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Medien & UnterhaltungSonntag, 28. Juni 2026

Supergirls Fehlstart: Ein Hund, ein Hitzerekord und das Schweigen nach dem Abspann

Während Toy Story 5 die Kinocharts dominiert, verfehlt der neue DC-Film die Erwartungen – und setzt auf eine ungewöhnliche Marketingidee mit Hundekeksen.

In den Regalen amerikanischer Tierhandlungen liegen seit Kurzem limitierte Hundekekse der Marke Milk-Bone, die an den vierbeinigen Helden Krypto aus dem neuen DC-Film „Supergirl“ erinnern. Dass der weiße Hund mit dem notorisch umklappenden Ohr dem Terrier Ozu nachempfunden ist, dem Haustier von DC-Studios-Chef James Gunn, verriet dessen Frau, die Schauspielerin Jennifer Holland, in einem Interview. Ozu, einst ein „floppy nightmare“ von einem Welpen, der Schränke und Laptops zerbiss, stand Pate für die Leinwandfigur – ein Detail, das mehr über die Entstehung des Films erzählt als manche Marketingkampagne. Während die Leckerlis reißenden Absatz finden, blieb der Kinostart von „Supergirl“ hinter den Erwartungen zurück.

Mit einem Einspielergebnis von 38 Millionen Dollar in Nordamerika und 68 Millionen Dollar weltweit am ersten Wochenende verfehlte der Film die anvisierten 50 bis 55 Millionen Dollar deutlich. Die Produktionskosten beliefen sich auf mindestens 170 Millionen Dollar, hinzu kamen massive Marketingausgaben; um die Gewinnschwelle zu erreichen, wären nach Berechnungen des Studios etwa 300 Millionen Dollar nötig. Ganz anders das Bild bei „Toy Story 5“: Der Animationsfilm von Pixar spielte an seinem zweiten Wochenende allein in den USA 70 Millionen Dollar ein und hat weltweit bereits 585 Millionen Dollar überschritten. In Lateinamerika trug Mexiko 3,4 Millionen Dollar zu „Supergirl“ bei, Brasilien 1,4 Millionen; in Deutschland, Österreich und der Schweiz lagen die Zahlen im internationalen Mittelfeld. Aus südostasiatischer Perspektive wurde zudem auf die extreme Hitzewelle und die Konkurrenz durch die Fußball-Weltmeisterschaft als belastende Faktoren verwiesen.

Für das von James Gunn und Peter Safran geführte DC-Universum ist es nach dem erfolgreichen „Superman“-Start im Vorjahr der erste Rückschlag. US-amerikanische Branchenanalysten hatten bereits im Vorfeld bezweifelt, ob eine weniger bekannte Figur wie Supergirl als zweiter Film der neuen Ära geeignet sei. Regisseur Craig Gillespie, der zuvor noch nie ein Projekt dieser Größenordnung verantwortet hatte, und Drehbuchautorin Ana Nogueira sahen sich nach dem Start harscher Kritik an visuellen Effekten und der erzählerischen Struktur ausgesetzt. Auf Rotten Tomatoes erreichte der Film eine Zustimmung von 56 Prozent, das Publikum vergab auf CinemaScore die Note B-, was in der auf diesem Messwert basierenden Tradition des Genres als schwach gilt. Auffällig war zudem, dass 59 Prozent der Besucher am ersten Wochenende männlich waren – ein Hinweis darauf, dass der Film kaum über die Kernzielgruppe der Superhelden-Fans hinaus Wirkung entfaltete.

Eine bewusste Zäsur setzte das Studio am Ende der Vorführung: Anders als bei den meisten Blockbustern der vergangenen Jahre gibt es in „Supergirl“ keine Post-Credit-Szene. Regisseur Gillespie bestätigte, dass es eine intensive interne Diskussion darüber gegeben habe, sich dann aber für das Schweigen nach dem Abspann entschied, um den emotionalen Moment der Protagonistin nicht durch einen Ausblick auf künftige Filme zu verwässern. Während in der New York Times die Schuld für das Scheitern unter anderem bei frauenfeindlichen Fans gesucht wurde, was in konservativen Medien auf scharfe Kritik stieß, gab sich Co-Studio-Chef Peter Safran betont gelassen: Der Film sei nur ein Baustein einer langfristigen Strategie. So bleibt am Ende das Bild eines leeren Kinosaals, in dem das Licht angeht, ohne dass ein weiterer Teaser die Stille bricht – und in den Regalen die Hundekekse mit dem Schlappohr, die von einer anderen, intimeren Geschichte erzählen.

