
Trotz US-Waffenruhe: Israel greift Hisbollah in Beirut an und weitet Bodenoffensive aus
Israels Premierminister Netanjahu befahl Angriffe auf die Hisbollah-Hochburg Dahieh in Beirut. Parallel stieß die Armee über den Litani-Fluss vor und eroberte die Burg Beaufort. Internationale Vermittlungsbemühungen stehen unter Druck, während Teheran die Krise mit den Atomverhandlungen verknüpft.
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz haben in der Nacht zum Montag Luftschläge auf das Hisbollah-Viertel Dahieh in den südlichen Vororten Beiruts angeordnet. Als Begründung nannte Israel wiederholte Verstöße der schiitischen Miliz gegen die von den USA vermittelte Waffenruhe, die offiziell seit dem 17. April gilt, jedoch nie wirksam wurde. Die Ankündigung folgte auf anhaltende Raketenangriffe Hisbollahs auf israelische Städte und markiert eine neue Eskalationsstufe.
Gleichzeitig weitete das israelische Militär seine Bodenoffensive im Südlibanon erheblich aus. Nach übereinstimmenden Berichten überschritten Panzerverbände den strategisch wichtigen Litani-Fluss und brachten die Kreuzfahrerburg Beaufort unter Kontrolle – den tiefsten Vorstoß auf libanesisches Territorium seit 26 Jahren. Die Opferbilanz der seit März anhaltenden Kämpfe ist mit über 3.400 Toten verheerend, wie libanesische Quellen melden. Offiziell spricht Israel von der Schaffung einer Pufferzone gegen Hisbollah-Stellungen, doch Beobachter werten die Operation als faktische Besetzung weiterer Gebiete.
Aus Washingtoner Sicht bedeutet die Militäroffensive einen schweren Rückschlag für die US-Vermittlungsinitiativen. Außenminister Marco Rubio telefonierte am Sonntag sowohl mit Netanjahu als auch mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun und schlug vor, libanesische Regierungstruppen in Schlüsselzonen zu stationieren. Die libanesische Regierung setzt weiter auf amerikanische Vermittlung, um Israels Verstöße zu stoppen und zivile Opfer zu verhindern. Die Arabische Liga sowie die Regierungen Italiens, Großbritanniens und Deutschlands appellierten an beide Seiten, die Waffenruhe zu respektieren.
Die diplomatischen Verwerfungen reichen bis an den Golf: Teheran erklärte, die israelischen Angriffe verzögerten die laufenden Gespräche mit den USA über das iranische Atomprogramm, und band eine Waffenruhe im Libanon als integralen Bestandteil einer möglichen Einigung ein. Europäische Diplomaten befürchten, dass eine anhaltende Destabilisierung des Nahen Ostens direkte Auswirkungen auf die Energiesicherheit und Migrationsströme in die EU haben könnte. Netanjahu widersetzt sich unterdessen offenbar dem Druck aus Washington, wo man auf eine Deeskalation drängt. Der libanesische Konflikt droht damit zum geopolitischen Knotenpunkt zu werden, der weit über die Region hinausstrahlt.
| Atlantische / angloamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
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| Südostasiatische Presse | −0.90 | critical |
| Kontinentaleuropäische Presse | −0.70 | critical |
| Chinesische Presse | −0.20 | neutral |
Der israelische Ministerpräsident ordnete Angriffe auf die südlichen Vororte Beiruts an. Die Meldung ist knapp und sachlich, gibt nur den Befehl aus Netanjahus Büro wieder.
Israel weitet die Annektierung libanesischen Gebiets unter dem Vorwand von Waffenstillstandsverletzungen aus. Die Berichterstattung verurteilt dies als Landraub und betont, dass Israel die USA um Erlaubnis gebeten hat, Beirut anzugreifen.
Netanjahu widersetzt sich sogar Washington und intensiviert die Bombardierung Beiruts unter dem Vorwand von Waffenstillstandsverletzungen der Hisbollah. Mittelmeermedien prangern eine unkontrollierte Eskalation mit US-Erlaubnis an, während der Iran die Krise mit den Atomverhandlungen verknüpft.
Der Befehl zum Angriff auf Beirut fällt in eine heikle Phase der Vermittlung zwischen den USA und dem Iran. Chinesische Staatsmedien stellen den Angriff als Erschwernis für die Gespräche dar und verweisen darauf, dass Teheran die israelischen Operationen als Hindernis für den diplomatischen Prozess betrachtet.
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