorganisationen monieren, dass die Beweisführung lückenhaft sei und Foltergeständnisse im Raum stünden. Die BBC, deren Büro sich in unmittelbarer Nähe des Tatorts befand, berichtete von einer chaotischen Spurensicherung und möglichen Ermittlungsfehlern, die das Urteil unterminieren könnten.

Die thailändische Regierung steht unter Druck, harte Strafen zu demonstrieren, um das Vertrauen in die Sicherheit wiederherzustellen. Gleichzeitig dürfte das Todesurteil die Spannungen zwischen der chinesischstämmigen Gemeinschaft und der muslimischen Minderheit im Land erhöhen. Für deutsche, österreichische und schweizerische Touristen bleibt Bangkok ein beliebtes Reiseziel, doch der Prozess erinnert an die Fragilität der Rechtsstaatlichkeit in der Region. Die beiden Verurteilten haben bereits Berufung angekündigt. Ein langwieriges Rechtsmittelverfahren scheint unabwendbar, während internationale Gerichte und die Vereinten Nationen die Entwicklungen genau verfolgen.

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Ein thailändisches Gericht verurteilte zwei Uiguren wegen des Bombenanschlags von Bangkok 2015 mit 20 Toten zum Tode. Sie wurden des vorsätzlichen Mordes und versuchten Mordes für schuldig befunden. Das Urteil erging nach über einem Jahrzehnt.

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Zwei Uiguren, Angehörige einer von China unterdrückten muslimischen Minderheit, wurden wegen des Bombenanschlags von Bangkok 2015 zum Tode verurteilt. Der Anschlag forderte 20 Tote und 120 Verletzte an einem beliebten Schrein. Das Urteil lenkte die Aufmerksamkeit auf das Leid der Uiguren unter chinesischer Herrschaft.

SkepsisOpferrolle
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Ein Gericht in Bangkok verurteilte zwei chinesische Uiguren wegen des tödlichen Anschlags auf einen Schrein 2015 zum Tode. Einer der Täter erklärte trotzig das Justizsystem für tot und beteuerte seine Unschuld. Es war der blutigste Anschlag in Thailand mit 20 Toten.

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