
Argentinien: Peso verliert an Wert, Dollarreserven übersteigen 50 Milliarden
Der offizielle Dollar bleibt zunächst stabil, doch die Markterwartungen deuten auf eine beschleunigte Abwertung des Peso in der zweiten Jahreshälfte hin.
Der argentinische Peso hat die erste Augustwoche mit einer klaren Abwertungstendenz beendet. Am offiziellen Markt notierte der Dollar am Samstag bei 1.470 Pesos im Ankauf und 1.520 im Verkauf (Banco Nación) – unverändert gegenüber dem Freitagsschluss. Die Zentralbank setzte ihre Dollarankäufe fort: Am Mittwoch wurde der sechste Handelstag in Folge mit Käufen verzeichnet, womit die bruttointernationalen Reserven die Schwelle von 50 Milliarden Dollar überstiegen – der höchste Stand seit September 2019.
Laut der jüngsten Umfrage zu Markterwartungen (REM) der Zentralbank beschleunigt sich die projizierte Abwertung des Peso in der zweiten Jahreshälfte. Für den Großhandelskurs erwarten die Analysten im August durchschnittlich 1.513 Pesos, im September 1.548, im Oktober 1.589, im November 1.621 und im Dezember 1.673. Zugleich wird für Juli eine Inflation von über zwei Prozent erwartet.
Am Samstag lagen die parallelen Kurse dicht beieinander: Das Dollar-Blue notierte bei 1.505 im Ankauf und 1.525 im Verkauf, die Lücke zum offiziellen Kurs beträgt zwei Prozent. Der Dollar MEP wurde mit 1.520,30 zu 1.528,10 gehandelt, der Dollar CCL mit 1.578,40 zu 1.580,70. Der Kreditkartendollar steht bei 1.976 Pesos; die Steuerlast beträgt nach Angaben von Clarín insgesamt 60 Prozent – 30 Prozent Impuesto-PAIS und 30 Prozent Einkommensteuer.
Außerhalb Argentiniens zeigt der mexikanische Peso Stärke: Er notiert bei 17,13 je Dollar und bleibt damit unter der Marke von 17,50. Der Euro wird in Brasilien zu 5,89 Real, in Peru zu 3,91 Soles, in Mexiko zu 19,82 Pesos und in Venezuela zu 875 Bolívares gehandelt. Der marokkanische Dirham wertete gegenüber dem Dollar um 0,8 Prozent auf, verlor aber 0,6 Prozent gegen den Euro; die Reserven Marokkos beliefen sich Ende Juli auf 498 Milliarden Dirham. Die indonesische Rupiah legte um 0,69 Prozent auf 17.897 je Dollar zu.
Nächster Beobachtungspunkt: Am Montag, dem 10. August, nehmen die Banken in Argentinien den Handel wieder auf – der offizielle Dollar startet erwartungsgemäß auf dem Niveau des Freitagsschlusses von 1.470/1.520.
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| Arabische Levante-Maghreb-Presse | +0.40 | aligned |
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Der Dollar und der Euro bewegen sich um wenige Basispunkte: Jedes Land hat seinen eigenen Kurs, offiziell oder parallel, und die Wirkung ist an den Märkten und in den Geldbörsen spürbar.
Indem das Bild in viele nationale Kurse zerlegt wird, wird die Bewegung normalisiert: Jede Veränderung ist klein und kontextualisiert.
Der jährliche Rückgang des Euro und der Vergleich mit anderen Schwellenländerwährungen werden nicht erwähnt; das Bild bleibt auf den einzelnen Tag beschränkt.
Der Dirham wertet gegenüber dem Dollar um 0,8% auf und die Reserven erreichen Rekordniveau: Die äußere Solidität des Landes ist bestätigt. Der Rückgang gegenüber dem Euro ist marginal und beeinträchtigt das positive Bild nicht.
Selektive Betonung: Die günstige Zahl (Dollar) wird hervorgehoben, während die ungünstige (Euro) als marginal heruntergespielt wird.
Die Abwertung von 0,6% gegenüber dem Euro und der Kontext des jährlichen Rückgangs der Einheitswährung werden weggelassen; der Vergleich ist nur wöchentlich.
Rupiah perkasa: Innerhalb einer Woche gewinnt sie 0,69% gegenüber dem Dollar, und der Markt sieht einen positiven Trend. Die Stärke der Währung spiegelt die wirtschaftliche Stabilität wider.
Personifizierung der Währung: Die Zuschreibung heroischer Qualitäten („perkasa") an die Rupiah macht aus einer statistischen Zahl einen nationalen Sieg.
Der Rückgang des Euro und die lateinamerikanischen Währungen werden nicht erwähnt; der Vergleich erfolgt nur mit dem Dollar, und Umkehrrisiken werden ausgelassen.
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