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Energie & KlimaDienstag, 4. August 2026

Trump verlangt von Exxon und Chevron Preissenkungen nach Milliardengewinnen im Iran-Konflikt

Der US-Präsident kritisiert die Rekordgewinne der Ölkonzerne im zweiten Quartal und fordert eine rasche Weitergabe gesunkener Rohölpreise an die Verbraucher.

Präsident Donald Trump hat die beiden größten US-Ölkonzerne ExxonMobil und Chevron scharf attackiert und eine sofortige Senkung der Benzinpreise verlangt. Anlass sind die Quartalszahlen: Chevron meldete für das zweite Quartal 2026 einen Nettogewinn von rund 12 Milliarden Dollar – nahezu eine Verfünffachung gegenüber dem Vorjahr –, während ExxonMobil mit 14,5 Milliarden Dollar mehr als das Doppelte des Vorjahresgewinns erzielte. „Sie verdienen zu viel Geld mit der Knappheit. Das gefällt mir nicht“, sagte Trump am Montag vor Journalisten im Weißen Haus und forderte, die Konzerne müssten „einen Teil dieser Gewinne an die Öffentlichkeit zurückgeben“ und die Endverbraucherpreise senken.

Die Gewinnexplosion ist eine direkte Folge des seit Ende Februar eskalierenden Konflikts mit Iran. Nach amerikanisch-israelischen Luftschlägen und der iranischen Blockade der Straße von Hormuz stiegen die Rohölpreise im zweiten Quartal auf durchschnittlich 92 Dollar je Barrel, ein Plus von rund 27 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Der Benzinpreis an US-Tankstellen kletterte auf etwa 4,10 Dollar pro Gallone, fast 40 Prozent über dem Vorkrisenniveau. Am Montag fielen die Rohölnotierungen jedoch deutlich – Brent auf 82,91 Dollar –, nachdem Trump eine ausgesetzte Militäroperation und bevorstehende Verhandlungen mit Iran bekannt gegeben hatte. Die Benzinpreise reagierten darauf kaum, was den Präsidenten zu seiner scharfen Intervention veranlasste.

Aus Sicht der Konzerne und von Marktbeobachtern erklärt sich die zögerliche Weitergabe der Rohölverbilligung durch Engpässe im Raffineriesektor. Exxon-Manager betonten, der entscheidende Kostenfaktor sei nicht allein der Rohölpreis, sondern die Verfügbarkeit von Fertigprodukten. Die Raffineriegewinne von Chevron stiegen im Quartal auf 4,9 Milliarden Dollar, jene von Exxon auf 5,5 Milliarden. Trump hatte bereits im Juni das Justizministerium mit einer Untersuchung möglicher Preistreiberei beauftragt und den Einzelhandel vor „großen Problemen“ gewarnt, sollten die Preise nicht in Richtung 2,50 Dollar fallen. Die Aktien beider Konzerne gaben nach den Äußerungen leicht nach.

Die politische Brisanz des Themas ist hoch: Inflationssorgen und Kaufkraftverluste dominieren wenige Monate vor den Kongresswahlen im November die öffentliche Debatte. Trump, der im Wahlkampf 2024 eine Senkung der Lebenshaltungskosten versprochen hatte, steht unter Druck. Die widersprüchlichen Signale zu Verhandlungen mit Iran – Teheran dementiert direkte Gespräche mit Washington – lassen zudem offen, ob die Entspannung an der Straße von Hormuz von Dauer ist. Der nächste Prüfstein wird sein, ob die Benzinpreise tatsächlich nachgeben oder ob die Regierung zu schärferen kartellrechtlichen Schritten greift.

Divergenz — wer erzählt sie wie
22%Niedrig
3 Blöcke · Positionen von −0.30 bis +0.20
KritischWohlwollend
EURGLFAFR
Abweichung zwischen Presseblöcken
Kontinentaleuropäische Presse−0.20neutral
Arabische Golfpresse−0.30critical
Subsaharisch-afrikanische Presse+0.20neutral
The outlets of the direct stakeholders (Trump, Exxon, Chevron) are not represented in this cluster.
Kontinentaleuropäische Presse−0.20
Stimme

Trump is right to call out the companies profiting from scarcity, but his populist rhetoric offers no real solutions. The companies must lower prices.

Mechanismusmoralizzazione economica

It uses Trump's own words to highlight the contradiction between record profits and consumer hardship, creating a sense of injustice.

Auslassung

It omits the role of the Iran conflict in driving up prices, central to the Gulf bloc's framing.

SkepsisEmpörung
Arabische Golfpresse−0.30
Stimme

Trump's demand is unrealistic: prices are set by the market and war, not political will. The companies are responding to supply shocks, and Americans suffer because of the conflict.

Mechanismusrealismo di mercato

It contrasts Trump's demand with global market realities and war costs, making his request appear naive.

Auslassung

It omits Trump's suspension of a military strike on Iran that caused oil prices to fall, highlighted by the African bloc.

SkepsisPragmatismus
Subsaharisch-afrikanische Presse+0.20
Stimme

Trump suspended a military strike and crude prices crashed; now he orders companies to lower petrol prices. A sensible move: if crude falls, petrol should fall too.

Mechanismuscausalità politica

It links the oil price drop to Trump's decision, suggesting his leadership already delivered results and the demand is a logical consequence.

