
USA weiten Prüfung sozialer Medien bei Visumanträgen auf ausländische Journalisten aus
Das Außenministerium verlangt künftig von Medienvertretern sowie bestimmten Antragstellern aus Kanada und Mexiko, ihre Online-Profile öffentlich zu machen.
Die Regierung der Vereinigten Staaten wird die Überprüfung von Social-Media-Konten ausländischer Visumantragsteller ausweiten. Wie das konservative Medium The Daily Signal unter Berufung auf ein internes Memorandum berichtete, sollen künftig auch ausländische Journalisten, die eine Arbeitserlaubnis für die USA beantragen, ihre Konten auf öffentlich stellen müssen. Dieselbe Verpflichtung treffe Antragsteller aus Kanada und Mexiko, die im Rahmen des nordamerikanischen Handelsabkommens zu Geschäftszwecken einreisen wollen. Sowohl das offizielle Konto des Weißen Hauses als auch jenes des Außenministeriums verbreiteten den Bericht auf der Plattform X; das Ministerium selbst lehnte eine Bestätigung der Details unter Verweis auf seine Politik ab, sich nicht zu „angeblichen internen Dokumenten“ zu äußern.
Aus Washingtoner Sicht dient die als „Überprüfung der Online-Präsenz“ bezeichnete Maßnahme dem Nachweis der Visumberechtigung nach amerikanischem Recht. Ein Sprecher des Außenministeriums erklärte, das Ministerium führe „in größtmöglichem Umfang“ eine Überprüfung aller Ausländer durch, die in die USA einreisen wollen, um sicherzustellen, dass sie die amerikanischen Gesetze respektierten und keine Gefahr für die nationale Sicherheit, die öffentliche Sicherheit oder die nationalen Interessen darstellten. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, teilte den Artikel des Daily Signal ebenfalls und unterstrich damit die politische Rückendeckung für die Ausweitung der Kontrollen.
Die Neuregelung reiht sich in eine Serie von Verschärfungen ein, die die Regierung Trump seit Beginn ihrer zweiten Amtszeit im Januar 2025 vorgenommen hat. Bereits zuvor mussten Antragsteller für zahlreiche Visumkategorien – darunter Studenten und Teilnehmer an Kulturaustauschprogrammen – ihre Profile öffentlich schalten. Die Einbeziehung von Online-Äußerungen in Einwanderungsentscheidungen hat bei Bürgerrechtsorganisationen Bedenken hinsichtlich der Meinungsfreiheit und des Schutzes der Privatsphäre ausgelöst. Das Ministerium für Heimatschutz hatte zudem im vergangenen Monat die Regeln für die Aufenthaltsdauer ausländischer Journalisten sowie anderer Visuminhaber verschärft.
Nach diesen neuen Vorschriften, die in Kraft treten sollen, sofern der Kongress sie nicht blockiert, wird der Aufenthalt für ausländische Medienvertreter auf 240 Tage – etwa acht Monate – begrenzt, wobei Verlängerungen um gleich lange Zeiträume möglich bleiben. Wann genau die erweiterte Prüfung der sozialen Medien wirksam wird, ließ sich den Berichten nicht entnehmen. Das Außenministerium betonte, ein Visum sei „ein Privileg, kein Recht“ – eine Formulierung, die Außenminister Marco Rubio wiederholt verwendet.
| Iranische & verwandte Presse | −0.60 | critical |
|---|---|---|
| Lateinamerikanische Presse | −0.20 | neutral |
| Subsaharisch-afrikanische Presse | 0.00 | neutral |
Der Iran verurteilt einen weiteren Verstoß gegen die Pressefreiheit durch die USA, die unter dem Vorwand der Sicherheit ausländischen Journalisten eine demütigende Überwachung auferlegen.
Der Rahmen konstruiert die USA als eine heuchlerische Macht, die Freiheit predigt, während sie sie systematisch einschränkt, und nutzt den spezifischen Fall von Journalisten, um einen breiteren Angriff auf bürgerliche Freiheiten zu symbolisieren. Indem er sich auf die Anforderung konzentriert, Konten öffentlich zu machen, stellt er die Maßnahme eher als Eingriff in die Privatsphäre denn als Sicherheitsinstrument dar.
Der iranische Rahmen lässt aus, dass die Politik auch für mexikanische und kanadische Staatsbürger gilt, nicht nur für Journalisten, und erwähnt keine Rechtfertigung der USA bezüglich Sicherheitsbedenken. Er lässt auch aus, dass die Politik Teil einer breiteren Einwanderungspolitik ist, die andere Kategorien umfasst.
Lateinamerika beobachtet mit Besorgnis, wie die Trump-Administration den Zugang zu den USA verschärft und die Kontrolle sozialer Medien auf Journalisten und Bürger der Region ausdehnt, eine Maßnahme, die die Privatsphäre und die Pressefreiheit untergräbt.
Der Rahmen balanciert sachliche Berichterstattung mit impliziter Kritik, indem er die Perspektive von Datenschutzbefürwortern einbezieht und die Auswirkungen auf Journalisten und Nachbarländer hervorhebt. Er stellt die Politik als weitere Einschränkung dar, nicht als Sicherheitsverbesserung, und verwendet den Begriff 'endurecimiento', um sie als Teil eines Trends zu rahmen.
Der lateinamerikanische Rahmen lässt die von der US-Regierung dargelegte Sicherheitsbegründung im Detail aus und erwähnt nicht, dass die Politik auf einem internen Memo des Außenministeriums basiert. Er lässt auch die spezifische Anforderung aus, die Einstellungen zu ändern, um sie öffentlich zu machen.
Die USA verschärfen die Visumskontrolle, indem sie von ausländischen Journalisten und anderen Antragstellern verlangen, ihre Social-Media-Konten öffentlich zu machen, wie ein konservatives Medium berichtet und das Weiße Haus bestätigt hat.
Der Rahmen stützt sich auf einen neutralen, berichterstattenden Ton, der lediglich die Informationen des Weißen Hauses und des Daily Signal weitergibt, ohne Kommentare oder Kritik hinzuzufügen. Indem er die Geschichte einem konservativen Medium und dem Weißen Haus zuschreibt, wahrt er Distanz und vermeidet eine Positionierung.
Der afrikanische Rahmen lässt jede Erwähnung von Kritik von Datenschutzorganisationen, die Auswirkungen auf mexikanische und kanadische Bürger und den breiteren Kontext von Trumps Einwanderungspolitik aus. Er erwähnt auch keine Details des internen Memos über die Anforderung hinaus, Konten öffentlich zu machen.
Erweitere deinen Horizont
Ölkonzerne melden sprudelnde Gewinne im zweiten Quartal – Trump rügt „zu viel Geld“
2 Sprachen · 21 Quellen
Aus TechnologySpaceX-Raketenstufe schlägt unkontrolliert auf dem Mond ein
5 Sprachen · 29 Quellen
Aus Science & HealthFDA lässt ersten mRNA-Grippeimpfstoff für Erwachsene ab 50 Jahren zu
3 Sprachen · 11 Quellen