
Wall Street gibt nach – Ölpreise steigen vor US-Arbeitsmarktbericht
Die US-Börsen schlossen mit leichten Verlusten, belastet von steigenden Ölpreisen und durchwachsenen Unternehmenszahlen. Die Anleger blicken gespannt auf die morgigen Arbeitsmarktdaten.
Die wichtigsten US-Aktienindizes haben am Donnerstag nachgegeben, nachdem sie zu Wochenbeginn noch Rekordstände erreicht hatten. Der S&P 500 verlor 0,18 Prozent auf 7.709,99 Punkte, der Dow Jones Industrial Average fiel um 0,83 Prozent auf 53.895,48 Zähler und der Nasdaq Composite gab 0,04 Prozent auf 26.352,45 Punkte nach. An den europäischen Börsen überwogen dagegen leichte Gewinne: Der Euro Stoxx 50 stieg um 0,76 Prozent, der DAX legte 0,37 Prozent zu und der CAC 40 gewann 0,82 Prozent.
Für Unsicherheit sorgten die erneut gestiegenen Ölpreise. Die Nordseesorte Brent verteuerte sich um 3,9 Prozent auf 82,55 US-Dollar je Barrel, US-Leichtöl WTI stieg um 2,75 Prozent auf 77,29 Dollar. Auslöser waren Meldungen über einen möglichen Deal zwischen dem Iran und Oman, der Teheran die Kontrolle über Schiffe im Golf durch die Straße von Hormus geben würde. Ein parlamentarischer Ausschuss im Iran prüft zudem einen Gesetzentwurf, der feindlichen Schiffen die Durchfahrt verbieten soll. „Der Iran hat derzeit weniger Einfluss, aber wir wollen die Details sehen“, sagte Robert Bernstone von SummitTX Capital.
Die laufende Berichtssaison lieferte ein gemischtes Bild. Insgesamt übertrafen 84,8 Prozent der S&P-500-Unternehmen die Gewinnerwartungen, doch einige Schwergewichte enttäuschten. Honeywell Aerospace brach um 23,2 Prozent ein, der Werbeplattform-Betreiber AppLovin verlor 19,7 Prozent und der Cloud-Sicherheitsanbieter Datadog stürzte um 22,3 Prozent ab. Auch Western Digital und Sandisk gaben nach. Die Aktie von SpaceX stieg dagegen um 6,1 Prozent, obwohl eine Haltefrist für über 911 Millionen Aktien auslief und damit ein potenzieller Verkaufsdruck erwartet worden war.
Die Anleger richten ihren Blick nun auf den am Freitag anstehenden US-Arbeitsmarktbericht für Juli. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stiegen zuletzt leicht an, blieben aber auf historisch gesundem Niveau. „Der Arbeitsmarktbericht ist von großer Bedeutung, denn wir brauchen eine Zahl, die weder zu positiv noch zu negativ ist, damit der Markt weiter steigen kann“, sagte Clark Bellin von Bellwether Wealth. Die US-Notenbank hat ihre Forward Guidance unter Chairman Kevin Warsh zurückgefahren; die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im September liegt laut FedWatch Tool nun bei etwa 50 Prozent.
| Kontinentaleuropäische Presse | 0.00 | neutral |
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| Indische & südasiatische Presse | 0.00 | neutral |
| Lateinamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
The market moves on technical data, ignoring geopolitical tensions.
By reducing a geopolitical event to market variables, the political context is rendered invisible, making the narrative appear purely data-driven.
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