
Trump dankt für Benennung der Autobahn Tiznit–Dakhla – offizielle Bestätigung fehlt
US-Präsident Donald Trump hat ein Video geteilt, das die Autobahn durch die Westsahara als „President Donald J. Trump Highway“ bezeichnet, und König Mohammed VI. gedankt; eine offizielle marokkanische Bestätigung liegt nicht vor.
Am Sonntag veröffentlichte US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social ein Video, das die Autobahn zwischen Tiznit und Dakhla als „President Donald J. Trump Highway“ ausweist. Trump dankte König Mohammed VI. für die „große Ehre“ und äußerte die Hoffnung, die gesamte Strecke bald selbst zu befahren. Die 1.055 Kilometer lange Schnellstraße führt durch die von Marokko kontrollierte Westsahara und verbindet die Städte Tiznit, Guelmim, Laâyoune und Dakhla. Eine offizielle Bestätigung der Namensänderung durch marokkanische Regierungsstellen blieb zunächst aus; die Bezeichnung erscheint ausschließlich in dem von Trump verbreiteten Clip.
Die Autobahn durchquert ein Gebiet, dessen völkerrechtlicher Status umstritten ist. Die USA unter Trump hatten 2020 als erstes Land die marokkanische Souveränität über die Westsahara anerkannt – ein Schritt, der im Zusammenhang mit dem Abraham-Abkommen zur Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel und arabischen Staaten stand. Das nun veröffentlichte Video würdigt die Infrastruktur als Symbol der Freundschaft und des Friedens und verweist auf die historischen Beziehungen: Marokko war 1777 der erste Staat, der die Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten anerkannte.
In algerischen Medien, etwa der Zeitung Echorouk, wurde die Geste kritisch kommentiert. Dort hieß es, die Namensgebung sei Ausdruck einer überzogenen Trump-Verehrung in Marokko, der bislang keine greifbaren Vorteile für Rabat gegenübergestünden. Die Autobahn selbst ist Teil eines marokkanischen Entwicklungsplans für die südlichen Provinzen und wurde nach Angaben aus Rabat schrittweise bis Januar 2025 fertiggestellt. Die Kosten werden auf rund eine Milliarde Euro beziffert.
Ungeachtet der symbolischen Aufladung bleibt die formelle Umbenennung ungewiss. Das Weiße Haus reagierte nicht auf eine Anfrage des Magazins Forbes. Die Autobahn soll künftig an den im Bau befindlichen Tiefwasserhafen von Dakhla anbinden, der ab 2028 den Handel mit Afrika und Europa stärken soll. Eine offizielle Stellungnahme der marokkanischen Regierung zu der von Trump verkündeten Namensgebung steht weiterhin aus.
| Arabische Golfpresse | +0.90 | aligned |
|---|---|---|
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.20 | neutral |
The Gulf bloc celebrates the Moroccan initiative to name the Tiznit-Dakhla highway after Trump, framing it as a token of gratitude for his support of Moroccan sovereignty over the Sahara. The narrative emphasizes the 'great honor' and the personal bond between Trump and King Mohammed VI.
The Atlantic bloc does not directly cover the story, but based on its editorial line it tends to frame Trump's moves with caution, emphasizing the lack of official confirmation and the instrumental political implications. Trump's gratitude is seen as a self-promotional move rather than genuine recognition.
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