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Wissenschaft & GesundheitDonnerstag, 11. Juni 2026

Artemis III: NASA gibt internationale Crew für orbitalen Testflug bekannt

Die NASA hat vier Astronauten für die Artemis-III-Mission ausgewählt, darunter den Italiener Luca Parmitano – ein bedeutender Schritt für Europas Rolle in der bemannten Raumfahrt.

Die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA hat die Besatzung der Artemis-III-Mission bekannt gegeben und damit einen weiteren Meilenstein für die internationale Zusammenarbeit gesetzt. Kommandant der im Herbst 2027 startenden Mission ist Randy Bresnik, ein Veteran des Space-Shuttle-Programms und der Internationalen Raumstation. Als Pilot fungiert der Italiener Luca Parmitano von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), der bereits zwei Langzeitaufenthalte im All absolviert hat. Ihm zur Seite stehen die Missionsspezialisten Frank Rubio – der erste Hispanoamerikaner auf einem Artemis-Flug – und Andre Douglas. Der knapp zweiwöchige Einsatz soll in einer erdnahen Umlaufbahn stattfinden und entspricht damit nicht mehr dem ursprünglichen Plan, der eine Mondlandung vorsah.

Anders als noch vor einigen Jahren konzipiert, dient Artemis III nun als orbitaler Testflug. Im Mittelpunkt steht das automatisierte Andocken der Orion-Kapsel an eine Mondlandefähre – ein kritisches Manöver, das für spätere Landemissionen beherrscht werden muss. Die Verschiebung der eigentlichen Mondlandung auf frühestens 2028 spiegelt die technischen und budgetären Herausforderungen des Programms wider. Aus Washingtoner Sicht ist dieser Schritt jedoch notwendig, um Risiken zu minimieren und die Sicherheit der künftigen Crews zu gewährleisten.

Die Auswahl Parmitanos unterstreicht das wachsende Gewicht Europas in der bemannten Raumfahrt. Der sizilianische Testpilot zeigte sich in italienischen Medien tief bewegt: «Aus emotionaler Sicht gibt es keine Worte, um diesen Moment vollständig zu beschreiben – es ist die Verwirklichung eines Traums.» Er empfinde es als Privileg und Verpflichtung, das erworbene Wissen weiterzugeben. In europäischen Raumfahrtkreisen wertet man die Nominierung als Beleg für die Zuverlässigkeit der von Airbus in Bremen gefertigten Servicemodule der Orion-Kapsel. Vor allem Deutschland als größter ESA-Beitragszahler profitiert von solchen Missionen durch langfristige Industrieaufträge und die Stärkung des Technologiestandorts.

Für das Artemis-Programm insgesamt bleibt der Zeitplan ambitioniert. Die NASA hält offiziell am Ziel fest, noch in diesem Jahrzehnt wieder Menschen auf den Mond zu bringen und dort eine dauerhafte Präsenz aufzubauen. Beobachter verweisen jedoch auf wiederholte Verzögerungen und Kostensteigerungen, die insbesondere das Space Launch System und die Entwicklung der Landefähre betreffen. Die Einbindung internationaler Partner wie der ESA gilt als strategisch wichtig, um die finanzielle Last zu verteilen und politische Unterstützung im Kongress zu sichern.

Für die deutschsprachigen Länder Europas eröffnet das Artemis-Programm langfristig attraktive Perspektiven. Neben industriellen Beteiligungen winkt die Aussicht, im kommenden Jahrzehnt erstmals einen europäischen Astronauten auf der Mondoberfläche zu sehen. Luca Parmitano bringt dafür als Pilot von Artemis III beste Voraussetzungen mit. Der Erfolg der bevorstehenden Testmission wird maßgeblich darüber entscheiden, ob die Rückkehr zum Mond im geplanten Zeitrahmen gelingt und welche Rolle Europa dabei spielen kann.

Divergenz — wer erzählt sie wie
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3 Blöcke · Positionen von −0.70 bis +0.80
KritischWohlwollend
ATLCINLAT
Abweichung zwischen Presseblöcken
Atlantische / angloamerikanische Presse+0.80aligned
Chinesische Presse−0.50critical
Lateinamerikanische Presse−0.70critical
Atlantische / angloamerikanische Presse+0.80

Die Bekanntgabe der Artemis-III-Besatzung ist ein Triumph der amerikanischen Führungsrolle und der internationalen Zusammenarbeit und präsentiert ein vielfältiges Team von Astronauten aus verbündeten Nationen. Diese Mission symbolisiert die dauerhafte Stärke des atlantischen Bündnisses und seine gemeinsame Vision einer friedlichen Erkundung, die den Weg für eine neue Ära der Mondentdeckungen ebnet.

TriumphPragmatismus
Chinesische Presse−0.50

Die Festlegung der Artemis-III-Besatzung erfolgt zu einer Zeit, in der Washington seine Dominanz im Weltraum wiederherstellen will, doch der Ausschluss großer Raumfahrtnationen wie China offenbart ein geopolitisches Instrument anstelle echter internationaler Zusammenarbeit. Peking treibt seine eigenen lunaren Ambitionen mit Partnern durch die Internationale Mondforschungsstation voran und fördert ein inklusiveres Modell der Weltraumforschung.

SkepsisPragmatismus
Lateinamerikanische Presse−0.70

Die Ankündigung der Artemis-III-Besatzung, obwohl in der Sprache der Zusammenarbeit gehalten, unterstreicht eine neue Phase der US-amerikanischen Raumfahrt-Hegemonie, die militärische und unternehmerische Interessen über die Bedürfnisse des globalen Südens stellt. Milliarden werden für das lunare Spektakel ausgegeben, während irdische Krisen von Wasserknappheit bis Armut ungelöst bleiben und eine verzerrte Weltordnung offenlegen.

