
Deschamps überrascht mit WM-Kader: Lacroix und Risser dabei, Camavinga fehlt
Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps gab den Kader für die WM 2026 bekannt. Überraschungen sind Robin Risser und Maxence Lacroix, während Eduardo Camavinga und Randal Kolo Muani fehlen.
Didier Deschamps hat seine letzte große Personalentscheidung als Trainer der Équipe Tricolore getroffen. Am Donnerstagabend gab der 56-Jährige im Rahmen der 20-Uhr-Nachrichten von TF1 den 26-köpfigen Kader für die Weltmeisterschaft 2026 bekannt, die vom 11. Juni bis 19. Juli in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko ausgetragen wird. Es ist eine Liste, die für Gesprächsstoff sorgt: Neben den erwarteten Führungsspielern Kylian Mbappé und Ousmane Dembélé berief Deschamps mit dem Torhüter Robin Risser und dem Verteidiger Maxence Lacroix zwei Spieler, die bislang noch nie für die A-Nationalmannschaft aufliefen. Risser, der für den RC Lens spielt, wurde als dritter Torwart Lucas Chevalier vorgezogen, der beim PSG seinen Stammplatz verloren hatte. Die Offenbarung des Abends aber waren die Auslassungen: Eduardo Camavinga und Randal Kolo Muani, beide Stützen der vergangenen Turniere, werden nicht mit nach Nordamerika reisen.
Aus Pariser Sicht ist der Kader das Ergebnis eines langen Abwägungsprozesses, bei dem Deschamps seine eigene Nachfolge bereits im Blick zu haben scheint. Der Coach, der Frankreich 2018 zum Weltmeistertitel führte und 2022 nur knapp im Finale scheiterte, sprach von einer „besonderen Emotion“, da es seine letzte Zusammenstellung vor dem Rücktritt nach dem Turnier sei. Die Überraschungsnominierung von Lacroix, der sich beim VfL Wolfsburg in der Bundesliga als zuverlässiger Innenverteidiger etabliert hat, wertet die Präsenz deutscher Spielklassen im französischen Aufgebot auf. Auch Jean-Philippe Mateta von Crystal Palace kehrt nach längerer Abwesenheit zurück. Dagegen fehlen mit Camavinga und Kolo Muani zwei Spieler, die in den vergangenen Jahren als unverzichtbar galten – ein klares Zeichen, dass Deschamps auf Form und taktische Flexibilität setzt, nicht auf Namen.
Beobachter in den europäischen Fußballhauptstädten sehen in der Nominierung vor allem eine strategische Neuausrichtung. Dass der 22-jährige Risser vor Chevalier den Vorzug erhielt, unterstreicht das Vertrauen in junge Talente, die in ihren Vereinen konstante Leistungen zeigen – anders als Chevalier, der in Paris zuletzt schwankte. Aus Madrider Perspektive ist das Fehlen von Camavinga bemerkenswert, obwohl der Mittelfeldspieler bei Real Madrid zu den Stammkräften zählt. Offenbar überzeugte sein zuletzt verletzungsbedingt unterbrochener Rhythmus den Trainer nicht. Die französische Presse wertet die Entscheidungen als risikoarm: Elf Spieler aus dem Kader von 2022 sind erneut dabei, was für Kontinuität sorgt. Die Mannschaft wird am 16. Juni in ihrem ersten Gruppenspiel auf Senegal treffen, einen Gegner, der taktische Disziplin erfordert.
Vorausschauend betrachtet steht die Équipe Tricolore erneut in der Favoritenrolle. Der Kader vereint explosive Offensivkraft mit einer Abwehr, die durch Lacroix und die Hernandez-Brüder an Stabilität gewonnen hat. Doch die Auslassungen von Camavinga und Kolo Muani könnten sich als zweischneidig erweisen: Frankreich verliert damit variable Optionen für die Mitte und die Flügel. Deschamps selbst gibt sich betont zuversichtlich: „Die Mannschaft steht über allem, und das Wichtigste ist das Kommende.“ In der deutschen und österreichischen Sportberichterstattung wird man genau beobachten, wie sich die Bundesliga-Exporte Lacroix und Risser auf dem größten Bühne beweisen. Der Erfolg dieser WM könnte nicht nur über Deschamps’ Vermächtnis entscheiden, sondern auch darüber, ob Frankreichs neuer Generation der Sprung in die Weltspitze gelingt.
| Kontinentaleuropäische Presse | 0.00 | neutral |
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| Lateinamerikanische Presse | +0.40 | aligned |
| Arabische Levante-Maghreb-Presse | 0.00 | neutral |
Didier Deschamps gab seinen letzten WM-Kader bekannt, mit Mbappé als Kapitän und drei Neulingen: Risser, Lacroix und Mateta. Hochkarätige Auslassungen wie Camavinga und Kolo Muani signalisieren eine offensive Wende, während der Trainer stoisch und zielorientiert bleibt. Französische Medien sehen darin eine pragmatische Mischung aus Kontinuität und Erneuerung.
Deschamps überraschte alle mit seinem WM-Kader, ließ Real Madrids Camavinga außen vor und nominierte unerwartete Namen. Mbappé führt ein starbesetztes Team an, das den dritten Weltmeistertitel anstrebt. Lateinamerikanische Medien betonen den Schock und die Ambition und inszenieren die Auswahl als kühnen, schlagzeilenträchtigen Schritt.
Didier Deschamps gab einen 26-köpfigen Kader für die WM 2026 bekannt, mit der Rückkehr von Mateta und Lacroix und der ersten Berufung von Torhüter Risser. Zu den namhaften Abwesenden zählen Camavinga und Kolo Muani. Die arabisch-levantinische Presse berichtet sachlich und distanziert, listet die Entscheidungen des Trainers ohne emotionale Betonung auf.
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