
Goldnachfrage erreicht Halbjahresrekord von 380 Milliarden Dollar, doch Notenbankkäufe nach unten korrigiert
Der Weltgoldrat revidierte die Käufe der Zentralbanken im ersten Quartal um 187 Tonnen nach unten, während die Gesamtnachfrage in den ersten sechs Monaten wertmäßig einen neuen Höchststand erreichte.
Am Donnerstag legte der World Gold Council seinen Quartalsbericht zu den Trends der Goldnachfrage vor. Demnach belief sich die globale Goldnachfrage im zweiten Quartal auf 1.269 Tonnen und blieb damit gegenüber dem Vorjahr unverändert. Für das erste Halbjahr ergibt sich ein Anstieg von 2 Prozent auf 2.522 Tonnen, was einem wertmäßigen Rekord von 380 Milliarden Dollar entspricht. Besondere Aufmerksamkeit galt den Käufen der Notenbanken: Die ursprünglich für das erste Quartal gemeldeten 244 Tonnen wurden von der Beratungsfirma Metals Focus im Auftrag des Rates auf lediglich 57 Tonnen revidiert – der schwächste Jahresauftakt seit über einem Jahrzehnt.
Im zweiten Quartal erholten sich die Zentralbankkäufe jedoch deutlich und erreichten mit netto 289 Tonnen einen Rekordwert für diesen Zeitraum, ein Plus von 62 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Polen war mit 51 Tonnen der größte Käufer, China erwarb 33 Tonnen. Die deutliche Korrektur spiegelt eine Neuzuordnung von 187 Tonnen in den ausserbörslichen Handel (OTC) wider. Unterdessen gab der Goldpreis nach einem Hoch von 5.595 Dollar je Feinunze im Januar auf rund 4.000 bis 4.500 Dollar nach, belastet durch Inflationssorgen infolge des Iran-Krieges und die Aussicht auf steigende Zinsen.
Das hohe Preisniveau dämpfte die Nachfrage nach Schmuck; sie fiel um 17 Prozent auf 278 Tonnen, den tiefsten Stand seit der Pandemie. Allerdings legte der wertmäßige Umsatz im ersten Halbjahr um 22 Prozent auf 86 Milliarden Dollar zu. Die börsengehandelten Goldfonds (ETFs) verzeichneten Abflüsse von 45 Tonnen, während die Nachfrage nach Barren und Münzen mit 307 Tonnen nur leicht um 3 Prozent zurückging. Auf der Angebotsseite stieg die Minenproduktion um 2 Prozent auf 966 Tonnen, während die Goldrecyclingmenge um 6 Prozent zurückging. Das Gesamtangebot blieb mit 1.269 Tonnen stabil.
Für das zweite Halbjahr 2026 erwartet Louise Street, leitende Marktanalystin des World Gold Council, dass das Investment der Hauptwachstumstreiber sein wird. Die Nachfrage aus Asien und im OTC-Markt dürfte an Bedeutung gewinnen, während westliche Gold-ETFs stärker von Realzinsen und der US-Geldpolitik abhängen. Eine Umfrage des Rates zeigt, dass 45 Prozent der Notenbanken ihre Goldreserven in den nächsten zwölf Monaten aufstocken wollen – ein Rekordwert. Die Bank of Russia war im zweiten Quartal mit einem Verkauf von 22 Tonnen der größte Abgeber. Der weitere Preisverlauf wird massgeblich von den Inflations- und Zinserwartungen sowie der geopolitischen Entwicklung bestimmt.
| Subsaharisch-afrikanische Presse | −0.50 | critical |
|---|---|---|
| Arabische Golfpresse | +0.60 | aligned |
| Russische & GUS-Presse | 0.00 | neutral |
| Iranische & verwandte Presse | −0.70 | critical |
Central banks bought far less gold than previously thought, and the first quarter was the weakest start in over a decade. Purchases are likely to fall below 2025 levels.
The narrative uses the unexpected downward revision as a factual anchor to question the sustainability of central bank gold buying, implying that earlier optimism was misplaced.
The bloc omits that total gold demand reached a record $380 billion in the first half and that demand rebounded in the second quarter.
Gold demand set a half-year record in value terms, driven by stable demand in the second quarter. The report highlights the resilience of the gold market despite price declines.
By foregrounding the absolute value record and the 2% volume growth, the narrative frames the market as robust and successful, while downplaying the revision in central bank purchases.
It omits the sharp downward revision in first quarter central bank purchases and the fact that the Russian Central Bank became a seller.
Russia sold gold while others bought; the central bank's move is highlighted as a unique step during a period of global geopolitical uncertainty.
The narrative juxtaposes Russia's selling against the buying of other central banks, implicitly framing Russia's decision as strategic and not a sign of weakness, while acknowledging the broader trend.
It omits the record value of total demand and the downward revision in Q1 central bank purchases.
The gold price collapse is directly attributed to the war in Iran, which has caused inflation and forced rate hikes. This is the first bearish forecast in nearly three years.
By linking the price drop exclusively to the war-induced inflation and subsequent rate expectations, the narrative creates a causal chain that places blame on external conflict and absolves any domestic factors.
It omits that global gold demand reached a record value of $380 billion and that central bank purchases rebounded in the second quarter.
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