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Donnerstag, 11. Juni 2026

Artemis III: NASA gibt internationale Crew für orbitalen Testflug bekannt

Die NASA hat vier Astronauten für die Artemis-III-Mission ausgewählt, darunter den Italiener Luca Parmitano – ein bedeutender Schritt für Europas Rolle in der bemannten Raumfahrt.

Die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA hat die Besatzung der Artemis-III-Mission bekannt gegeben und damit einen weiteren Meilenstein für die internationale Zusammenarbeit gesetzt. Kommandant der im Herbst 2027 startenden Mission ist Randy Bresnik, ein Veteran des Space-Shuttle-Programms und der Internationalen Raumstation. Als Pilot fungiert der Italiener Luca Parmitano von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), der bereits zwei Langzeitaufenthalte im All absolviert hat. Ihm zur Seite stehen die Missionsspezialisten Frank Rubio – der erste Hispanoamerikaner auf einem Artemis-Flug – und Andre Douglas. Der knapp zweiwöchige Einsatz soll in einer erdnahen Umlaufbahn stattfinden und entspricht damit nicht mehr dem ursprünglichen Plan, der eine Mondlandung vorsah.

Anders als noch vor einigen Jahren konzipiert, dient Artemis III nun als orbitaler Testflug. Im Mittelpunkt steht das automatisierte Andocken der Orion-Kapsel an eine Mondlandefähre – ein kritisches Manöver, das für spätere Landemissionen beherrscht werden muss. Die Verschiebung der eigentlichen Mondlandung auf frühestens 2028 spiegelt die technischen und budgetären Herausforderungen des Programms wider. Aus Washingtoner Sicht ist dieser Schritt jedoch notwendig, um Risiken zu minimieren und die Sicherheit der künftigen Crews zu gewährleisten.

Die Auswahl Parmitanos unterstreicht das wachsende Gewicht Europas in der bemannten Raumfahrt. Der sizilianische Testpilot zeigte sich in italienischen Medien tief bewegt: «Aus emotionaler Sicht gibt es keine Worte, um diesen Moment vollständig zu beschreiben – es ist die Verwirklichung eines Traums.» Er empfinde es als Privileg und Verpflichtung, das erworbene Wissen weiterzugeben. In europäischen Raumfahrtkreisen wertet man die Nominierung als Beleg für die Zuverlässigkeit der von Airbus in Bremen gefertigten Servicemodule der Orion-Kapsel. Vor allem Deutschland als größter ESA-Beitragszahler profitiert von solchen Missionen durch langfristige Industrieaufträge und die Stärkung des Technologiestandorts.

Für das Artemis-Programm insgesamt bleibt der Zeitplan ambitioniert. Die NASA hält offiziell am Ziel fest, noch in diesem Jahrzehnt wieder Menschen auf den Mond zu bringen und dort eine dauerhafte Präsenz aufzubauen. Beobachter verweisen jedoch auf wiederholte Verzögerungen und Kostensteigerungen, die insbesondere das Space Launch System und die Entwicklung der Landefähre betreffen. Die Einbindung internationaler Partner wie der ESA gilt als strategisch wichtig, um die finanzielle Last zu verteilen und politische Unterstützung im Kongress zu sichern.

Für die deutschsprachigen Länder Europas eröffnet das Artemis-Programm langfristig attraktive Perspektiven. Neben industriellen Beteiligungen winkt die Aussicht, im kommenden Jahrzehnt erstmals einen europäischen Astronauten auf der Mondoberfläche zu sehen. Luca Parmitano bringt dafür als Pilot von Artemis III beste Voraussetzungen mit. Der Erfolg der bevorstehenden Testmission wird maßgeblich darüber entscheiden, ob die Rückkehr zum Mond im geplanten Zeitrahmen gelingt und welche Rolle Europa dabei spielen kann.

Divergenz — wer erzählt sie wie
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Die Bekanntgabe der Artemis-III-Besatzung ist ein Triumph der amerikanischen Führungsrolle und der internationalen Zusammenarbeit und präsentiert ein vielfältiges Team von Astronauten aus verbündeten Nationen. Diese Mission symbolisiert die dauerhafte Stärke des atlantischen Bündnisses und seine gemeinsame Vision einer friedlichen Erkundung, die den Weg für eine neue Ära der Mondentdeckungen ebnet.

TriumphPragmatismus
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Die Festlegung der Artemis-III-Besatzung erfolgt zu einer Zeit, in der Washington seine Dominanz im Weltraum wiederherstellen will, doch der Ausschluss großer Raumfahrtnationen wie China offenbart ein geopolitisches Instrument anstelle echter internationaler Zusammenarbeit. Peking treibt seine eigenen lunaren Ambitionen mit Partnern durch die Internationale Mondforschungsstation voran und fördert ein inklusiveres Modell der Weltraumforschung.

SkepsisPragmatismus
Lateinamerikanische Presse−0.70

Die Ankündigung der Artemis-III-Besatzung, obwohl in der Sprache der Zusammenarbeit gehalten, unterstreicht eine neue Phase der US-amerikanischen Raumfahrt-Hegemonie, die militärische und unternehmerische Interessen über die Bedürfnisse des globalen Südens stellt. Milliarden werden für das lunare Spektakel ausgegeben, während irdische Krisen von Wasserknappheit bis Armut ungelöst bleiben und eine verzerrte Weltordnung offenlegen.

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