
Hantavirus-Ausbruch auf Kreuzfahrtschiff: Quarantäne für Rückkehrer in Australien und USA
Sechs Passagiere des betroffenen Kreuzfahrtschiffs Hondius landeten in Perth. Die USA überwachen 41 Personen. Ein Taiwan-Besucher erwies sich als negativ.
Sechs Passagiere des unter niederländischer Flagge fahrenden Kreuzfahrtschiffs Hondius sind am Freitag in Perth eingetroffen. Die Gruppe, bestehend aus vier australischen Staatsbürgern, einem ständigen Wohnsitzinhaber und einem Neuseeländer, wurde unter Polizeieskorte und in Vollschutzanzügen unverzüglich zum Centre for National Resilience in Bullsbrook gebracht, wo eine dreiwöchige Quarantäne begonnen hat. Wie Gesundheitsminister Mark Butler mitteilte, blieben alle Passagiere bislang ohne Krankheitssymptome, und die bisherigen Tests auf das Anden-Hantavirus seien negativ. Der Flug war von den Niederlanden aus gestartet, nachdem die Passagiere dort von Bord gegangen waren. Die Inkubationszeit des Erregers kann bis zu 42 Tage betragen, weshalb die Behörden auf eine vollständige Überwachung setzen.
Parallel dazu wächst in den Vereinigten Staaten die Zahl der unter Beobachtung stehenden Personen. Die Seuchenschutzbehörde CDC gab bekannt, dass 41 Menschen im Zusammenhang mit dem Ausbruch überwacht werden. 16 von ihnen befinden sich im National Quarantine Center der University of Nebraska in Omaha, zwei weitere in der Emory University in Atlanta. Sieben bereits vor Bekanntwerden des Ausbruchs in ihre Heimat zurückgekehrte Reisende werden ebenfalls beobachtet. In Taiwan sorgte ein Neuseeländer, der über die Insel gereist war, für Aufsehen; die dortige CDC konnte jedoch nach negativen PCR- und Antikörpertests Entwarnung geben. Eine Ansteckung in Taiwan sei damit ausgeschlossen, erklärte CDC-Direktor Lo Yi-chun.
Der Ausbruch auf der Hondius ist außergewöhnlich, weil es sich um die Anden-Variante des Hantavirus handelt, die im Gegensatz zu anderen Stämmen auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. Seit dem ersten Auftreten wurden elf Fälle und drei Todesfälle registriert. Die australischen Behörden haben Blutproben ihrer Quarantänegäste nach Melbourne zur Analyse geschickt; mit Ergebnissen wird innerhalb eines Tages gerechnet. Während die unmittelbaren Gesundheitsrisiken für die Gemeinschaft nach Einschätzung der Experten gering sind, unterstreicht der Fall einmal mehr die Herausforderungen, die seltene Erreger in einer global vernetzten Reisewelt darstellen. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Übertragungskette gestoppt werden konnte oder ob weitere geografische Gebiete betroffen sind.
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Amerikanische und australische Passagiere des von Hantaviren betroffenen Kreuzfahrtschiffs werden bei ihrer Rückkehr unter Quarantäne gestellt. In den USA werden 41 Personen überwacht, 18 davon in spezialisierten Einrichtungen in Nebraska und Georgia. Sechs in Australien angekommene Passagiere wurden für drei Wochen in ein Quarantänezentrum in Perth gebracht.
Eine französische Passagierin, die Kontakt mit dem Virus hatte, wurde nach einer Reise durch Französisch-Polynesien auf der Pitcairn-Insel unter Quarantäne gestellt. Das Pasteur-Institut hat das Hantavirus sequenziert und bestätigt, dass es bekannten, in Südamerika überwachten Stämmen entspricht. Die Gesundheitsbehörden betonen, dass es keine neue gefährliche Variante gibt, und 41 Personen werden in den USA überwacht.
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