Divergenz — wer erzählt sie wie
17%Niedrig
3 Blöcke · Positionen von −0.50 bis −0.10
KritischWohlwollend
LATSEAATL
Abweichung zwischen Presseblöcken
Lateinamerikanische Presse−0.20neutral
Südostasiatische Presse−0.10neutral
Atlantische / angloamerikanische Presse−0.50critical
Hollywood industry outlets are not present in this cluster.
Lateinamerikanische Presse−0.20
Stimme

The market speaks clearly: Supergirl offered nothing new.

Mechanismuspragmatismo economico

The cost-benefit ratio is emphasized, evaluating the film as a product that did not meet economic expectations.

Auslassung

The potential influence of competition from other blockbusters is not discussed.

PragmatismusDistanz
Südostasiatische Presse−0.10
Stimme

The film could not compete with local productions.

Mechanismuscontestualizzazione regionale

The failure is contextualized within a growing regional film industry.

Auslassung

It is not considered that the film may have succeeded in other markets.

DistanzSkepsis
Atlantische / angloamerikanische Presse−0.50
Stimme

Hollywood is losing touch with audiences; Supergirl is the latest sign.

Mechanismusgeneralizzazione sistemica

The crisis is personalized onto a specific production to generalize a systemic problem.

Auslassung

Recent successes of other superhero films are not mentioned.

AlarmEmpörung
Aktuell
Zwei Mitarbeiter nach Erdbeben auf Befehl des Chefs in Ruine zurückgeschickt – beide sterben bei Explosion·Italien: Hitzewelle mit bis zu 27 roten Warnstufen – europaweit fast 500.000 Hektar verbrannt·SpaceX vor erstem Quartalsbericht: Aktie seit Juni um die Hälfte gefallen·FAA zertifiziert Boeing 737 MAX 7 nach fast zehnjähriger Prüfung·EU setzt neue Transparenzregeln für Künstliche Intelligenz in Kraft·Vorwürfe häuslicher Gewalt: Republikaner Moreno fordert Rückzug von Abgeordnetem Miller·Russische Kartellbehörde eröffnet Verfahren gegen Apple wegen fehlender Vorinstallation von Max und RuStore·Marokkanische Fußballerin ertrinkt bei Fluchtversuch nach Ceuta·Zwei Mitarbeiter nach Erdbeben auf Befehl des Chefs in Ruine zurückgeschickt – beide sterben bei Explosion·Italien: Hitzewelle mit bis zu 27 roten Warnstufen – europaweit fast 500.000 Hektar verbrannt·SpaceX vor erstem Quartalsbericht: Aktie seit Juni um die Hälfte gefallen·FAA zertifiziert Boeing 737 MAX 7 nach fast zehnjähriger Prüfung·EU setzt neue Transparenzregeln für Künstliche Intelligenz in Kraft·Vorwürfe häuslicher Gewalt: Republikaner Moreno fordert Rückzug von Abgeordnetem Miller·Russische Kartellbehörde eröffnet Verfahren gegen Apple wegen fehlender Vorinstallation von Max und RuStore·Marokkanische Fußballerin ertrinkt bei Fluchtversuch nach Ceuta·
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Sonntag, 28. Juni 2026

Supergirls Fehlstart: Ein Hund, ein Hitzerekord und das Schweigen nach dem Abspann

Während Toy Story 5 die Kinocharts dominiert, verfehlt der neue DC-Film die Erwartungen – und setzt auf eine ungewöhnliche Marketingidee mit Hundekeksen.

In den Regalen amerikanischer Tierhandlungen liegen seit Kurzem limitierte Hundekekse der Marke Milk-Bone, die an den vierbeinigen Helden Krypto aus dem neuen DC-Film „Supergirl“ erinnern. Dass der weiße Hund mit dem notorisch umklappenden Ohr dem Terrier Ozu nachempfunden ist, dem Haustier von DC-Studios-Chef James Gunn, verriet dessen Frau, die Schauspielerin Jennifer Holland, in einem Interview. Ozu, einst ein „floppy nightmare“ von einem Welpen, der Schränke und Laptops zerbiss, stand Pate für die Leinwandfigur – ein Detail, das mehr über die Entstehung des Films erzählt als manche Marketingkampagne. Während die Leckerlis reißenden Absatz finden, blieb der Kinostart von „Supergirl“ hinter den Erwartungen zurück.

