
Trump genehmigt nukleare Kooperation mit Saudi-Arabien – Urananreicherung möglich
Das auf 30 Jahre angelegte Abkommen könnte US-Unternehmen den Bau einer Anreicherungsanlage erlauben und verzichtet auf zentrale Nichtverbreitungsauflagen.
Präsident Donald Trump hat nach übereinstimmenden Medienberichten ein ziviles Nuklearabkommen mit Saudi-Arabien gebilligt, das dem Königreich den Weg zur Urananreicherung auf eigenem Boden ebnen kann. Die Vereinbarung, die am Mittwoch offiziell bekanntgegeben werden soll, hat eine Laufzeit von 30 Jahren und ein Volumen von mehreren zehn Milliarden Dollar. Wie das Wall Street Journal und die New York Times unter Berufung auf Regierungsbeamte melden, könnten amerikanische Firmen eine Anreicherungsanlage errichten, falls eine gemeinsame Machbarkeitsstudie dies für gerechtfertigt hält. Das Abkommen wird dem Kongress zur Prüfung vorgelegt, bedarf aber nicht seiner Zustimmung, um in Kraft zu treten. Es enthält weder das Zusatzprotokoll der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) noch den sogenannten Goldstandard, der Anreicherung und Wiederaufarbeitung untersagt.
Aus Sicht der Trump-Administration sichert das Abkommen der US-Atomindustrie Milliardeneinnahmen und gibt Washington Einfluss, um eine militärische Nutzung zu verhindern; zudem sollen strategische Konkurrenten wie Russland und China ausgeschlossen werden. Riad betont, das Programm diene ausschließlich friedlichen Zwecken und solle durch die Nutzung eigener Uranvorkommen Ölexporte freisetzen. Kronprinz Mohammed bin Salman hatte jedoch 2018 erklärt, Saudi-Arabien werde nach einer Atomwaffe streben, sollte Iran eine solche erlangen. Israelische Regierungsvertreter sowie Abgeordnete beider Parteien im US-Kongress lehnen das Vorhaben ab, weil sie eine spätere Waffenfähigkeit befürchten. Der frühere Nichtverbreitungsberater Robert Einhorn sagte dem Wall Street Journal, der Deal könne die US-Industrie stärken, berge aber ohne ausreichende Beschränkungen ein erhebliches Proliferationsrisiko.
Das Fehlen des IAEA-Zusatzprotokolls bedeutet weniger Überwachungs- und Inspektionsmöglichkeiten. Zwar ist die Anreicherung allein kein automatischer Weg zur Bombe, doch senkt sie die technische Hürde erheblich. Die Vereinigten Arabischen Emirate hatten bei ihrem Atomkraftwerk Barakah auf Anreicherung verzichtet – ein Modell, das Nichtverbreitungsexperten als Goldstandard bezeichnen. Saudi-Arabien unterliegt derzeit nur dem Kleinen-Mengen-Protokoll der IAEA, hat aber einen Wechsel zu umfassenderen Kontrollen angekündigt. Der pakistanische Verteidigungsminister erklärte zudem, das Nuklearprogramm seines Landes werde Saudi-Arabien „zur Verfügung stehen“, was als Warnung an Israel verstanden wird. Die Einigung fällt in eine Phase massiver Spannungen: Die USA und Israel führen Krieg gegen Iran, während die Huthi-Rebellen mit einer Blockade saudischer Häfen drohen.
Die Unterzeichnung durch Energieminister Chris Wright und seinen saudischen Amtskollegen Prinz Abdulaziz bin Salman wird für Mittwoch erwartet. Anschließend hat der Kongress 90 Tage Zeit zur Prüfung; eine Blockade wäre nur mit einer Zweidrittelmehrheit gegen ein mögliches Veto des Präsidenten möglich. Eine zweijährige gemeinsame Studie soll die Wirtschaftlichkeit der Anreicherung prüfen. Legt Washington danach ein Veto ein, darf Riad zehn Jahre lang weder allein noch mit anderen Partnern anreichern. Die Anlage selbst würde in einem „Black-Box“-Verfahren errichtet, das den Technologietransfer unterbinden soll. Das Dossier bleibt im Kongress und unter Verbündeten umstritten.
| Subsaharisch-afrikanische Presse | 0.00 | neutral |
|---|---|---|
| Iranische & verwandte Presse | −0.80 | critical |
| Arabische Levante-Maghreb-Presse | −0.30 | critical |
The US-Saudi nuclear deal is presented as a 30-year business deal that will bring billions to the US nuclear industry. The news is reported factually, without comment on geopolitical implications for Iran or the region.
The US-Saudi nuclear deal is seen as a direct threat to Iranian security, an attempt to surround Iran with nuclear weapons. The narrative emphasizes Iran's determination to defend its interests and maintain control over the Strait of Hormuz.
The nuclear deal between the US and Saudi Arabia is met with skepticism, seen as an escalation that could trigger an arms race in the region. Trump's threats to Iran are highlighted, and the need for diplomatic efforts to avoid war is stressed.
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