
Algerien überrollt Bolivien 4:0 – Drei Tore in fünf Minuten als WM-Ansage
In Kansas City demonstriert die algerische Nationalelf ihre Offensivkraft und schürt vor dem WM-Auftakt gegen Argentinien Zweifel an der eigenen Defensive.
Mit einem furiosen Sturmlauf binnen weniger Minuten hat Algerien im letzten Test vor der Weltmeisterschaft ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Die Nordafrikaner deklassierten Bolivien in Kansas City mit 4:0 (1:0) und entschieden die Partie durch eine schwindelerregende Phase, in der drei Tore innerhalb von nur fünf Minuten fielen. Während Verteidiger Aïssa Mandi kurz vor der Pause per Kopf die Führung besorgte (45.), sorgten Amine Gouiri mit einem Doppelschlag (56., 58.) und Anis Hadj Moussa (61.) für die vorzeitige Entscheidung. Aus algerischer Sicht war die Galavorstellung eine gelungene Generalprobe, die das Selbstvertrauen für die Gruppenphase-Endrunde stärken dürfte.
Bereits vor dem Anpfiff galten die Vorzeichen als ungleich. Bolivien, das bereits in seiner ersten Testpartie eine hohe Niederlage kassiert hatte, präsentierte sich auch im CPKC-Stadion als limitierter Sparringspartner. Dennoch nutzte das Team von Nationaltrainer Vladimir Petkovic die Gelegenheit, um taktische Varianten und Personaloptionen zu testen. Torhüter Ben Bout startete, ehe in Hälfte zwei Mastil eingewechselt wurde. Petkovic brachte zahlreiche Spieler zum Einsatz, was dennoch nicht die Struktur der Mannschaft beeinträchtigte. Die algerische Presse lobte die konzentrierte Leistung und wertete die Partie als überzeugenden Beleg für die WM-Reife.
Aus argentinischer Perspektive dürfte der Kantersieg mit besonderer Aufmerksamkeit registriert worden sein: Algerien trifft in der WM-Vorrunde auf Argentinien, und die Südamerikaner beobachteten die Partie genau. Argentinische Medien wie Radio Mitre kommentierten die «eindrucksvolle Serie von drei Treffern in fünf Minuten» und warnten vor der Konterstärke und Kaltschnäuzigkeit der Algerier. Allerdings offenbarte die Partie auch Defensivschwächen, die ein Team wie Argentinien auszunutzen vermag. Sollten die verwandlungsstarken Offensivspieler um Gouiri ähnliche Räume erhalten, könnte die Partie am 13. Juni jedoch zu einem echten Prüfstein werden.
Für die deutschsprachige Fußballgemeinde bleibt zudem die Personalsituation um Ramy Bensebaïni im Blick. Der Abwehrspieler von Borussia Dortmund laboriert, wie algerische Medien berichten, weiterhin an einer Verletzung und kam nicht zum Einsatz. Sein Fehlen in der Defensivzentrale könnte im Turnier zu einer Schwachstelle werden. Gleichzeitig unterstreichen die überzeugenden Auftritte der etatmäßigen Innenverteidiger die Tiefe des Kaders.
Der Sieg gegen Bolivien mag nur ein Test gewesen sein, doch die Botschaft ist angekommen: Algerien reist mit breiter Brust zur WM und wird vor allem über seine Offensive Spiele entscheiden wollen. Für Gegner wie Argentinien wird die Partie kein Selbstläufer, sondern ein Duell zweier Mannschaften mit außergewöhnlicher individueller Qualität im Angriff. Aus deutscher Sicht wird man besonders den Dortmunder Bensebaïni im Auge behalten, dessen Gesundung für die Ambitionen des Teams elementar sein könnte.
| Arabische Levante-Maghreb-Presse | +1.00 | aligned |
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| Lateinamerikanische Presse | −0.20 | neutral |
Algerien besiegt Bolivien in einem Freundschaftsspiel mit 4:0 und demonstriert damit seine WM-Tauglichkeit. Die Einwechslungen von Petkovic in der zweiten Halbzeit entfesseln die Offensivkraft. Der dominante Auftritt dient als Warnung an die Konkurrenz.
Algerien erzielt drei Tore in fünf Minuten und zerstört Bolivien, eine gefährliche Offensive vor dem Argentinien-Spiel offenbarend. Defensive Schwächen könnten den südamerikanischen Rivalen jedoch Mut machen. Wenige Tage vor der WM-Eröffnung präsentieren sich die Nordafrikaner in blendender Verfassung.
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