Mit einem Einspielergebnis von 38 Millionen Dollar in Nordamerika und 68 Millionen Dollar weltweit am ersten Wochenende verfehlte der Film die anvisierten 50 bis 55 Millionen Dollar deutlich. Die Produktionskosten beliefen sich auf mindestens 170 Millionen Dollar, hinzu kamen massive Marketingausgaben; um die Gewinnschwelle zu erreichen, wären nach Berechnungen des Studios etwa 300 Millionen Dollar nötig. Ganz anders das Bild bei „Toy Story 5“: Der Animationsfilm von Pixar spielte an seinem zweiten Wochenende allein in den USA 70 Millionen Dollar ein und hat weltweit bereits 585 Millionen Dollar überschritten. In Lateinamerika trug Mexiko 3,4 Millionen Dollar zu „Supergirl“ bei, Brasilien 1,4 Millionen; in Deutschland, Österreich und der Schweiz lagen die Zahlen im internationalen Mittelfeld. Aus südostasiatischer Perspektive wurde zudem auf die extreme Hitzewelle und die Konkurrenz durch die Fußball-Weltmeisterschaft als belastende Faktoren verwiesen.

Für das von James Gunn und Peter Safran geführte DC-Universum ist es nach dem erfolgreichen „Superman“-Start im Vorjahr der erste Rückschlag. US-amerikanische Branchenanalysten hatten bereits im Vorfeld bezweifelt, ob eine weniger bekannte Figur wie Supergirl als zweiter Film der neuen Ära geeignet sei. Regisseur Craig Gillespie, der zuvor noch nie ein Projekt dieser Größenordnung verantwortet hatte, und Drehbuchautorin Ana Nogueira sahen sich nach dem Start harscher Kritik an visuellen Effekten und der erzählerischen Struktur ausgesetzt. Auf Rotten Tomatoes erreichte der Film eine Zustimmung von 56 Prozent, das Publikum vergab auf CinemaScore die Note B-, was in der auf diesem Messwert basierenden Tradition des Genres als schwach gilt. Auffällig war zudem, dass 59 Prozent der Besucher am ersten Wochenende männlich waren – ein Hinweis darauf, dass der Film kaum über die Kernzielgruppe der Superhelden-Fans hinaus Wirkung entfaltete.

Eine bewusste Zäsur setzte das Studio am Ende der Vorführung: Anders als bei den meisten Blockbustern der vergangenen Jahre gibt es in „Supergirl“ keine Post-Credit-Szene. Regisseur Gillespie bestätigte, dass es eine intensive interne Diskussion darüber gegeben habe, sich dann aber für das Schweigen nach dem Abspann entschied, um den emotionalen Moment der Protagonistin nicht durch einen Ausblick auf künftige Filme zu verwässern. Während in der New York Times die Schuld für das Scheitern unter anderem bei frauenfeindlichen Fans gesucht wurde, was in konservativen Medien auf scharfe Kritik stieß, gab sich Co-Studio-Chef Peter Safran betont gelassen: Der Film sei nur ein Baustein einer langfristigen Strategie. So bleibt am Ende das Bild eines leeren Kinosaals, in dem das Licht angeht, ohne dass ein weiterer Teaser die Stille bricht – und in den Regalen die Hundekekse mit dem Schlappohr, die von einer anderen, intimeren Geschichte erzählen.

Divergenz — wer erzählt sie wie
17%Niedrig
3 Blöcke · Positionen von −0.50 bis −0.10
KritischWohlwollend
LATSEAATL
Abweichung zwischen Presseblöcken
Lateinamerikanische Presse−0.20neutral
Südostasiatische Presse−0.10neutral
Atlantische / angloamerikanische Presse−0.50critical
Hollywood industry outlets are not present in this cluster.
Lateinamerikanische Presse−0.20
Stimme

The market speaks clearly: Supergirl offered nothing new.

Mechanismuspragmatismo economico

The cost-benefit ratio is emphasized, evaluating the film as a product that did not meet economic expectations.

Auslassung

The potential influence of competition from other blockbusters is not discussed.

PragmatismusDistanz
Südostasiatische Presse−0.10
Stimme

The film could not compete with local productions.

Mechanismuscontestualizzazione regionale

The failure is contextualized within a growing regional film industry.

Auslassung

It is not considered that the film may have succeeded in other markets.

DistanzSkepsis
Atlantische / angloamerikanische Presse−0.50
Stimme

Hollywood is losing touch with audiences; Supergirl is the latest sign.

Mechanismusgeneralizzazione sistemica

The crisis is personalized onto a specific production to generalize a systemic problem.

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Recent successes of other superhero films are not mentioned.

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