Anmelden
Ausgabe von 10:00 CETFreitag, 7. August 2026
320 Quellen · 17 Sprachen644 Briefings heute
Mittwoch, 6. Mai 2026

Rekord gebrochen, Spiel verloren: Wembanyamas historische Blockleistung bleibt unbelohnt

Victor Wembanyama stellte mit zwölf Blocks einen NBA-Playoff-Rekord auf, doch die San Antonio Spurs unterlagen den Minnesota Timberwolves 102:104.

Der Franzose Victor Wembanyama hat in der Nacht zum Dienstag ein Stück NBA-Geschichte geschrieben – und dennoch einen schmerzhaften Auftakt in die Halbfinalserie der Western Conference erlebt. Mit zwölf Blocks übertraf der 2,24 Meter große Center der San Antonio Spurs den bisherigen Playoff-Rekord von zehn Blocks, den sich Mark Eaton, Hakeem Olajuwon und Andrew Bynum teilten. Doch die 102:104-Niederlage gegen die Minnesota Timberwolves vor 18.827 Zuschauern im Frost Bank Center warf einen langen Schatten auf die Sternstunde des 21-Jährigen, der mit 11 Punkten, 15 Rebounds und fünf Assists ein ungewöhnliches Triple-Double verbuchte.

Dass die Partie so knapp ausging, lag maßgeblich an der Rückkehr von Anthony Edwards. Der Star der Timberwolves, der nach einer Knieverletzung erst vor neun Tagen als wochenlang ausgefallen galt, stand überraschend auf dem Parkett und erzielte in 25 Minuten 18 Punkte. Aus US-amerikanischer Sicht war seine Präsenz nicht nur statistisch entscheidend, sondern auch psychologisch: Edwards rief während des Spiels in Richtung der Spurs-Bank: „Ich bin zurück.“ Ein Signal, das in Minnesota als Kampfansage für die Serie verstanden wird.

Die Timberwolves selbst zeigten sich nach dem Spiel jedoch wenig angetan von Wembanyamas Rekordleistung. Trainer Chris Finch kritisierte, dass vier oder fünf der Blocks als Torwartregel-Verstöße hätten gewertet werden müssen – aus seiner Sicht ein „beunruhigender“ Fehler der Schiedsrichter, der Minnesota wertvolle Punkte gekostet habe. Aus Sicht der Spurs wiederum stand die Frage im Raum, warum Trainer Mitch Johnson in der Schlusssekunde keine Auszeit nahm, um einen geordneten letzten Angriff zu ermöglichen. Stattdessen ließ er das Spiel laufen, Julian Champagnie vergab einen weiten Dreier, der die Partie hätte kippen können – ein Fehlwurf, der die Diskussionen über die Taktik des jungen Trainers anheizte.

Beobachter in Paris heben indes hervor, dass Wembanyama trotz der Niederlage einen weiteren Meilenstein gesetzt hat. Der frisch gekürte Defensivspieler des Jahres lieferte sich zudem ein Duell auf Augenhöhe mit seinem Landsmann Rudy Gobert, der für Minnesota sieben Punkte und zehn Rebounds beisteuerte. Dass Wembanyama bei allen acht Dreipunktversuchen scheiterte, offenbarte jedoch eine Schwäche, die die Timberwolves in den kommenden Spielen gezielt attackieren dürften. Finnischer Trainer Finch verließ die Partie mit dem Gefühl, dass sein Team auch ohne Edwards’ Rückkehr hätte gewinnen können – eine Behauptung, die der herausragenden Defensivleistung des Franzosen kaum gerecht wird.

Für die Serie bedeutet das 0:1 aus Sicht der Spurs, dass sie ihre Offensive dringend stabilisieren müssen. Wembanyamas Rekord wird als historische Randnotiz in die NBA-Chroniken eingehen, doch der Sieg ging an das Team aus Minnesota, das nun mit breiter Brust in das zweite Spiel geht. Ob die Schiedsrichter die Kritik an den Torwartregel-Entscheidungen zum Anlass nehmen, das Spiel enger zu pfeifen, bleibt abzuwarten. Fest steht: Die Timberwolves haben bewiesen, dass sie auch gegen einen überragenden Defensivspieler bestehen können – und Edwards ist zurück.

Aktuell
OpenAI hebt Textbeschränkungen für ChatGPT auf und führt neue Modelle ein·Teheran wirft Washington „Theaterdiplomatie“ vor und fordert verbindliche Zusagen·Ukrainische Drohnen setzen Logistikzentrum von Wildberries in Jekaterinburg in Brand·Lebensstil in der Lebensmitte als Stellschraube für kognitive Gesundheit·Australien senkt Altersgrenze für Prostatakrebs-Screening – neue Leitlinien setzen auf Früherkennung und aktive Überwachung·Real Madrid verpflichtet Yan Diomande – teuerster Transfer der Vereinsgeschichte·USA setzen 25 Millionen Dollar Kopfgeld auf neuen CJNG-Anführer aus·Zwischen Volksglaube und Labor: Die Konjunktur der Haushaltstipps mit Essig, Natron und Alufolie·OpenAI hebt Textbeschränkungen für ChatGPT auf und führt neue Modelle ein·Teheran wirft Washington „Theaterdiplomatie“ vor und fordert verbindliche Zusagen·Ukrainische Drohnen setzen Logistikzentrum von Wildberries in Jekaterinburg in Brand·Lebensstil in der Lebensmitte als Stellschraube für kognitive Gesundheit·Australien senkt Altersgrenze für Prostatakrebs-Screening – neue Leitlinien setzen auf Früherkennung und aktive Überwachung·Real Madrid verpflichtet Yan Diomande – teuerster Transfer der Vereinsgeschichte·USA setzen 25 Millionen Dollar Kopfgeld auf neuen CJNG-Anführer aus·Zwischen Volksglaube und Labor: Die Konjunktur der Haushaltstipps mit Essig, Natron und Alufolie·
Akt. 09:544 Sprachen · 4 Quellen
4 Quellen|4 Sprachen|3 Min. Lesezeit
Mittwoch, 6. Mai 2026

