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Gesellschaft & KulturSamstag, 9. Mai 2026

Djokovic verliert in Rom gegen den jungen Kroaten Prizmic – Fonseca scheitert an Medjedovic

Novak Djokovic scheidet bei den Italian Open gegen den kroatischen Qualifikanten Dino Prizmic aus. Auch Joao Fonseca verliert in der zweiten Runde – Unsicherheit vor Roland Garros.

Der erste Auftritt von Novak Djokovic auf Sand in diesem Jahr endete mit einer der überraschendsten Niederlagen seiner Karriere. Der sechsmalige Turniersieger von Rom unterlag am Freitag auf dem Foro Italico dem zwanzigjährigen kroatischen Qualifikanten Dino Prizmic mit 6:2, 2:6, 4:6 und verlor damit erstmals in neunzehn Teilnahmen sein Auftaktmatch in der italienischen Hauptstadt. Aus Belgrader Perspektive war es ein denkwürdiger, aus serbischer ein beunruhigender Abend: Djokovic, der seit Ende März wegen Schulterproblemen kein Match bestritten hatte, wirkte nach einem souveränen ersten Satz zunehmend erschöpft und leistete sich zahlreiche Rückhandfehler.

Prizmic, dessen Sieg als die wichtigste seiner jungen Laufbahn gilt, nutzte die nachlassende Kraft des Idols mit immer aggressiveren Vorhandgewinnen aus. In Rom, wo der serbische Altmeister stets zu den Favoriten zählte, fragt man sich nun, ob die Vorbereitung auf das French Open ausreicht. Djokovic selbst räumte in der Pressekonferenz ein, dass seine Form weit vom Ideal entfernt sei – eine Aussage, die auch in Paris mit Sorge registriert werden dürfte.

Zugleich zeigte der 38-Jährige eine Geste, die in italienischen Medien besondere Beachtung fand: Statt das Feld frustriert zu verlassen, blieb er auf dem Centre Court, signierte Autogramme und widmete sich vor allem den jungen Fans. Es war ein Augenblick von Fairness, der die Klasse des Champions unterstrich, aber die sportliche Krise nicht überdecken kann. Parallel zu Djokovics Debakel erlebte das brasilianische Talent Joao Fonseca in Rom eine ebenso schmerzhafte Enttäuschung.

Der 19-Jährige, als 29. der Weltrangliste gesetzt, führte im zweiten Satz gegen den Serben Hamad Medjedovic bereits mit 5:3 und hatte Aufschlag – und ließ den Sieg noch aus der Hand. Medjedovic, der zwischenzeitlich seinen Schläger zertrümmerte, drehte die Partie und gewann schließlich im Tiebreak des dritten Satzes mit 7:1. Aus brasilianischer Sicht dominierte das Gefühl verpasster Gelegenheiten.

Fonseca, der im Januar noch mit einem Sieg über Andrey Rublev in Melbourne aufhorchen ließ, haderte danach mit seinem Aufschlagspiel und der mangelnden Konzentration in den entscheidenden Momenten. Die Niederlage wiegt umso schwerer, als er als Kopf der nächsten südamerikanischen Generation gilt und die Erwartungen vor Roland Garros entsprechend hoch sind. Der Blick richtet sich nun auf Paris.

Für Djokovic wird die verbleibende Zeit bis zum Grand Slam am 18. Mai zur Geduldsprobe: Die körperliche Verfassung, die in Rom so offensichtlich nachließ, muss bis dahin stabilisiert werden. Für Fonseca wiederum bietet das Turnier eine Chance zur Rehabilitation, doch die mentale Verarbeitung des Rückschlags wird entscheidend sein.

Während in den Tennisnationen des Balkans und Südamerikas die Zuversicht schwindet, wächst in Kroatiens Hauptstadt Zagreb die Hoffnung auf einen neuen Star. Prizmic selbst sprach nach dem Match ehrfürchtig von seinem Idol – doch der Triumph beweist, dass im Herrentennis eine Wachablösung längst im Gange ist.

