
Fünfte Runde der Libanon-Israel-Gespräche unter dem Schatten des US-Iran-Abkommens
Beirut fordert einen Zeitplan für den israelischen Rückzug, während die Hisbollah auf Teheran setzt und Washington auf ein umfassendes Friedensabkommen drängt.
In Washington haben am Dienstag die fünften direkten Gespräche zwischen Libanon und Israel begonnen. Sie finden unter der Vermittlung der Vereinigten Staaten statt und stehen im Kontext eines wenige Tage zuvor in Kraft getretenen Memorandums of Understanding zwischen Washington und Teheran, das auch den Libanon einbezieht. Nach Angaben des US-Außenministeriums sind sowohl militärische als auch politische Delegationen beider Seiten beteiligt; die Teilnehmerlisten entsprechen jenen der vorangegangenen Runden.
Aus Washingtoner Sicht besteht das gemeinsame Ziel darin, den Kreislauf der Gewalt dauerhaft zu beenden und Israel wie Libanon als souveräne Staaten zu befähigen, einen Weg zu Frieden und Sicherheit zu finden. Ein amerikanischer Regierungsvertreter erklärte, die Gespräche sollten auf ein umfassendes Friedens- und Sicherheitsabkommen hinführen. Beirut hingegen sieht sich durch das US-iranische Abkommen in einer geschwächten Position. Laut einer libanesischen Autorität, die mit Reuters sprach, hat das Abkommen der Regierung in Beirut politischen Rückhalt entzogen und die Stellung der vom Iran unterstützten Hisbollah gestärkt. Präsident Joseph Aoun betonte, der Libanon werde »nichts weniger als das vollständige Ende der israelischen Besetzung des Südlibanon und den gleichzeitigen Zusammenbruch jeglicher ausländischer Vormundschaft« akzeptieren – eine Anspielung auf Teheran. Beirut werde in dieser Woche einen »vernünftigen« Zeitplan für den israelischen Truppenabzug verlangen, so die libanesische Autorität. Israel wiederum sieht das Ziel der Verhandlungen darin, die Hisbollah zu entwaffnen und ein »echtes Friedensabkommen« zu erreichen, wie Regierungssprecher David Mencer erklärte. Die Truppen würden auf unbestimmte Zeit im Südlibanon bleiben. Die Hisbollah selbst lehnt die Gespräche ab und setzt auf die iranische Karte.
Die vier vorangegangenen Runden seit April hatten keinen dauerhaften Waffenstillstand hervorgebracht. Die längste Kampfpause trat erst in dieser Woche ein, nachdem das US-iranische Memorandum eine Einstellung der Feindseligkeiten an allen Fronten, einschließlich des Libanon, vorsah. Beiruter Regierungskreise warnen seit langem, dass Teheran nicht im Namen des Libanon verhandeln könne. Die Gespräche begannen mit einer gemeinsamen militärisch-politischen Sitzung, gefolgt von getrennten militärischen und politischen Runden. Auf amerikanischer Seite nehmen unter anderem Daniel Holler, Stabschef im Außenministerium, und Daniel Zimmerman, stellvertretender Kriegsminister, teil. Die Gewalt im Libanon hat seit dem 2. März nach offiziellen Angaben mehr als 4.100 Menschen das Leben gekostet; Israel hält weiterhin Gebiete im Süden besetzt.
Die aktuelle Runde ist für drei Tage angesetzt. US-Vizepräsident JD Vance sprach von einem angestrebten »Deeskalationsmechanismus«, um die Einhaltung der Waffenruhe zu gewährleisten. Präsident Donald Trump bezeichnete sich als »Problemlöser« und stellte eine baldige Lösung in Aussicht. In Beirut herrscht jedoch Skepsis: Ein grundlegendes Vertrauensproblem zwischen den Verhandlungspartnern bleibe bestehen, so die libanesische Autorität. Die Gespräche sollen bis zum 25. Juni fortgesetzt werden; die amerikanische Seite kündigte an, in Kürze weitere Einzelheiten bekanntzugeben.
| Arabische Golfpresse | +0.20 | neutral |
|---|---|---|
| Arabische Levante-Maghreb-Presse | +0.30 | aligned |
Die USA agieren als neutraler Vermittler und drängen auf ein Ende der Gewalt zwischen Libanon und Israel.
Das direkte Zitat eines US-Beamten verleiht der Erzählung Autorität und Neutralität und vermeidet jeden unabhängigen Kommentar.
Der Kontext des US-iranischen Memorandums, das in der Überschrift erwähnt wird, fehlt; dies vermeidet es, die Gespräche mit breiteren regionalen Dynamiken zu verknüpfen, die die Erzählung eines rein bilateralen Prozesses verkomplizieren könnten.
Die USA fördern ein umfassendes Friedens- und Sicherheitsabkommen und präsentieren sich als Garant einer dauerhaften Lösung.
Das direkte Zitat eines US-Beamten verleiht der Erzählung Autorität und Neutralität und vermeidet jeden unabhängigen Kommentar.
Der Kontext des US-iranischen Memorandums, das in der Überschrift erwähnt wird, fehlt; dies vermeidet es, die Gespräche mit breiteren regionalen Dynamiken zu verknüpfen, die die Erzählung eines rein bilateralen Prozesses verkomplizieren könnten.
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