
Chinas Industrie schrumpft im Juli überraschend – PMI fällt erstmals seit fünf Monaten unter 50
Der offizielle Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe sank auf 49,2 Punkte, nach 50,3 im Juni, wie das Nationale Statistikamt mitteilte.
Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für Chinas verarbeitendes Gewerbe ist im Juli auf 49,2 Punkte gefallen, den ersten Wert unter der Expansionsschwelle von 50 seit fünf Monaten. Das Nationale Statistikamt (NBS) veröffentlichte die Zahl am Freitag; sie liegt deutlich unter der von Bloomberg prognostizierten 50,1. Der Teilindex für Neuaufträge fiel auf 48,5 – den tiefsten Stand seit 2023 –, der Produktionsteilindex auf 49,9. Auch der offizielle Nicht-Industrie-PMI, der Dienstleistungen und Bau umfasst, sackte auf 49,0 ab. Nach Darstellung von Free Malaysia Today handelt es sich um den stärksten Rückgang des Wohlstandsniveaus in diesem Bereich seit mehr als drei Jahren. NBS-Statistiker Huo Lihui sprach in einer Erklärung von einem „Rückgang des Wohlstandsniveaus des Nicht-Industriesektors“ im Juli.
Als Ursachen nannte Capital Economics eine schwache inländische Güternachfrage, vor allem im Bausektor, sowie mehrere Taifune, die die Produktion beeinträchtigt hätten. Der amtierende chinesische Präsident Xi Jinping hatte noch am Vortag in einer Rede vor Funktionären „Schwierigkeiten und Herausforderungen“ für die Wirtschaft eingeräumt und eine verstärkte Wirksamkeit makroökonomischer Maßnahmen gefordert, um das Potenzial der Binnennachfrage zu heben, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.
Unter japanischen Unternehmen in China hat sich die Geschäftsstimmung im ersten Halbjahr verschlechtert, wie eine Umfrage der Japanischen Industrie- und Handelskammer in China ergab. 44 Prozent der befragten Firmen meldeten eine Verschlechterung ihrer Geschäftslage, ein Anstieg um 7 Prozentpunkte gegenüber der zweiten Jahreshälfte 2025. 53 Prozent der Unternehmen nannten internationale Beziehungen als Herausforderung. Tetsuro Honma, Leiter der Kammer und Berater von Panasonic Holdings, warnte, eine anhaltende Spannung zwischen Japan und China könne Unternehmen zwingen, Investitionspläne zu überdenken. Viele Firmen berichteten von verschärften Zollkontrollen, unter anderem bei der Beschaffung von Seltenen Erden.
Das Bruttoinlandsprodukt wuchs im zweiten Quartal mit annualisiert 4,3 Prozent – dem langsamsten Tempo seit mehr als drei Jahren – und verfehlte damit das offizielle Jahresziel von 4,5 bis 5 Prozent. Volkswirte wie Lynn Song von ING und Gary Ng von Natixis rechnen damit, dass China bis zum Jahresende weiter auf Exporte angewiesen sein wird, um das Wachstum zu stützen. Als nächster wichtiger Termin gelten die turnusmäßigen Sitzungen des Politbüros sowie die Veröffentlichung weiterer Konjunkturdaten für August.
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.45 | critical |
|---|---|---|
| Chinesische Presse | +0.15 | neutral |
| Kontinentaleuropäische Presse | −0.40 | critical |
Die Schwierigkeiten der deutschen Autobauer sind der neueste Beweis dafür, dass die chinesische Wirtschaft ins Stocken gerät. Die Zahlen lügen nicht: Die Fabrikaktivität schrumpft und ausländische Unternehmen zahlen den Preis.
Indem der Verkaufsrückgang als Symptom eines systemischen Versagens dargestellt wird, wird ein unternehmensspezifisches Problem zu einer Anklage des gesamten chinesischen Wirtschaftsmodells umgedeutet.
Es wird verschwiegen, dass andere Sektoren wie Halbleiter und Technologie boomen, wie andere Blöcke berichten.
Der Rückgang der deutschen Autobauer ist ein vorübergehendes, branchenspezifisches Phänomen; Chinas Gesamtwirtschaft ist solide, angetrieben von fortschrittlichen Technologiesektoren. Regierungsmaßnahmen werden die Erholung sichern.
Durch die Isolierung der negativen Daten und sofortige Gegenüberstellung mit positiven Indikatoren aus anderen Sektoren wird die Wirkung der Nachricht abgeschwächt und eine Stabilitätserzählung aufrechterhalten.
Es wird die Auswirkung geopolitischer Spannungen und schwacher Inlandsnachfrage auf ausländische Unternehmen verschwiegen, die in anderen Blöcken erwähnt werden.
Deutsche Unternehmen sind Opfer des sich verschlechternden wirtschaftlichen und politischen Klimas in China. Die gleichen Schwierigkeiten, die japanische Firmen bereits erlebt haben, zeigen, dass das Problem systemisch ist und alle ausländischen Investoren betrifft.
Durch die Parallelisierung der deutschen und japanischen Fälle und die Betonung bilateraler Spannungen wird eine kollektive Opfernarrative erzeugt, in der das Unternehmen zum passiven Akteur wird, der unter den Maßnahmen der chinesischen Regierung leidet.
Es wird übersehen, dass einige ausländische Firmen, insbesondere in Technologiesektoren, in China gute Leistungen erbringen, wie andere Blöcke zeigen.
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