
Einheitlicher Beginn des Opferfests in den Golfstaaten – Indien feiert einen Tag später
Nach der Sichtung der Mondsichel beginnt der Monat Dhul Hijjah am 18. Mai. Das Opferfest wird weltweit am 27. Mai gefeiert, lediglich Indien einen Tag später.
Die Golfstaaten haben den Beginn des islamischen Monats Dhul Hijjah einheitlich auf Montag, den 18. Mai 2026, festgelegt, nachdem die Mondsichel am Sonntagabend in Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Oman gesichtet wurde. Damit fällt der Arafat-Tag, der Höhepunkt der Hadsch-Pilgerfahrt, auf Dienstag, den 26. Mai, und das Opferfest Eid al-Adha beginnt am Mittwoch, den 27. Mai [A4, A2, A7]. Die obersten Gerichtshöfe der Königreiche bestätigten die Sichtung unter Berufung auf Zeugenaussagen und astronomische Berechnungen; in den VAE wurde ein koordiniertes Netzwerk von Observatorien eingesetzt [A9]. Die Hadsch selbst, zu der Millionen Gläubige nach Mekka strömen, ist damit in den kommenden Tagen auf ihrem Höhepunkt.
Während die Mehrheit der muslimischen Welt dem Rhythmus der arabischen Halbinsel folgt, gibt es eine bemerkenswerte Abweichung in Südasien. In Indien wurde die Mondsichel am Abend des 17. Mai nicht gesichtet, sodass der Monat Dhul Hijjah dort erst am 19. Mai beginnt – das Opferfest wird daher in Indien und in Teilen Pakistans am 28. Mai begangen, wie der Schah-Imam der Jama Masjid in Neu Delhi verkündete [A1, A11]. Indonesien und Malaysia hingegen schlossen sich den Golfstaaten an: Das Religionsministerium in Jakarta gab ebenfalls den 18. Mai als ersten Dhul-Hijjah-Tag bekannt, gestützt auf eigene Sichtungen und schariakonforme Gutachten [A6]. Die Unterschiede verdeutlichen die anhaltende Spannung zwischen astronomischer Vorausberechnung und lokaler Mondsichtung, die den islamischen Mondkalender bis heute prägt.
In den Golfstaaten haben die Regierungen bereits die arbeitsfreien Tage für den öffentlichen und privaten Sektor bekanntgegeben. Die VAE gewähren privaten Angestellten vier bezahlte Feiertage von Dienstag bis Freitag, während Beschäftigte im öffentlichen Dienst fünf Tage freibekommen – mit den anschließenden Wochenenden ergibt sich für viele eine bis zu neuntägige Auszeit [A3, A12]. Oman hat für beide Sektoren eine fünftägige Pause angekündigt; der Normalbetrieb wird am Sonntag, dem 31. Mai, wieder aufgenommen [A10]. Die einheitliche Terminierung erleichtert den grenzüberschreitenden Reiseverkehr und die Familienzusammenführung in der Region.
Für die muslimischen Gemeinschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die sich traditionell meist nach der saudi-arabischen Verkündung richten, bedeutet die Entscheidung aus Riad, dass das Opferfest voraussichtlich am 27. Mai begangen wird. Einige Moscheegemeinden, die auf lokale Sichtung setzen, könnten jedoch den 28. Mai wählen. Die kommenden Tage stehen ganz im Zeichen der rituellen Opferung, der Wohltätigkeit und der Besinnung auf die Opferbereitschaft Ibrahims. Zugleich richtet sich der Blick auf die Millionen Pilger in Mekka: Die Sicherheits- und Logistikbehörden Saudi-Arabiens haben alle Vorbereitungen abgeschlossen, um den reibungslosen Ablauf der Hadsch zu gewährleisten – einem Ereignis, das in diesem Jahr angesichts der weltweit synchronisierten Daten eine seltene geistliche Einheit demonstriert.
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In Indien haben die lokalen Mondsichtungskomitees am Sonntagabend die Mondsichel nicht gesichtet, woraufhin die religiösen Autoritäten erklärten, dass Dhul Hijjah einen Tag später beginnt und Eid al-Adha am 28. Mai gefeiert wird. Dies steht im Gegensatz zur einheitlichen Ankündigung der Golfstaaten, wo die Mondsichel gesichtet wurde und die Feierlichkeiten am 27. Mai beginnen. Der Unterschied rührt von der traditionellen Abhängigkeit von der physischen Mondsichtung in jeder Region her.
In den Golfstaaten bestätigten offizielle Mondsichtungskomitees, die fortschrittliche astronomische Technologie nutzen, am Sonntagabend die Mondsichel und legten einen einheitlichen Beginn von Dhul Hijjah am 18. Mai und Eid al-Adha am 27. Mai fest. Die Behörden kündigten umgehend verlängerte Feiertage für den privaten und öffentlichen Sektor an und betonten den koordinierten Ansatz der Region sowie die nahtlose Integration religiöser Bräuche in die moderne staatliche Planung.
Südostasiatische Länder wie Indonesien und Malaysia haben ihr Eid al-Adha-Datum mit Saudi-Arabien abgestimmt und den 27. Mai als Feiertag bestätigt, nachdem der saudische Oberste Gerichtshof die Sichtung der Dhul-Hijjah-Mondsichel bekannt gab. Die Ankündigung wurde als unkomplizierte Weiterleitung der Entscheidung der religiösen Autorität ohne lokale Kontroversen aufgenommen.
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