
Goldpreis unter Druck: Zwischen Nahost-Konflikt und Zinsängsten
Trübe Friedensaussichten im Nahen Osten und die Furcht vor strafferer Geldpolitik lassen den Goldpreis auf Wochenverlust zusteuern. Auch andere Edelmetalle geraten unter Abgabedruck.
Der Goldpreis steuert auf einen deutlichen Wochenverlust zu, belastet durch die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten und die daraus resultierenden Inflations- und Zinsängste. Am Freitag notierte das Edelmetall im Kassahandel bei rund 4.445 bis 4.465 Dollar je Feinunze – ein Minus von etwa zwei Prozent seit Wochenbeginn. In den USA fielen die Futures zur Lieferung im August auf etwa 4.470 Dollar. Auslöser sind die schwindenden Hoffnungen auf eine schnelle Beilegung des Konflikts zwischen dem Iran und den USA sowie die Weigerung der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz, einer Waffenruhe im Libanon zuzustimmen.
Die geopolitischen Verwerfungen treffen auf ein ohnehin fragiles Marktumfeld. Nicholas Frappell, Direktor bei ABC Refinery, brachte die Stimmung auf den Punkt: „Der Pessimismus hinsichtlich einer Lösung des Iran-Konflikts hat Gold negativ beeinflusst. Ich denke, der vorherrschende Trend ist die Erwartung strafferer Zinsen, was ebenfalls auf Gold lastet.“ Hinzu kommen falkenhafte Signale aus der US-Notenbank: Jeffrey Schmid, Präsident der Kansas City Fed, stellte Geduld oder weitere Zinserhöhungen als Optionen in den Raum. Für Anleger in Deutschland und Europa bedeutet dies eine doppelte Belastung: Ein starker Dollar und steigende Anleiherenditen machen das zinslose Gold weniger attraktiv.
Aus Washingtoner Sicht sind es vor allem die stockenden Verhandlungen mit Teheran, die über den Ölpreis eine Kettenreaktion auslösen. Beobachter in arabischen Hauptstädten verweisen darauf, dass die eskalierende Rhetorik die Rohölpreise in die Höhe treibt, was Inflationsbefürchtungen nährt und die Wahrscheinlichkeit weiterer Zinsschritte erhöht. Dieser Wirkungszusammenhang – von der Geopolitik über die Energiepreise zur Geldpolitik – dominiert derzeit die Edelmetallmärkte. So fielen neben Gold auch Silber, Platin und Palladium im Wochenverlauf spürbar und verzeichneten allesamt Verluste.
Für die kommenden Tage bleibt der Ausblick verhalten. Entscheidend wird sein, ob die diplomatischen Bemühungen von US-Präsident Donald Trump im Nahen Osten neue Impulse erhalten oder ob die Konfliktparteien auf weitere Eskalation setzen. Gleichzeitig richten sich die Blicke auf die nächsten Inflationsdaten aus den USA, die den Kurs der Federal Reserve bestimmen werden. Sollte sich die Zinswende weiter verzögern, könnte Gold kurzfristig noch tiefer fallen. Langfristig jedoch bleibt das Metall als Absicherung gegen geopolitische Risiken und Währungsturbulenzen für viele Portfolios unverzichtbar.
| Lateinamerikanische Presse | −0.30 | critical |
|---|---|---|
| Arabische Golfpresse | 0.00 | neutral |
Der Goldpreis fällt und steuert auf einen Wochenverlust zu, da die Spannungen im Nahen Osten die Hoffnungen auf eine Friedensvereinbarung zwischen den USA und dem Iran trüben, während Inflation und Zinserhöhungsängste zunehmen. Der Spotpreis sank um 0,6 % auf 4.445,51 Dollar je Unze, ein Wochenminus von rund 2 %. Die geopolitischen Unwägbarkeiten verstärken den Gegenwind durch die Geldpolitik.
Gold gab nach und steuert auf einen Wochenverlust zu, belastet von Inflations- und Zinserhöhungssorgen. Der Spotpreis fiel um 0,7 % auf 4.442,94 Dollar je Unze, ein Rückgang von rund 2 % im Wochenverlauf, da die Märkte eine straffere Geldpolitik einpreisen.
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