
UFC verbucht 30 Millionen Dollar Verlust mit Freedom-250-Event im Weißen Haus
Trotz ausverkaufter Sponsorenpakete und weltweit 34 Millionen Zuschauern blieb das Kampfsportspektakel auf dem South Lawn ein Zuschussgeschäft.
Das Freedom-250-Event der UFC im Weißen Haus hat bei der Muttergesellschaft TKO Group Holdings einen Verlust von rund 30 Millionen US-Dollar verursacht. Wie Finanzchef Andrew Schleimer in einer Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen erklärte, seien die Margen des Kampfsportveranstalters durch die außergewöhnlich hohen Kosten und den Verzicht auf Ticketverkäufe „bedeutend beeinträchtigt“ worden.
Die Veranstaltung am 14. Juni 2026 auf dem South Lawn des Präsidentensitzes war Teil der Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung und fiel mit dem 80. Geburtstag von Präsident Donald Trump zusammen. Rund 4300 geladene Gäste, darunter Trump und Vizepräsident JD Vance, verfolgten die sieben Kämpfe, die allesamt vorzeitig endeten. Tickets wurden nicht an die Öffentlichkeit verkauft; stattdessen setzte die UFC auf exklusive Pakete für „High Roller“, deren Preis von der BBC auf bis zu 1,5 Millionen Dollar geschätzt wurde. Die Produktionskosten beliefen sich ersten Prognosen zufolge auf mindestens 60 Millionen Dollar, von denen die Hälfte durch Sponsoring und Medienpartnerschaften gedeckt werden konnte.
Die Übertragung auf Paramount+ erreichte nach Angaben von TKO durchschnittlich über 8 Millionen Zuschauer in den USA und Lateinamerika, weltweit schalteten mehr als 34 Millionen ein. Im Hauptkampf besiegte der Amerikaner Justin Gaethje den bis dahin ungeschlagenen Spanier Ilia Topuria und sicherte sich den Leichtgewichtstitel. Der Brasilianer Alex Poatan unterlag in seinem Schwergewichtsdebüt dem Franzosen Ciryl Gane durch Knockout. Bonuszahlungen an die Athleten erfolgten laut Medienberichten in der von der Trump-Familie kontrollierten Kryptowährung US$1-Stablecoin.
Ungeachtet des operativen Verlusts wertete TKO-CEO Ari Emanuel das Event als „durchschlagenden Erfolg“ für die Marke und die Reichweite des Mixed-Martial-Arts-Sports. Die Quartalsbilanz stützt diese Einschätzung: Der Gesamtumsatz der UFC stieg im zweiten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahr um 29 Prozent auf 535,7 Millionen Dollar, befeuert durch einen neuen Medienrechtevertrag mit Paramount. Zudem verbuchte TKO nach Bloomberg-Informationen durch das Freedom-250-Event Werbeeinnahmen von einer Milliarde Dollar und gewann 25 neue Marketingpartner, viele mit mehrjährigen Verträgen.
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.20 | neutral |
|---|---|---|
| Lateinamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
| Russische & GUS-Presse | −0.30 | critical |
Der Markt verzeichnet einen Verlust von 30 Mio. $, den TKO erwartet hatte; Trumps Vermögen wächst weiter und wirft Fragen zur Bereicherung des Präsidenten auf.
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