
Taxifahrer in Marokko und Argentinien fordern Regulierung von Fahrdienst-Apps
In Casablanca und La Plata protestieren Taxifahrer gegen unregulierte Plattformen wie Uber und Didi und verlangen von den Behörden klare rechtliche Rahmenbedingungen.
In mehreren Städten Marokkos, allen voran in Casablanca, sowie in der argentinischen Stadt La Plata eskalieren derzeit die Auseinandersetzungen zwischen traditionellen Taxifahrern und Fahrern, die über Smartphone-Applikationen Personentransporte anbieten. In beiden Ländern fehlt es an einem rechtlichen Rahmen für diese Dienste, was nach Darstellung der Taxigewerkschaften zu einem Zustand faktischer Illegalität und unlauterem Wettbewerb führt.
In Marokko berichten Gewerkschaftsvertreter von wiederholten Blockadeaktionen, bei denen Taxifahrer Fahrzeuge der App-Anbieter an der Weiterfahrt hindern. Der Vorsitzende des Gewerkschaftsbunds für Straßentransport, Seddik Boudjeraa, erklärte gegenüber Hespress, die Lage werde sich nicht lange halten, da der Sektor vor einem tiefgreifenden Wandel stehe. Er verwies auf die schrittweise Digitalisierung, etwa durch den biometrischen Berufsführerschein, und betonte, dass nicht alle Taxifahrer grundsätzlich gegen die Apps seien. Vielmehr fordere seine Gewerkschaft seit langem eine beschleunigte Regulierung, um der gegenwärtigen „Anarchie“ ein Ende zu setzen. Ähnlich äußerte sich Samir Farabi, Generalsekretär der Demokratischen Transportgewerkschaft: Eine Koexistenz sei nur in einem klaren Ordnungsrahmen möglich, der vorrangig die bereits seit Jahren tätigen Berufsfahrer integriere, bevor neue Lizenzen vergeben würden.
In La Plata hat der Verband CATA unter Leitung von Raúl Caballero beim Stadtrat eine formelle Beschwerde eingereicht und fordert die Feststellung des rechtlichen Status von Uber und Didi. Nach Angaben des Verbands operieren die Plattformen ohne jede kommunale Verordnung und damit „in absoluter Illegalität und Heimlichkeit“. CATA verlangt verstärkte Kontrollen, empfindliche Geldstrafen und die Beschlagnahmung von Fahrzeugen. Die Organisation verweist zudem auf die ungleichen Belastungen: App-Fahrer entrichteten weder Gewerbesteuern noch kommunale Abgaben und verfügten über keine Berufsfahrerlizenz. Die wirtschaftliche Not der Taxibranche unterstreicht CATA mit Zahlen: Von 2.131 zugelassenen Taxikonzessionen seien wegen gestiegener Unterhaltskosten und sinkender Fahrgastzahlen nur noch rund 1.500 Fahrzeuge aktiv.
Die nächsten Schritte liegen nun bei den politischen Institutionen. In La Plata ist der Stadtrat aufgefordert, über die Petitionen der Taxiverbände zu befinden; zugleich demonstrierten dort auch App-Fahrer für eine Legalisierung ihrer Tätigkeit. In Marokko richten sich die Appelle an die Regierung, den seit 2022 laufenden Regulierungsprozess zu beschleunigen und ein verbindliches Pflichtenheft für alle Anbieter zu schaffen.
| Arabische Levante-Maghreb-Presse | −0.30 | critical |
|---|---|---|
| Lateinamerikanische Presse | −0.50 | critical |
Marokkanische Taxigewerkschaften fordern den Staat auf, Ride-Hailing-Apps zu regulieren, um das Chaos zu beenden.
Der Block legitimiert seine Forderung, indem er den Konflikt als Bedrohung für die öffentliche Ordnung und die Nachhaltigkeit des Sektors darstellt.
Er lässt die Argumente der Plattformen und die Vorteile für die Nutzer aus.
Taxifahrer in La Plata fordern den Stadtrat auf, Ride-Hailing-Apps abzulehnen, und verteidigen ihr Recht auf Arbeit.
Der Block stellt die Apps als existenzielle Bedrohung dar und ruft zu institutionellem Eingreifen auf, um Arbeiter zu schützen.
Er ignoriert die Nutzernachfrage und die Möglichkeit der Integration von Diensten.
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