
CORE und LPEM FEB UI sehen indonesisches Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal 2026 unter 5 Prozent
Während die Regierung optimistisch bleibt, verweisen die Forschungsinstitute auf schwachen Konsum, ein Handelsdefizit und den Rupiah-Verfall als Bremsfaktoren.
Das indonesische Wirtschaftswachstum wird sich im zweiten Quartal 2026 nach Prognosen zweier Forschungsinstitute deutlich abkühlen. Das Center of Reform on Economics (CORE) beziffert die Zunahme des Bruttoinlandsprodukts auf 4,8 bis 4,9 Prozent im Jahresvergleich, das LPEM FEB UI der Universität Indonesia auf 4,80 Prozent. Im ersten Quartal hatte die Rate noch 5,61 Prozent betragen.
Als Ursachen nennen die Ökonomen eine gedrückte Binnennachfrage. CORE verweist auf den schwachen privaten Konsum, ein Defizit in der Handelsbilanz sowie gestiegene Energiepreise. Die Abwertung der Rupiah auf zeitweise 18.000 je US-Dollar habe Importe und Produktionskosten verteuert und die Margen der Industrie belastet; der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe fiel im Juni auf 46,9 Punkte. Das LPEM FEB UI ergänzt einen statistischen Basiseffekt aus dem Vorjahresquartal (5,12 Prozent) und das Ausbleiben des saisonalen Ramadan-Schubs. Zudem habe die Anhebung des Pertamax-Preises die Kaufkraft geschmälert, das Verbrauchervertrauen sank von 123,0 im April auf 117,8 im Juni, und die Inflation zog auf 3,34 Prozent an.
Demgegenüber hält die Regierung an ihrer Erwartung fest. Koordinierungsminister Airlangga Hartarto sagte am 30. Juli, das Wachstum werde „über 5 Prozent“ liegen, gestützt auf Investitionen und staatliche Anreize. CORE warnt indes vor Arbeitsmarktfolgen: Sollte die Expansion unter 5 Prozent bleiben, könne die Schaffung formeller Stellen stocken und der Druck auf Beschäftigung zunehmen, was wiederum den Konsum belaste.
Die offiziellen Zahlen zum zweiten Quartal stehen noch aus. Die auseinanderlaufenden Einschätzungen unterstreichen die Unsicherheit über die Tragfähigkeit der Binnennachfrage angesichts externer Schocks und geldpolitischer Belastungen.
| Lateinamerikanische Presse | −0.40 | critical |
|---|---|---|
| Südostasiatische Presse | −0.20 | neutral |
| Kontinentaleuropäische Presse | +0.10 | neutral |
Lateinamerika verzeichnet gemischte Signale: Argentinien sinkt, Mexiko hält, aber der private Konsum ist überall fragil.
Die Erzählung wechselt zwischen positiven und negativen Daten, um anzudeuten, dass die Region keine klare Richtung hat, und ruft zur Vorsicht auf.
Die Materialien lassen den globalen Kontext externer Schocks und Abkühlung aus und konzentrieren sich stattdessen auf Inlandskonsum und Inflation.
Indonesien blickt skeptisch auf offizielle Schätzungen: unabhängige Thinktanks sehen ein Wachstum unter 5 % und bezweifeln die Erholungsaussichten.
Die Erzählung stützt sich auf die Autorität unabhängiger Experten, um dem Optimismus der Regierung entgegenzutreten, und präsentiert eine technische Gegenerzählung auf der Grundlage konkreter Indikatoren.
Die Analysen lassen den möglichen Impuls durch öffentliche Investitionen und Anreize aus und konzentrieren sich ausschließlich auf Abwärtsrisiken.
Italien verzeichnet ein leicht über den Erwartungen liegendes Wachstum, warnt aber vor fragilen Konsum- und Realeinkommensverhältnissen und stützt sich auf Investitionen und Exporte, um das BIP zu stützen.
Die Erzählung folgt einer 'Ja, aber'-Struktur: Sie erkennt die positiven Wachstumsdaten an, mildert sie aber sofort mit strukturellen Schwächen ab, wobei Optimismus und Vorsicht ausbalanciert werden.
Die italienischen Materialien lassen das Problem der hohen Staatsverschuldung aus, das die Nachhaltigkeit des künftigen Wachstums einschränken könnte, im Gegensatz zu den lateinamerikanischen Analysen, die es erwähnen.
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