
Bellingham gesteht interne Defizite: Englands Lehren aus dem EM-Scheitern für die WM 2026
Jude Bellingham räumt mangelnden Zusammenhalt während der Europameisterschaft ein, sieht die Mannschaft aber für die Weltmeisterschaft in Amerika besser gerüstet – Thomas Tuchel warnt indes vor überzogenen Erwartungen.
Vor dem Hintergrund der nahenden Weltmeisterschaft in Nordamerika hat Englands Mittelfeldstar Jude Bellingham erstmals offen eingeräumt, dass das Team bei der EM 2024 „einiges neben dem Platz falsch gemacht“ habe. Obwohl die Three Lions bis ins Finale vordrangen und Spanien nur knapp unterlagen, herrschte hinter den Kulissen eine angespannte Atmosphäre. Bellingham selbst fühlte sich nach dem verlorenen Endspiel als Sündenbock abgestempelt und sprach von einem fehlenden Wir-Gefühl, das durch die enorme Erwartungshaltung zusätzlich belastet worden sei. Die Mannschaft sei nie wirklich zu einer Einheit zusammengewachsen – ein Manko, das trotz individueller Klasse den Ausschlag gab.
Die internationale Presselandschaft hat Bellinghams Worte aufmerksam registriert. Während britische Medien die teaminterne Dynamik und die Rolle des inzwischen zurückgetretenen Trainers Gareth Southgate analysieren, erörtern Beobachter im asiatischen Raum, etwa die indonesische Tribunnews, die Lehren aus dem Scheitern. Dort wird England ungeachtet der internen Querelen als einer der Favoriten für die WM 2026 gehandelt, doch die mangelnde Geschlossenheit gilt als Menetekel. Afrikanische Berichte, etwa aus Ghana, verweisen unterdessen auf die makellose WM-Qualifikation unter dem neuen Coach Thomas Tuchel, geben aber zu bedenken, dass die Gegner kaum als Gradmesser taugten.
Der Deutsche Tuchel, im vergangenen Herbst mit dem klaren Auftrag verpflichtet, Englands 60-jährige Trophäenabstinenz zu beenden, hat sich stets bemüht, die Erwartungen zu dämpfen. „Ich sehe nicht, warum wir uns selbst als große Favoriten sehen sollten“, erklärte er bei seiner Vorstellung. Bellingham bestätigt nun, dass das Team unter Tuchel einen engeren Zusammenhalt entwickelt habe. Die mühelose Qualifikation mit acht Siegen und 22:0 Toren kann dabei nicht über die eigentliche Herausforderung hinwegtäuschen: Erst in K.o.-Spielen gegen Spitzenmannschaften wird sich zeigen, ob die psychologische Reifung ausreicht, um das jahrzehntelange Trauma zu überwinden.
Der Ausblick auf das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada ist daher von verhaltener Zuversicht geprägt. Englands Kader zählt fraglos zu den tiefsten und talentiertesten weltweit, doch die Frage nach der mentalen Stabilität bleibt zentral. Wie schon bei der EM wird der Erfolg maßgeblich davon abhängen, ob die Ansammlung von Stars tatsächlich zu einer Einheit findet. Für den deutschen Fußball und seine Nachbarn ist diese Entwicklung nicht ohne Interesse: Sollte Tuchel mit dem Erzrivalen triumphieren, würde dies die europäische Hackordnung nachhaltig verändern und eine neue Ära englischer Dominanz einläuten. Noch aber überwiegt die Skepsis – und die Welt wartet darauf, ob die Three Lions ihre Lektion tatsächlich gelernt haben.
| Atlantische / angloamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
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| Subsaharisch-afrikanische Presse | −0.10 | neutral |
| Südostasiatische Presse | −0.20 | neutral |
Jude Bellingham räumte ein, dass der Zusammenhalt der englischen Mannschaft abseits des Platzes während des Einzugs ins Finale der Euro 2024 mangelhaft war. Er glaubt, dass das Team aus dieser Erfahrung gelernt hat und nun vor der Weltmeisterschaft geeinter ist.
Bellinghams Äußerungen über die außerplatzlichen Probleme Englands bei der Euro 2024 kommen zu einer Zeit, in der Trainer Tuchel vor den Startplätzen warnt. Die Mannschaft wird aufgefordert, echte Einheit aufzubauen, wenn sie jahrzehntelange Turnierenttäuschungen beenden will.
Jude Bellingham hat die interne Zerrissenheit offengelegt, die zum Scheitern Englands bei der Euro 2024 beigetragen hat. Die Three Lions bemühen sich nun, geschlossener zu wirken, während sie sich auf die WM 2026 vorbereiten.
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