
Dua Lipa verklagt Samsung: 15 Millionen Dollar für unerlaubte Nutzung ihres Bildes
Die britische Sängerin fordert Schadenersatz, weil der Konzern ein Foto von ihr ohne Zustimmung auf TV-Verpackungen druckte. Samsung beruft sich auf eine Zusage eines Partners.
Die britische Pop-Sängerin Dua Lipa hat eine Klage gegen den südkoreanischen Technologiekonzern Samsung eingereicht, in der sie wegen unbefugter Nutzung ihres Konterfeis eine Entschädigung von mindestens 15 Millionen Dollar verlangt. Der am 8. Mai vor einem kalifornischen Bundesgericht anhängig gemachte Rechtsstreit wirft dem Unternehmen Urheberrechts- und Markenrechtsverletzung sowie die Verletzung des Rechts auf das eigene Bild vor. Konkret soll Samsung ein von der Künstlerin kontrolliertes Foto, das sie hinter der Bühne des Austin City Limits Festivals 2024 zeigt, ohne Erlaubnis auf die Kartonverpackungen seiner Fernsehgeräte gedruckt haben. Aus Washingtoner Sicht handelt es sich um einen besonders dreisten Fall von Kommerzialisierung, da die Verpackung bei den Käufern den irreführenden Eindruck einer offiziellen Partnerschaft erweckt habe.
Samsung wies die Vorwürfe am Dienstag entschieden zurück. Das Unternehmen erklärte, das Bild sei nur verwendet worden, nachdem ein externer Content-Partner ausdrücklich versichert habe, alle nötigen Genehmigungen eingeholt zu haben – einschließlich jener für die Verkaufsverpackungen. Beobachter in Seoul sehen in dieser Einlassung den Versuch, die Verantwortung auf einen Zwischenhändler abzuwälzen, wobei die rechtliche Haftung des Konzerns für das Handeln seiner Auftragnehmer gleichwohl bestehen bleibe. Der Fall erinnert an den jüngsten Streit zwischen der Schauspielerin Scarlett Johansson und OpenAI, bei dem es um die unerlaubte Nachahmung einer Stimme ging – ein wachsendes Spannungsfeld zwischen Persönlichkeitsrechten und der gängigen Praxis von Unternehmen, Bilder bekannter Persönlichkeiten ohne direkte Lizenz zu verwenden.
Für den deutschsprachigen Raum ist der Fall insofern von Belang, als das deutsche Recht am eigenen Bild zu den strengsten der Welt zählt. Sollte Samsung vor einem US-Gericht unterliegen, könnte dies Signalwirkung für Klagen nach § 22 KunstUrhG entfalten, bei denen schon die bloße Abbildung auf einer Verpackung als Eingriff gewertet wird. Zudem ist Dua Lipa auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz einer der meistgespielten Popstars, sodass ihre Rechtsdurchsetzung hierzulande mit Interesse verfolgt wird.
Rechtsexperten in Kalifornien rechnen damit, dass der Fall entweder mit einer hohen außergerichtlichen Einigung endet oder aber, sollte Samsung auf eine gerichtliche Klärung setzen, ein Präjudiz für die digitale Bilderwelt schafft. Der Konzern steht vor der Herausforderung nachzuweisen, dass er sich auf die Zusicherung seines Partners verlassen durfte – ohne die Prominenz der Sängerin bewusst ausgenutzt zu haben. Unabhängig vom Ausgang dürfte der Fall die Industrie dazu bewegen, die Rechteklärung bei Werbemitteln noch strenger zu handhaben.
| Atlantische / angloamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
|---|---|---|
| Kontinentaleuropäische Presse | −0.30 | critical |
| Lateinamerikanische Presse | −0.60 | critical |
Popstar Dua Lipa hat eine Klage über 15 Millionen Dollar gegen Samsung eingereicht, weil der Technologieriese ihr Bild ohne Erlaubnis genutzt haben soll. Der Fall, der vor einem US-Gericht verhandelt wird, dreht sich um die unbefugte kommerzielle Nutzung ihres Konterfeis. Rechtsexperten weisen darauf hin, dass solche Streitigkeiten häufig außergerichtlich beigelegt werden.
Europäische Medien betonen die datenschutzrechtlichen Implikationen der mutmaßlich unerlaubten Nutzung von Dua Lipas Bild durch Samsung. Die Forderung von 15 Millionen Dollar unterstreicht den Wert personenbezogener Daten und Bildrechte nach EU-Recht. Beobachter sehen darin einen Präzedenzfall, um globale Tech-Konzerne an europäische Standards zu binden.
In Lateinamerika wird die Klage als David-gegen-Goliath-Kampf dargestellt, bei dem Dua Lipa sich gegen einen mächtigen multinationalen Konzern stellt. Kommentatoren werten die Forderung von 15 Millionen Dollar als gerechte Wiedergutmachung für die Ausbeutung des Images einer Künstlerin durch Unternehmensinteressen. Der Fall erinnert an regionale Debatten über die Rechte Einzelner gegenüber Großkonzernen.
Erweitere deinen Horizont
Trump setzt geplante Großangriffe auf Iran aus und knüpft Bedingungen an rasche Einigung
2 Sprachen · 74 Quellen
Aus Economy & MarketsÖlkonzerne melden sprudelnde Gewinne im zweiten Quartal – Trump rügt „zu viel Geld“
8 Sprachen · 21 Quellen
Aus TechnologySpaceX-Raketenstufe schlägt am Mittwoch auf dem Mond ein – wissenschaftliche Beobachtung geplant
7 Sprachen · 16 Quellen