
Abschied von Bernadette Chirac – Prinzessin Lalla Meryem vertritt Marokkos König
Bei den Trauerfeierlichkeiten in der Pariser Basilika Sainte-Clotilde versammelten sich hochrangige französische Politiker und internationale Gäste, darunter Brigitte Macron sowie Prinzessin Lalla Meryem aus Marokko.
In einem Staatsbegräbnis von schlichter Würde nahm Frankreich am Freitag Abschied von Bernadette Chirac, der Witwe des früheren Präsidenten Jacques Chirac. Die 93-Jährige war am 5. Juni verstorben. Die Trauerfeier in der Basilika Sainte-Clotilde im siebten Arrondissement – ein symbolträchtiger Ort, an dem das Paar 1956 geheiratet hatte und bereits die älteste Tochter beigesetzt worden war – vereinte die politische Elite der Fünften Republik. An der Seite von Brigitte Macron, der Ehefrau des amtierenden Staatspräsidenten, nahmen die früheren Präsidenten Nicolas Sarkozy und François Hollande mit ihren Partnerinnen Carla Bruni und Julie Gayet teil. Verteidigungsministerin Catherine Vautrin vertrat die Regierung. Aus marokkanischer Sicht war die Anwesenheit von Prinzessin Lalla Meryem der deutlichste Ausdruck der engen Bande zwischen dem Königshaus und der Familie Chirac.
Die Zeremonie spiegelte die doppelte Rolle Bernadette Chiracs wider, die zwölf Jahre lang als Première Dame an der Seite ihres Mannes stand, zugleich aber eine eigene, diskretere politische Laufbahn verfolgte. Jacques Chirac, der von 1995 bis 2007 regierte, hatte zu Deutschland und Europa stets ein enges Verhältnis gepflegt; seine Witwe führte dieses Erbe in vielfältigem karitativem Engagement fort. In Pariser Regierungskreisen wurde die Verbindung zu Marokko besonders hervorgehoben, denn König Mohammed VI. hatte unmittelbar nach der Todesnachricht ein Kondolenzschreiben an die Tochter Claude Chirac gerichtet, in dem er seine tiefe Betroffenheit ausdrückte.
Als Vertreterin des Königs wurde Prinzessin Lalla Meryem bei ihrer Ankunft von Claude Chirac empfangen und nahm in der Basilika einen Ehrenplatz neben der französischen Première Dame ein. Auch die marokkanische Botschafterin in Paris, Samira Sitail, erwies der Verstorbenen die letzte Ehre. Aus Pariser und Rabater Perspektive unterstreicht diese Geste die historisch gewachsene, über Parteigrenzen hinausreichende Freundschaft. Gerade für die deutsch-französisch-maghrebinische Zusammenarbeit, etwa in Migrations- und Wirtschaftsfragen, bleibt das symbolische Gewicht solcher Kontinuitäten spürbar.
Die Trauerfeier machte sichtbar, wie sehr Bernadette Chirac über ihr unmittelbares politisches Umfeld hinaus geschätzt wurde. Beobachter in Brüssel und Berlin sehen darin ein Zeichen, dass die Ära Chirac noch immer Resonanz in den internationalen Beziehungen Frankreichs findet. Während die französische Innenpolitik längst von neuen Generationen geprägt ist, erinnerte der Abschied an eine Zeit, in der persönliche Bindungen zwischen Staatsführern und Monarchen ebenso prägend waren wie diplomatische Kanäle. Mit Bernadette Chirac ist eine der letzten Zeuginnen dieser Epoche gegangen.
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Die marokkanische Königsfamilie nahm aktiv an der Staatsbeerdigung von Bernadette Chirac teil, wobei Prinzessin Lalla Meryem König Mohammed VI. vertrat. Diese Anwesenheit unterstrich die tiefen und langjährigen bilateralen Beziehungen zwischen den beiden Nationen. Die Kondolenzbotschaft des Königs bekräftigte die starke Freundschaft und den gegenseitigen Respekt.
Die Beerdigung von Bernadette Chirac versammelte das französische politische Establishment, darunter ehemalige Präsidenten und ihre Ehepartner, zu einer feierlichen Zeremonie. Die Veranstaltung war ein Moment, in dem die politische Klasse einer Persönlichkeit Tribut zollte, die jahrzehntelang im Zentrum des öffentlichen Lebens Frankreichs stand. Die Anwesenheit von Brigitte Macron und anderen Würdenträgern unterstrich den nationalen Charakter der Ehrung.
Frankreich hielt ein Staatsbegräbnis für die frühere First Lady Bernadette Chirac ab, an dem prominente Persönlichkeiten aus Politik und Unterhaltung teilnahmen. Die Zeremonie würdigte ihre Jahre als First Lady und ihre eigene diskrete politische Rolle. Die Versammlung spiegelte den Respekt der Nation für eine Frau wider, die der Französischen Republik lange gedient hatte.
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