
US-Sondergesandter Witkoff reist nach Verschiebung zu Iran-Gesprächen in die Schweiz
Nach Unterzeichnung einer Absichtserklärung und der Waffenruhe im Libanon versuchen Washington und Teheran, die technischen Verhandlungen über ein dauerhaftes Abkommen wiederzubeleben.
Der Sondergesandte des US-Präsidenten, Steve Witkoff, hat sich am Freitag auf den Weg in die Schweiz gemacht, wie US-Medien unter Berufung auf einen amerikanischen Regierungsvertreter melden. Auch Jared Kushner, Schwiegersohn und Berater Donald Trumps, wird nach Angaben von CNN und Axios zu den Gesprächen erwartet oder hält sich bereits dort auf. Die Reise erfolgt, nachdem die für denselben Tag anberaumten direkten Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran kurzfristig verschoben worden waren. Auslöser war die Eskalation der Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon, die Teheran zu einer Absage bewog. Das Schweizer Außenministerium hatte die Gesprächsabsage bestätigt; ein neuer Termin wurde zunächst nicht genannt.
Washingtoner Regierungskreise werten den Schritt laut CNN als Bemühung, die technischen Gespräche „wieder auf Kurs zu bringen“. Zuvor hatten Präsident Trump und sein iranischer Amtskollege Massud Peseschkian am Mittwoch eine 14 Punkte umfassende Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) unterzeichnet – Trump von Frankreich aus, Peseschkian in Teheran. Das Dokument sieht eine 60-tägige Frist für die Aushandlung eines endgültigen Abkommens vor und umfasst Zusagen zur Beendigung der Kampfhandlungen an allen Fronten, zur Aufhebung der US-Seeblockade und zur Wiederherstellung der Schifffahrt in der Straße von Hormus. Aus Teheraner Sicht knüpft Außenminister Abbas Araktschi – dessen eigene Reise in die Schweiz laut Axios noch nicht endgültig feststeht – die Fortsetzung der Gespräche an ein vollständiges Ende der Feindseligkeiten im Libanon. Iranische Quellen ließen ferner durchblicken, dass in Teheran Misstrauen herrscht und befürchtet werde, die US-Gesprächsbereitschaft könne als Deckmantel für neue Angriffe dienen.
Die diplomatische Initiative ist Teil eines fragilen Friedensprozesses nach einem Krieg, der am 28. Februar mit amerikanisch-israelischen Luftschlägen begann und den Tod des iranischen Revolutionsführers Ali Chamenei zur Folge hatte. Das Memorandum of Understanding verpflichtet beide Seiten zu umfassenden technischen Verhandlungen über Irans Nuklearprogramm und die US-Sanktionen – Themen, die für die internationale Staatengemeinschaft und die Energieversorgung Europas von erheblicher Bedeutung sind. Die neutrale Schweiz, die bereits früher als Gastgeberin für diskrete amerikanisch-iranische Kontakte diente, steht nun erneut im Zentrum. Bern hatte jüngst ein Waffenembargo gegen die USA verhängt und den Luftraum für US-Militärflüge in den Nahen Osten gesperrt – Maßnahmen, die nach Schweizer Lesart die Glaubwürdigkeit als unparteiische Vermittlerin untermauern sollen.
Ob und wann direkte Begegnungen zwischen den US-Emissären und iranischen Vertretern zustande kommen, blieb am Freitagabend offen. Die für Samstag angekündigte Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah könnte jedoch ein Gelegenheitsfenster öffnen. US-Vizepräsident J.D. Vance, der die Delegation ursprünglich anführen sollte, hatte seine Reise kurzfristig verschoben; das Weiße Haus verwies auf komplexe Logistik. Mit der Reise Witkoffs signalisiert Washington nach Einschätzung regionaler Beobachter, dass beide Seiten trotz fortbestehender Vorbehalte an einer dauerhaften Regelung interessiert sind. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die technischen Konsultationen in der Schweiz den erhofften Durchbruch bringen, bevor die im Memorandum gesetzte Frist abläuft.
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Die Wiederaufnahme der Gespräche zwischen den USA und dem Iran ist an einen dauerhaften Waffenstillstand im Libanon geknüpft. Der Iran hat signalisiert, dass sein Außenminister in die Schweiz reisen könnte, besteht jedoch auf einer vollständigen Einstellung der Feindseligkeiten vor jedem Treffen. Die Lage ist unbeständig und der vorherige Zeitplan wurde durcheinandergebracht.
Die Vereinigten Staaten haben einen Sondergesandten in die Schweiz entsandt, um die diplomatischen Gespräche mit dem Iran wiederzubeleben und einen Weg zur Beendigung des regionalen Krieges zu ebnen. Nach dem Waffenstillstand im Libanon wollen beide Seiten in einem neuen Friedensvorstoß zentrale Fragen erörtern. Der Schritt gilt als wichtiger Beitrag zur Deeskalation.
Die Waffenruhe im Libanon hat offenbar die amerikanisch-iranischen Verhandlungen wiederbelebt. Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner werden den iranischen Außenminister in der Schweiz treffen. Obwohl noch in dieser Woche ein Memorandum zur Beendigung des Krieges unterzeichnet wurde, müssen die technischen Einzelheiten noch ausgearbeitet werden.
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