
Indien und Südostasien treiben globale Industrie im Juli, Russland und China schwächeln
Während Indien und die meisten ASEAN-Staaten im Juli robuste Zuwächse verzeichneten, fiel Chinas Industrie-PMI unter die Expansionsschwelle – und Russland blieb knapp über ihr.
Die globalen Industriekonjunkturdaten für Juli 2026 zeichnen ein geteiltes Bild: In Indien weitete sich die Fabrikaktivität zwar etwas langsamer als im Juni, aber mit 53,5 Punkten weiterhin deutlich aus, wie der von HSBC erhobene S&P-Global-Index zeigt. Der Wert liegt klar über der 50-Punkte-Marke, die Wachstum von Schrumpfung trennt. In Russland kletterte der PMI für das verarbeitende Gewerbe von 50,3 auf 50,7 Punkte – das stärkste Plus seit Januar 2025, wie aus einer Mitteilung von S&P Global hervorgeht. Dagegen sackte Chinas offizieller Einkaufsmanagerindex im Juli auf 49,2 Punkte ab, den tiefsten Stand seit fünf Monaten; Werte unter 50 signalisieren Schrumpfung.
Indien profitierte vor allem von einer robusten Exportnachfrage: Hersteller meldeten vermehrte Aufträge aus Ländern wie Kanada, Ägypten, Indonesien, Kenia, Nepal, Südafrika, Thailand und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Gleichzeitig entspannten sich die Lieferketten, sodass die Fertigwarenlager so schnell wie seit über elf Jahren nicht mehr anwuchsen. In Südostasien erholte sich der regionale Einkaufsmanagerindex von seinem Elfmonatstief im Juni (50,5) auf 52,8 Punkte, wie S&P Global mitteilte. Thailand führte die Region mit 54,2 Punkten an, gefolgt von Vietnam (52,9). Die Erholung sei darauf zurückzuführen, dass die Belastungen durch den Nahostkonflikt nachgelassen hätten, so Maryam Baluch, Ökonomin bei S&P Global Market Intelligence.
Im russischen Industriesektor wurde der Anstieg des PMI allein durch die Binnennachfrage getragen, während die Exportaufträge so stark schrumpften wie zuletzt im Oktober 2022. Die Unternehmen berichteten zudem von einem beschleunigten Kostenanstieg – der stärkste seit Januar 2026 – den sie an die Kunden weitergaben. Die Beschäftigung ging weiter zurück, wenn auch langsamer als zuvor, und die Geschäftsaussichten fielen auf den niedrigsten Stand seit Mai 2020. Aus Sicht von S&P Global bleibt der russische Sektor damit fragil, obwohl die Gesamtaktivität den höchsten Stand seit 18 Monaten erreicht hat.
China leidet unter einem deutlichen Nachlassen der heimischen Nachfrage. Der PMI für Konsumgüter fiel von 50,2 auf 47,8 Punkte, während sich Hochtechnologiebranchen mit 53,3 Punkten stabil hielten. Auch Dienstleistungen und Baugewerbe schrumpften – der zusammengefasste Index fiel auf 49,3 Punkte. Nach Einschätzung von Beobachtern in Peking ist die Belebung der Wirtschaft zunehmend davon abhängig, ob es gelingt, Handelskonflikte mit den USA und der EU zu entschärfen. Wie die „Lenta.ru“ berichtet, haben beide Seiten bereits Verhandlungen über eine gegenseitige Senkung von Zöllen auf Waren im Wert von rund 30 Milliarden Dollar aufgenommen, und China bietet der EU verstärkte Investitionen in lokale Produktion an, um die Zölle auf Elektroautos zu senken. Ob diese Kompromisse zustande kommen, bleibt abzuwarten. Als nächster datenseitiger Prüfstein gilt die Veröffentlichung der chinesischen Industrie- und Handelsdaten für August.
| Russische & GUS-Presse | −0.40 | critical |
|---|---|---|
| Indische & südasiatische Presse | +0.50 | aligned |
| Südostasiatische Presse | +0.60 | aligned |
Russland beobachtet die Verlangsamung seines wichtigsten Handelspartners China mit Sorge und hebt gleichzeitig sein eigenes bescheidenes verarbeitendes Wachstum hervor.
Das Framing verbindet die chinesische Kontraktion mit russischen Handelsinteressen und schafft einen Kontrapunkt zwischen externer Schwäche und interner Widerstandsfähigkeit.
Lässt die gleichzeitige verarbeitende Expansion in Indien und Südostasien aus, die die Vorstellung einer regionalen Krise abschwächen würde.
Indien präsentiert sich als wachsendes verarbeitendes Zentrum, mit Exporten als Hauptmotor, trotz einer leichten Verlangsamung.
Die Erzählung isoliert Indiens Erfolg vom regionalen Kontext der chinesischen Kontraktion und betont interne Faktoren und ausländische Nachfrage.
Lässt die chinesische verarbeitende Kontraktion aus, die Indiens Leistung überschatten oder auf regionale Fragilität hindeuten könnte.
Südostasien feiert die regionale verarbeitende Erholung und betont die weit verbreitete Verbesserung und den Geschäftsoptimismus, trotz der Ausnahme von Myanmar.
Universalisierung der Erholung, indem sie als kohärentes regionales Phänomen dargestellt wird, die Ausnahme Myanmars heruntergespielt und die chinesische Kontraktion ignoriert wird.
Lässt die chinesische verarbeitende Kontraktion und die indische Verlangsamung aus, die die Erholung in ein kontrastreicheres regionales Bild setzen könnten.
Erweitere deinen Horizont
Trump setzt geplante Großangriffe auf Iran aus und knüpft Bedingungen an rasche Einigung
2 Sprachen · 74 Quellen
Aus TechnologyChery Q erhält auf der GIIAS 2026 über 6.000 Vorbestellungen
1 Sprache · 15 Quellen
Aus Science & HealthZeitfenster von acht Stunden beim Essen verbessert kognitive Fähigkeiten
4 Sprachen · 10 Quellen