
Trumps Schlag gegen die Forschung: Nationaler Wissenschaftsrat gefeuert, ein General verschwindet spurlos
Aus Washington kam am Wochenende ein Paukenschlag, der in der globalen Wissenschaftsgemeinschaft tiefe Verunsicherung auslöst: Die Regierung Trump hat das gesamte National Science Board, das oberste Aufsichtsgremium der National Science Foundation (NSF), mit sofortiger Wirkung entlassen. In einer knappen E-Mail wurden sämtliche 22 amtierenden Mitglieder des seit 1950 bestehenden Gremiums ihrer Posten enthoben – ein beispielloser Vorgang, der die gewachsene Architektur der unabhängigen Forschungsförderung in den Vereinigten Staaten erschüttert. Das Gremium, das Präsident und Kongress in wissenschafts- und ingenieurpolitischen Fragen berät und die strategische Ausrichtung der mit neun Milliarden Dollar ausgestatteten Stiftung verantwortet, galt über Jahrzehnte als Hort der Fachkompetenz jenseits parteipolitischer Einflussnahme.
Dass nun aus dem Weißen Haus heraus die gesamte Führungsstruktur kassiert wird, werten politische Beobachter in Washington als weiteren Versuch, unabhängige Institutionen mit Trump-Loyalisten zu besetzen und kritische Stimmen zum Verstummen zu bringen. Die Gefahr, dass die Mittelvergabe nicht mehr nach wissenschaftlicher Exzellenz, sondern nach politischer Opportunität erfolgt, liegt damit offen auf der Hand.
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