Auslassung

It omits the record $26.5 billion profits and the broader Iran war context, focusing solely on the crude oil decline.

PragmatismusDistanz
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Dienstag, 4. August 2026

Trump verlangt von Exxon und Chevron Preissenkungen nach Milliardengewinnen im Iran-Konflikt

Der US-Präsident kritisiert die Rekordgewinne der Ölkonzerne im zweiten Quartal und fordert eine rasche Weitergabe gesunkener Rohölpreise an die Verbraucher.

Präsident Donald Trump hat die beiden größten US-Ölkonzerne ExxonMobil und Chevron scharf attackiert und eine sofortige Senkung der Benzinpreise verlangt. Anlass sind die Quartalszahlen: Chevron meldete für das zweite Quartal 2026 einen Nettogewinn von rund 12 Milliarden Dollar – nahezu eine Verfünffachung gegenüber dem Vorjahr –, während ExxonMobil mit 14,5 Milliarden Dollar mehr als das Doppelte des Vorjahresgewinns erzielte. „Sie verdienen zu viel Geld mit der Knappheit. Das gefällt mir nicht“, sagte Trump am Montag vor Journalisten im Weißen Haus und forderte, die Konzerne müssten „einen Teil dieser Gewinne an die Öffentlichkeit zurückgeben“ und die Endverbraucherpreise senken.

Die Gewinnexplosion ist eine direkte Folge des seit Ende Februar eskalierenden Konflikts mit Iran. Nach amerikanisch-israelischen Luftschlägen und der iranischen Blockade der Straße von Hormuz stiegen die Rohölpreise im zweiten Quartal auf durchschnittlich 92 Dollar je Barrel, ein Plus von rund 27 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Der Benzinpreis an US-Tankstellen kletterte auf etwa 4,10 Dollar pro Gallone, fast 40 Prozent über dem Vorkrisenniveau. Am Montag fielen die Rohölnotierungen jedoch deutlich – Brent auf 82,91 Dollar –, nachdem Trump eine ausgesetzte Militäroperation und bevorstehende Verhandlungen mit Iran bekannt gegeben hatte. Die Benzinpreise reagierten darauf kaum, was den Präsidenten zu seiner scharfen Intervention veranlasste.

Aus Sicht der Konzerne und von Marktbeobachtern erklärt sich die zögerliche Weitergabe der Rohölverbilligung durch Engpässe im Raffineriesektor. Exxon-Manager betonten, der entscheidende Kostenfaktor sei nicht allein der Rohölpreis, sondern die Verfügbarkeit von Fertigprodukten. Die Raffineriegewinne von Chevron stiegen im Quartal auf 4,9 Milliarden Dollar, jene von Exxon auf 5,5 Milliarden. Trump hatte bereits im Juni das Justizministerium mit einer Untersuchung möglicher Preistreiberei beauftragt und den Einzelhandel vor „großen Problemen“ gewarnt, sollten die Preise nicht in Richtung 2,50 Dollar fallen. Die Aktien beider Konzerne gaben nach den Äußerungen leicht nach.

Die politische Brisanz des Themas ist hoch: Inflationssorgen und Kaufkraftverluste dominieren wenige Monate vor den Kongresswahlen im November die öffentliche Debatte. Trump, der im Wahlkampf 2024 eine Senkung der Lebenshaltungskosten versprochen hatte, steht unter Druck. Die widersprüchlichen Signale zu Verhandlungen mit Iran – Teheran dementiert direkte Gespräche mit Washington – lassen zudem offen, ob die Entspannung an der Straße von Hormuz von Dauer ist. Der nächste Prüfstein wird sein, ob die Benzinpreise tatsächlich nachgeben oder ob die Regierung zu schärferen kartellrechtlichen Schritten greift.

Divergenz — wer erzählt sie wie
22%Niedrig
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Arabische Golfpresse−0.30critical
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The outlets of the direct stakeholders (Trump, Exxon, Chevron) are not represented in this cluster.
Kontinentaleuropäische Presse−0.20
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Trump is right to call out the companies profiting from scarcity, but his populist rhetoric offers no real solutions. The companies must lower prices.

Mechanismusmoralizzazione economica

It uses Trump's own words to highlight the contradiction between record profits and consumer hardship, creating a sense of injustice.

Auslassung

It omits the role of the Iran conflict in driving up prices, central to the Gulf bloc's framing.

SkepsisEmpörung
Arabische Golfpresse−0.30
Stimme

Trump's demand is unrealistic: prices are set by the market and war, not political will. The companies are responding to supply shocks, and Americans suffer because of the conflict.

Mechanismusrealismo di mercato

It contrasts Trump's demand with global market realities and war costs, making his request appear naive.

Auslassung

It omits Trump's suspension of a military strike on Iran that caused oil prices to fall, highlighted by the African bloc.

SkepsisPragmatismus
Subsaharisch-afrikanische Presse+0.20
Stimme

Trump suspended a military strike and crude prices crashed; now he orders companies to lower petrol prices. A sensible move: if crude falls, petrol should fall too.

Mechanismuscausalità politica

It links the oil price drop to Trump's decision, suggesting his leadership already delivered results and the demand is a logical consequence.

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It omits the record $26.5 billion profits and the broader Iran war context, focusing solely on the crude oil decline.

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