
Trump: Schäden an Schiffen werden mit iranischen Geldern beglichen
US-Präsident kündigt an, eingefrorene iranische Vermögenswerte zur Kompensation von Schäden an Schiffen und Ladung im Persischen Golf einzusetzen – ohne Details zur rechtlichen Umsetzung.
Präsident Donald Trump hat am Donnerstag, dem 23. Juli 2026, auf seiner Plattform Truth Social erklärt, dass sämtliche künftigen Schäden an Schiffen, Ladung oder damit verbundenen Gütern „mit iranischem Geld, das die Vereinigten Staaten in ihrem Besitz haben und kontrollieren“, beglichen werden. Die Anordnung gelte „bis auf Weiteres“ und sei, so Trump, angesichts möglicherweise sehr hoher Schäden „das Gerechte und Angemessene“.
Aus Washingtoner Sicht wird der Schritt als Reaktion auf iranische Angriffe auf die Handelsschifffahrt und auf Aktionen der mit Teheran verbündeten Huthi-Rebellen dargestellt. Trump hatte zuvor gedroht, für jeden Angriff auf ein Schiff eine Brücke oder ein Kraftwerk in Iran zu zerstören. Der militärische Berater des iranischen Obersten Führers, Mohsen Rezaei, warf Trump daraufhin „fatale Fehler“ vor und kündigte eine schwere Eskalation an, sollte iranische Infrastruktur angegriffen werden. Die iranischen Revolutionsgarden drohten mit „Operationen, die eine Staatstrauer in Amerika auslösen würden“. Arabische Beobachter warnen unterdessen vor erheblichen rechtlichen Problemen: Eingefrorene Vermögenswerte unterlägen lediglich der Sperrung, nicht der Konfiszierung, was Washington internationalen Klagen aussetzen könnte.
Die Ankündigung lässt offen, welche der iranischen Guthaben herangezogen und wie die Entschädigungen ausgezahlt werden sollen. Medienberichten zufolge belaufen sich die weltweit eingefrorenen iranischen Vermögenswerte auf bis zu 100 Milliarden Dollar, wovon sich etwa zwei Milliarden direkt in den Vereinigten Staaten befinden. Die Erklärung fällt in eine Phase laufender amerikanischer Luftangriffe auf Iran und kurz nachdem Huthi-Angriffe auf saudische Öltanker im Roten Meer den Ölpreis erstmals seit Mai wieder auf 100 Dollar je Barrel getrieben hatten.
Bereits im Juni 2026 war unter pakistanischer Vermittlung ein Memorandum of Understanding unterzeichnet worden, das eine Deeskalation, die Öffnung der Straße von Hormuz und die Möglichkeit vorsah, dass Iran Gebühren von passierenden Handelsschiffen erhebt. Beide Seiten halten sich nicht mehr an die Vereinbarung; die USA setzen ihre Militärschläge fort, und Iran hat die Seeblockade wieder aufgenommen. Die Lage bleibt angespannt, neue diplomatische Initiativen sind nicht bekannt.
| Iranische & verwandte Presse | −0.70 | critical |
|---|---|---|
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.30 | critical |
| Lateinamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
| Arabische Levante-Maghreb-Presse | −0.60 | critical |
Iran is portrayed as a victim of US aggression, with Trump threatening to confiscate assets to cover damages caused by attacks that Iran claims were acts of self-defense. The narrative emphasizes Iranian resistance and determination not to yield to American blackmail.
President Trump threatens to confiscate Iranian assets to cover damages, while the UK calls for calm and de-escalation. Western rhetoric oscillates between condemning Iranian aggression and fearing a large-scale conflict.
The crisis in the Strait of Hormuz is analyzed in terms of global economic impact, with attention to risks for oil trade. The tone is detached and descriptive, without taking sides.
The narrative warns of a catastrophic war driven by US aggression. Trump's threats are portrayed as reckless and dangerous, with emphasis on the humanitarian and regional cost of the conflict.
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