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Geopolitik & PolitikMittwoch, 29. Juli 2026

Frankreich weist Ex-Chefin von RT France Xenia Fedorova aus

Das Innenministerium wirft der russischen Journalistin vor, als Sprachrohr für vom Kreml gesteuerte Desinformationskampagnen zu agieren und die öffentliche Ordnung zu gefährden.

Das französische Innenministerium hat Xenia Fedorova am Mittwoch einen Ausweisungsbefehl übergeben. Wie die Zeitung Libération aus dem ministeriellen Dekret zitiert, schädige ihr Verhalten grundlegende Staatsinteressen und stelle eine besonders schwere und gegenwärtige Bedrohung der öffentlichen Ordnung dar. Fedorova, bis 2022 Chefin des inzwischen eingestellten Senders RT France, muss Frankreich verlassen und ist bis auf Weiteres unter Hausarrest gestellt.

Die Behörden stützen den Schritt auf den Vorwurf, Fedorova fungiere „als Relais für von russischen Stellen gesteuerte Desinformationskampagnen“, um die öffentliche Ordnung zu destabilisieren und das Vertrauen der Bürger in die Institutionen zu untergraben. Ihr Anwalt Emmanuel Piwnica kündigte umgehend Rechtsmittel an und bezeichnete die Entscheidung als schweren Eingriff in die Pressefreiheit. Fedorova sei Journalistin und habe stets einwandfrei gearbeitet. Die Arbeitgeber Canal+ und Lagardère, zu deren konservativen Medienhäusern im Einflussbereich des Milliardärs Vincent Bolloré auch CNews, Europe 1 und Le Journal du Dimanche gehören, solidarisierten sich mit der Kommentatorin und sprachen von einem besonders schweren Angriff auf Meinungsfreiheit und Pluralismus.

Die 45-jährige Russin war nach der Schließung von RT France infolge der EU-Sanktionen gegen staatsnahe russische Medien als regelmäßige Kommentatorin in den Bolloré‑Medien aufgetreten und hatte dort konsequent Moskauer Positionen vertreten. Bereits 2017 nannte Präsident Emmanuel Macron sie keine Journalistin, sondern eine Propagandistin. Experten für Desinformation warnten zuletzt vor wachsendem Einfluss Fedorovas im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen 2027; EU‑Abgeordnete verlangten Sanktionen gegen sie.

Neben der Ausweisungsverfügung, gegen die Fedorova nun klagen will, untersagen ihr die Behörden jegliche Erwerbstätigkeit in Frankreich und verbieten ihr die Einreise nach Deutschland. Eine Zwangsabschiebung ist allerdings erschwert, da keine Direktflüge mehr nach Russland verkehren und die diplomatischen Kanäle zwischen Paris und Moskau belastet sind. Das Innenministerium hatte bereits im Mai für Kontroversen gesorgt, als bekannt wurde, dass Fedorovas Aufenthaltstitel 2024 automatisch um zehn Jahre verlängert worden war.

Divergenz — wer erzählt sie wie
16%Niedrig
3 Blöcke · Positionen von −0.80 bis +0.20
KritischWohlwollend
EURLATRUS
Abweichung zwischen Presseblöcken
Kontinentaleuropäische Presse−0.80critical
Lateinamerikanische Presse−0.60critical
Russische & GUS-Presse+0.20neutral
Kontinentaleuropäische Presse−0.80

France has ordered the expulsion of Russian journalist Xenia Fedorova, accused of spreading Kremlin propaganda. The decision is framed as a defense of fundamental state interests and public order, ahead of presidential elections. European media highlight the danger of Russian disinformation.

AlarmEmpörung
Lateinamerikanische Presse−0.60

France has expelled Russian journalist Xenia Fedorova, former director of RT France, accused of propaganda. Latin American media report the story with concern about Russian influence in French elections but maintain a more detached tone compared to European media.

EmpörungDistanz
Russische & GUS-Presse+0.20

France has notified the expulsion of Russian journalist Xenia Fedorova. Russian media report the event in a dry manner without comment, implying it is a political move without real basis.

