
Vingegaard stürmt mit drittem Etappensieg ins Rosa Trikot
Auf der ersten Alpenetappe des Giro d’Italia hat Jonas Vingegaard seine Dominanz zementiert und das Rosa Trikot übernommen. Der Däne gewann solo in Pila, während die junge italienische Garde aufhorchen ließ.
Der entscheidende Augenblick kam 4,6 Kilometer vor der Bergankunft in Pila: Jonas Vingegaard trat aus dem Schatten seines letzten Helfers und enteilte der Konkurrenz. Sein dritter Tagessieg bei dieser 109. Austragung des Giro d’Italia – stets an einem Anstieg, stets mit überlegener Leichtigkeit – brachte dem dänischen Tour-de-France-Sieger erstmals in seiner Karriere das Rosa Trikot. Die kurze, aber mit fünf Anstiegen und 4350 Höhenmetern gespickte Etappe von Aosta ins Skigebiet Pila geriet zur Demonstration der Klasse Vingegaards.
Noch am Vortag hatte die Corsa Rosa eine ganz andere Geschichte geschrieben: Auf den Straßen von Filippo Ganna in Stradella triumphierte überraschend dessen Freund Alberto Bettiol, der nach fast zwei Jahren wieder einen Sieg feierte. Es war der emotionale Höhepunkt einer Übergangsetappe, bevor der Tross in die Alpen zog. Am Samstag indes ließ Vingegaards Visma-Team keine Ausreißergruppe gewähren und steuerte den 133 Kilometer langen Parcours souverän. Vor allem der junge Italiener Davide Piganzoli agierte als letzter Edelhelfer und bereitete den Angriff seines Kapitäns vor.
Hinter dem Dänen bestätigte sich das Bild der bisherigen Rundfahrt: Der Österreicher Felix Gall, bereits Zweiter am Blockhaus und an den Corno alle Scale, holte sich erneut den inoffiziellen Titel des «Besten der Sterblichen» – 49 Sekunden zurück. Der Australier Jai Hindley komplettierte das Podium. Die große italienische Hoffnung indes entzündete sich an den Plätzen vier und fünf: Piganzoli und sein Freund Giulio Pellizzari, beide gerade einmal 23 und 22 Jahre alt, verloren nur etwa eine Minute auf Vingegaard und verkörperten aus römischer Sicht den ersehnten Generationswechsel. In Bogotá wiederum war man zufrieden, dass Egan Bernal und Éiner Rubio als Zehnter und Elfter das Ziel erreichten – Bernal hält sich auf Rang zwölf der Gesamtwertung, ein Achtungserfolg auf dem Weg zurück zu alter Stärke.
Das Rosa Trikot wechselte nach neun Tagen vom Portugiesen Afonso Eulalio, der 2:48 Minuten einbüßte und nun 2:26 Minuten hinter Vingegaard rangiert. Die neue Hierarchie der Gesamtwertung – Vingegaard vor Eulalio und Gall (plus 2:50) – erscheint stabil, zumal der Däne auch die flache 15. Etappe nach Mailand schadlos überstehen wird. Beobachter in London und Zürich werten den Giro bereits als vorentschieden; doch die dritte Woche mit ihren Dolomiten-Prüfungen könnte die Kräfteverhältnisse noch einmal verschieben. Vingegaards Visma-Equipe reist mit einem komfortablen Polster in die letzte Rennwoche. Die italienischen Fans trösten sich mit dem Aufblühen ihrer Talente, während in Wien der zweite Platz von Gall als Bestätigung eines starken Frühjahrs gilt. Der Giro 2025, so viel lässt sich nach dem ersten Alpenkapitel sagen, wird nicht durch eine Überraschung entschieden werden – es sei denn, die Berge halten noch ein unerwartetes Drehbuch bereit.
| Kontinentaleuropäische Presse | +0.80 | aligned |
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| Lateinamerikanische Presse | +0.30 | aligned |
Vingegaard dominates the Giro with his third stage win on a climb and takes the pink jersey. The Italian press highlights his technical superiority and simplicity as a champion, while noting the rise of young Italians like Piganzoli and Pellizzari. The narrative blends admiration for the Dane with pride for Italian prospects.
Latin American press focuses on Vingegaard's victory and the new race leader, but dedicates significant coverage to the performance of Colombian cyclists like Egan Bernal and Éiner Rubio. The tone is descriptive and informative, with emphasis on local participation and the general classification.
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