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Samstag, 9. Mai 2026

Djokovic verliert in Rom gegen den jungen Kroaten Prizmic – Fonseca scheitert an Medjedovic

Novak Djokovic scheidet bei den Italian Open gegen den kroatischen Qualifikanten Dino Prizmic aus. Auch Joao Fonseca verliert in der zweiten Runde – Unsicherheit vor Roland Garros.

Der erste Auftritt von Novak Djokovic auf Sand in diesem Jahr endete mit einer der überraschendsten Niederlagen seiner Karriere. Der sechsmalige Turniersieger von Rom unterlag am Freitag auf dem Foro Italico dem zwanzigjährigen kroatischen Qualifikanten Dino Prizmic mit 6:2, 2:6, 4:6 und verlor damit erstmals in neunzehn Teilnahmen sein Auftaktmatch in der italienischen Hauptstadt. Aus Belgrader Perspektive war es ein denkwürdiger, aus serbischer ein beunruhigender Abend: Djokovic, der seit Ende März wegen Schulterproblemen kein Match bestritten hatte, wirkte nach einem souveränen ersten Satz zunehmend erschöpft und leistete sich zahlreiche Rückhandfehler.

Prizmic, dessen Sieg als die wichtigste seiner jungen Laufbahn gilt, nutzte die nachlassende Kraft des Idols mit immer aggressiveren Vorhandgewinnen aus. In Rom, wo der serbische Altmeister stets zu den Favoriten zählte, fragt man sich nun, ob die Vorbereitung auf das French Open ausreicht. Djokovic selbst räumte in der Pressekonferenz ein, dass seine Form weit vom Ideal entfernt sei – eine Aussage, die auch in Paris mit Sorge registriert werden dürfte.

Zugleich zeigte der 38-Jährige eine Geste, die in italienischen Medien besondere Beachtung fand: Statt das Feld frustriert zu verlassen, blieb er auf dem Centre Court, signierte Autogramme und widmete sich vor allem den jungen Fans. Es war ein Augenblick von Fairness, der die Klasse des Champions unterstrich, aber die sportliche Krise nicht überdecken kann. Parallel zu Djokovics Debakel erlebte das brasilianische Talent Joao Fonseca in Rom eine ebenso schmerzhafte Enttäuschung.

Der 19-Jährige, als 29. der Weltrangliste gesetzt, führte im zweiten Satz gegen den Serben Hamad Medjedovic bereits mit 5:3 und hatte Aufschlag – und ließ den Sieg noch aus der Hand. Medjedovic, der zwischenzeitlich seinen Schläger zertrümmerte, drehte die Partie und gewann schließlich im Tiebreak des dritten Satzes mit 7:1. Aus brasilianischer Sicht dominierte das Gefühl verpasster Gelegenheiten.

Fonseca, der im Januar noch mit einem Sieg über Andrey Rublev in Melbourne aufhorchen ließ, haderte danach mit seinem Aufschlagspiel und der mangelnden Konzentration in den entscheidenden Momenten. Die Niederlage wiegt umso schwerer, als er als Kopf der nächsten südamerikanischen Generation gilt und die Erwartungen vor Roland Garros entsprechend hoch sind. Der Blick richtet sich nun auf Paris.

Für Djokovic wird die verbleibende Zeit bis zum Grand Slam am 18. Mai zur Geduldsprobe: Die körperliche Verfassung, die in Rom so offensichtlich nachließ, muss bis dahin stabilisiert werden. Für Fonseca wiederum bietet das Turnier eine Chance zur Rehabilitation, doch die mentale Verarbeitung des Rückschlags wird entscheidend sein.

Während in den Tennisnationen des Balkans und Südamerikas die Zuversicht schwindet, wächst in Kroatiens Hauptstadt Zagreb die Hoffnung auf einen neuen Star. Prizmic selbst sprach nach dem Match ehrfürchtig von seinem Idol – doch der Triumph beweist, dass im Herrentennis eine Wachablösung längst im Gange ist.

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