DistanzPragmatismus
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Zoll und Polizei vereiteln Schmuggel von über zehn Kilogramm Cannabis am Flughafen Bali·Hitzewelle in Nordafrika und Iran: Temperaturen bis 47 Grad erwartet·Russischer Wohnungsmarkt: Analysten erwarten im Herbst 2026 nur moderate Preissteigerungen bei Neubauten·Bayern München bezwingt Aston Villa 2:1 – Luis Díaz erzielt sehenswertes Tor·Algerischer Nationaltorhüter Luca Zidane wechselt von Granada zu CD Leganés·Maradonas 'Hand Gottes'-Ball wird in Texas für zehn Millionen Dollar versteigert·Montreal Masters 1000: Norrie dreht Match gegen De Minaur, Tirante und Fonseca am Freitag·Rhein erreicht Rekordtiefstand und legt Europas wichtigste Wasserstraße lahm·Zoll und Polizei vereiteln Schmuggel von über zehn Kilogramm Cannabis am Flughafen Bali·Hitzewelle in Nordafrika und Iran: Temperaturen bis 47 Grad erwartet·Russischer Wohnungsmarkt: Analysten erwarten im Herbst 2026 nur moderate Preissteigerungen bei Neubauten·Bayern München bezwingt Aston Villa 2:1 – Luis Díaz erzielt sehenswertes Tor·Algerischer Nationaltorhüter Luca Zidane wechselt von Granada zu CD Leganés·Maradonas 'Hand Gottes'-Ball wird in Texas für zehn Millionen Dollar versteigert·Montreal Masters 1000: Norrie dreht Match gegen De Minaur, Tirante und Fonseca am Freitag·Rhein erreicht Rekordtiefstand und legt Europas wichtigste Wasserstraße lahm·
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Mittwoch, 29. Juli 2026

Frankreich weist Ex-Chefin von RT France Xenia Fedorova aus

Das Innenministerium wirft der russischen Journalistin vor, als Sprachrohr für vom Kreml gesteuerte Desinformationskampagnen zu agieren und die öffentliche Ordnung zu gefährden.

Das französische Innenministerium hat Xenia Fedorova am Mittwoch einen Ausweisungsbefehl übergeben. Wie die Zeitung Libération aus dem ministeriellen Dekret zitiert, schädige ihr Verhalten grundlegende Staatsinteressen und stelle eine besonders schwere und gegenwärtige Bedrohung der öffentlichen Ordnung dar. Fedorova, bis 2022 Chefin des inzwischen eingestellten Senders RT France, muss Frankreich verlassen und ist bis auf Weiteres unter Hausarrest gestellt.

Die Behörden stützen den Schritt auf den Vorwurf, Fedorova fungiere „als Relais für von russischen Stellen gesteuerte Desinformationskampagnen“, um die öffentliche Ordnung zu destabilisieren und das Vertrauen der Bürger in die Institutionen zu untergraben. Ihr Anwalt Emmanuel Piwnica kündigte umgehend Rechtsmittel an und bezeichnete die Entscheidung als schweren Eingriff in die Pressefreiheit. Fedorova sei Journalistin und habe stets einwandfrei gearbeitet. Die Arbeitgeber Canal+ und Lagardère, zu deren konservativen Medienhäusern im Einflussbereich des Milliardärs Vincent Bolloré auch CNews, Europe 1 und Le Journal du Dimanche gehören, solidarisierten sich mit der Kommentatorin und sprachen von einem besonders schweren Angriff auf Meinungsfreiheit und Pluralismus.

Die 45-jährige Russin war nach der Schließung von RT France infolge der EU-Sanktionen gegen staatsnahe russische Medien als regelmäßige Kommentatorin in den Bolloré‑Medien aufgetreten und hatte dort konsequent Moskauer Positionen vertreten. Bereits 2017 nannte Präsident Emmanuel Macron sie keine Journalistin, sondern eine Propagandistin. Experten für Desinformation warnten zuletzt vor wachsendem Einfluss Fedorovas im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen 2027; EU‑Abgeordnete verlangten Sanktionen gegen sie.

Neben der Ausweisungsverfügung, gegen die Fedorova nun klagen will, untersagen ihr die Behörden jegliche Erwerbstätigkeit in Frankreich und verbieten ihr die Einreise nach Deutschland. Eine Zwangsabschiebung ist allerdings erschwert, da keine Direktflüge mehr nach Russland verkehren und die diplomatischen Kanäle zwischen Paris und Moskau belastet sind. Das Innenministerium hatte bereits im Mai für Kontroversen gesorgt, als bekannt wurde, dass Fedorovas Aufenthaltstitel 2024 automatisch um zehn Jahre verlängert worden war.

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AlarmEmpörung
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France has expelled Russian journalist Xenia Fedorova, former director of RT France, accused of propaganda. Latin American media report the story with concern about Russian influence in French elections but maintain a more detached tone compared to European media.

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France has notified the expulsion of Russian journalist Xenia Fedorova. Russian media report the event in a dry manner without comment, implying it is a political move without real basis.

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