Rekord gebrochen, Spiel verloren: Wembanyamas historische Blockleistung bleibt unbelohnt

Victor Wembanyama stellte mit zwölf Blocks einen NBA-Playoff-Rekord auf, doch die San Antonio Spurs unterlagen den Minnesota Timberwolves 102:104.

Der Franzose Victor Wembanyama hat in der Nacht zum Dienstag ein Stück NBA-Geschichte geschrieben – und dennoch einen schmerzhaften Auftakt in die Halbfinalserie der Western Conference erlebt. Mit zwölf Blocks übertraf der 2,24 Meter große Center der San Antonio Spurs den bisherigen Playoff-Rekord von zehn Blocks, den sich Mark Eaton, Hakeem Olajuwon und Andrew Bynum teilten. Doch die 102:104-Niederlage gegen die Minnesota Timberwolves vor 18.827 Zuschauern im Frost Bank Center warf einen langen Schatten auf die Sternstunde des 21-Jährigen, der mit 11 Punkten, 15 Rebounds und fünf Assists ein ungewöhnliches Triple-Double verbuchte.

Dass die Partie so knapp ausging, lag maßgeblich an der Rückkehr von Anthony Edwards. Der Star der Timberwolves, der nach einer Knieverletzung erst vor neun Tagen als wochenlang ausgefallen galt, stand überraschend auf dem Parkett und erzielte in 25 Minuten 18 Punkte. Aus US-amerikanischer Sicht war seine Präsenz nicht nur statistisch entscheidend, sondern auch psychologisch: Edwards rief während des Spiels in Richtung der Spurs-Bank: „Ich bin zurück.“ Ein Signal, das in Minnesota als Kampfansage für die Serie verstanden wird.

Die Timberwolves selbst zeigten sich nach dem Spiel jedoch wenig angetan von Wembanyamas Rekordleistung. Trainer Chris Finch kritisierte, dass vier oder fünf der Blocks als Torwartregel-Verstöße hätten gewertet werden müssen – aus seiner Sicht ein „beunruhigender“ Fehler der Schiedsrichter, der Minnesota wertvolle Punkte gekostet habe. Aus Sicht der Spurs wiederum stand die Frage im Raum, warum Trainer Mitch Johnson in der Schlusssekunde keine Auszeit nahm, um einen geordneten letzten Angriff zu ermöglichen. Stattdessen ließ er das Spiel laufen, Julian Champagnie vergab einen weiten Dreier, der die Partie hätte kippen können – ein Fehlwurf, der die Diskussionen über die Taktik des jungen Trainers anheizte.

Beobachter in Paris heben indes hervor, dass Wembanyama trotz der Niederlage einen weiteren Meilenstein gesetzt hat. Der frisch gekürte Defensivspieler des Jahres lieferte sich zudem ein Duell auf Augenhöhe mit seinem Landsmann Rudy Gobert, der für Minnesota sieben Punkte und zehn Rebounds beisteuerte. Dass Wembanyama bei allen acht Dreipunktversuchen scheiterte, offenbarte jedoch eine Schwäche, die die Timberwolves in den kommenden Spielen gezielt attackieren dürften. Finnischer Trainer Finch verließ die Partie mit dem Gefühl, dass sein Team auch ohne Edwards’ Rückkehr hätte gewinnen können – eine Behauptung, die der herausragenden Defensivleistung des Franzosen kaum gerecht wird.

Für die Serie bedeutet das 0:1 aus Sicht der Spurs, dass sie ihre Offensive dringend stabilisieren müssen. Wembanyamas Rekord wird als historische Randnotiz in die NBA-Chroniken eingehen, doch der Sieg ging an das Team aus Minnesota, das nun mit breiter Brust in das zweite Spiel geht. Ob die Schiedsrichter die Kritik an den Torwartregel-Entscheidungen zum Anlass nehmen, das Spiel enger zu pfeifen, bleibt abzuwarten. Fest steht: Die Timberwolves haben bewiesen, dass sie auch gegen einen überragenden Defensivspieler bestehen können – und Edwards ist zurück.

Divergenz der Quellen

— · 4 Quellen · 4 Sprachen

0%Niedrig

Wie stark die Quellen die gleichen Fakten unterschiedlich darstellen.

Diese Nachricht erschien in

4 Quellen · 4 Sprachen

Erweitere deinen Horizont

Aus Geopolitics & Politics

Washington entzieht brasilianischer Botschafterin das Visum

3 Sprachen · 43 Quellen

Aus Economy & Markets

Ölkonzerne melden sprudelnde Gewinne im zweiten Quartal – Trump rügt „zu viel Geld“

2 Sprachen · 21 Quellen

Aus Technology

SpaceX-Raketenstufe schlägt unkontrolliert auf dem Mond ein

7 Sprachen · 29 Quellen

Mehr lesen