
EU plant Lieferketten-Diversifizierung: Mindestens drei Zulieferer für kritische Komponenten
Brüssel will europäische Unternehmen zwingen, kritische Importe aus mindestens drei Quellen zu beziehen, um die Abhängigkeit von China zu reduzieren. Ein neuer Vorstoß zur wirtschaftlichen Sicherheit.
Die Europäische Union bereitet einen weitreichenden Vorstoß zur Stärkung ihrer wirtschaftlichen Resilienz vor. Wie aus Kreisen der EU-Kommission verlautet, sollen Unternehmen in Schlüsselbranchen wie der chemischen Industrie und dem Maschinenbau künftig verpflichtet werden, kritische Komponenten von mindestens drei verschiedenen Lieferanten aus unterschiedlichen Ländern zu beziehen. Der Anteil eines einzelnen Anbieters soll auf maximal 40 Prozent des Endprodukts begrenzt werden, berichten übereinstimmend die „Financial Times“ und weitere Nachrichtenagenturen. Der Plan, der am 29. Mai dem Kommissionskollegium vorgelegt werden soll, zielt darauf ab, die strategische Abhängigkeit von China zu verringern und die Versorgungssicherheit in Krisenzeiten zu erhöhen.
Diese regulatorische Verschärfung trifft auf eine chinesische Industrie, die bei der Expansion nach Europa oft mit einem strukturellen Defizit kämpft: der mangelnden Bereitschaft, in rechtsberatende Dienstleistungen zu investieren. Wie die „South China Morning Post“ unter Berufung auf Brüsseler Anwälte berichtet, scheitern chinesische Unternehmen nicht selten an der Komplexität europäischer Regularien, weil sie auf umfassende juristische Due-Diligence-Prüfungen verzichten. Ein geplantes Batteriewerk in Belgien sei daran gescheitert, dass der Investor kein Rechtsgutachten in Auftrag gab – ein Muster, das angesichts der neuen Diversifizierungspflicht noch folgenreicher werden dürfte.
Aus Brüsseler Sicht ist die Maßnahme ein Baustein einer umfassenderen Strategie zur wirtschaftlichen Sicherheit. Handelskommissar Maroš Šefčovič hat bereits höhere Zölle auf chinesische Produkte ins Spiel gebracht, um europäische Hersteller zu schützen. Beobachter in Peking hingegen sehen darin eine protektionistische Wende, die den globalen Handel weiter fragmentieren könnte. Die EU betont dagegen, dass die Regeln nicht diskriminierend seien, sondern lediglich ein Mindestmaß an Diversifizierung vorschrieben – vergleichbar mit ähnlichen Vorgaben in den USA oder Japan.
Die Pläne befinden sich noch in einem frühen Stadium und dürften auf heftigen Widerstand sowohl aus der Industrie als auch aus Handelsnationen stoßen. Deutsche und österreichische Unternehmen, die stark in chinesische Lieferketten eingebunden sind, müssten ihre Beschaffungsstrategien grundlegend überdenken. Für die Schweiz, die als Nicht-EU-Mitglied eigene Wege gehen kann, könnten sich neue Nischen als alternativer Lieferant auftun. Langfristig zeichnet sich ab, dass geopolitische Spannungen die globale Arbeitsteilung neu ordnen – mit weitreichenden Folgen für die Kostenstruktur und Wettbewerbsfähigkeit europäischer Industrien.
| Arabische Golfpresse | 0.00 | neutral |
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| Russische & GUS-Presse | −0.20 | neutral |
| Japanisch-koreanische Presse | 0.00 | neutral |
Brussels will force European companies to diversify supply chains, capping single-supplier purchases at 40%. The move is clearly aimed at reducing reliance on China, with global trade implications.
The EU develops new rules to force companies to cut purchases of Chinese components, imposing 30-40% limits per supplier. Meanwhile, Brussels shows flexibility toward Ukraine on steel quotas and considers 'punitive' tariffs against Beijing.
The EU will force companies to diversify suppliers, limiting purchases from a single supplier to 30-40%, aiming to reduce dependence on China. The news is reported by FT.
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