
Höhlendrama in Laos: Fünf Goldsucher gerettet, zwei noch vermisst
Nach zehn Tagen in einer überfluteten Höhle wurden fünf von sieben verschütteten Goldsuchern lebend geborgen. Die Suche nach zwei Vermissten dauert an.
In der entlegenen Provinz Xaisomboun in Zentral-Laos endete am Samstag ein zehntägiges Höhlendrama mit einem glücklichen Ausgang für fünf der sieben verschütteten Goldsucher. Nachdem bereits am Freitagabend ein erster Mann aus der überfluteten Höhle gerettet worden war, gelang vier weiteren am Samstagnachmittag der Weg ins Freie – teils aus eigener Kraft, teils mit Hilfe von Tauchern. Augenzeugenberichten zufolge krochen die geschwächten Männer durch fingerbreite Spalten, bevor sie oberhalb von jubelnden Rettern und Angehörigen in Empfang genommen wurden. »Ich lag buchstäblich auf den Knien und weinte«, beschrieb der australische Höhlentaucher Josh Richards den Moment, als die Überlebenden ans Tageslicht traten. Bilder zeigten die Geretteten auf Tragen, in Aluminiumfolie gehüllt, um ihre Körperkerntemperatur nach Tagen in der nasskalten Dunkelheit zu stabilisieren.
Das Drama hatte am 20. Mai begonnen, als sieben Dorfbewohner auf der Suche nach Gold in das enge Höhlensystem von Long Chaeng eindrangen. Plötzliche heftige Regenfälle lösten Sturzfluten aus, die den Rückweg versperrten. Erst am Mittwoch entdeckten Rettungstaucher fünf der Vermissten rund 300 Meter vom Eingang entfernt auf einem Felsvorsprung – zusammengekauert und unterkühlt, aber am Leben. Das Gangsystem gilt als extrem schmal; manche Kammern messen nur 50 Zentimeter in der Breite, was den Einsatz von Tauchausrüstung erschwerte. Zwei Männer blieben unauffindbar; sie sollen sich tiefer in die Höhle vorgewagt haben, wo die Suche fortgesetzt wird. Der malaysische Taucher Lee Kian Lie bestätigte, dass das Abpumpen von Wasser den entscheidenden Durchbruch brachte: »Wichtig ist, dass sie jetzt draußen sind.«
Die Rettungsaktion vereinte internationale Expertise. Thailändische und laotische Freiwilligenorganisationen koordinierten die Tauchgänge, australische und malaysische Spezialisten unterstützten vor Ort. Aus Bangkok hieß es, die Wasserstände seien nach tagelangem Kampf gegen die Elemente endlich gesunken. Die Retter brachten den Eingeschlossenen zunächst Nahrung, Decken und Tauchmasken und lehrten sie den Umgang mit der Ausrüstung – eine riskante Schulung unter Zeitdruck, da neue Unwetter drohten. Ein ähnliches Höhlendrama in Thailand 2018 hatte weltweit Schlagzeilen gemacht und auch deutsche sowie österreichische Höhlentaucher mobilisiert. Das laotische Unglück verlief weitgehend abseits der globalen Öffentlichkeit, doch die Logik der Rettung war dieselbe: ein Wettlauf gegen Wasser, Enge und die Physiologie der Überlebenden.
Für die zwei weiterhin Vermissten schwindet die Hoffnung. Die Einsatzkräfte wollen tiefer ins unübersichtliche Höhlensystem vordringen, doch die Gefahr weiterer Überflutungen bleibt hoch. Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die prekären Bedingungen des informellen Goldabbaus in Laos, wo Dorfbewohner ohne Sicherheitsvorkehrungen in gefährliche Tiefen vordringen. Während in Vientiane über strengere Regulierung diskutiert wird, stehen im Dorf Ban Pha Yai die Angehörigen unter Schock. Einer der Geretteten, der nur mit Namen »Mued« genannt wurde, dankte vor laufender Kamera allen Helfern – ein kurzer Moment der Erleichterung in einem Drama, das noch nicht zu Ende ist.
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Trotz der Schwierigkeiten sind die Retter vorsichtig optimistisch, die eingeschlossenen Männer bergen zu können. Die Beteiligung eines australischen Tauchers unterstreicht den internationalen Einsatz und die Hoffnung auf einen erfolgreichen Ausgang.
Das Höhlendrama in Laos erinnert an das Höhlenwunder von Thailand, wo internationale Teams gegen enge Tunnel und hohe Wasser kämpfen. Die Hoffnung auf eine nahezu wundersame Wiederholungsrettung bleibt.
Beifall und Freudentränen begrüßen die überlebenden Bergleute, die schwach, aber sicher nach Tagen der Gefangenschaft auftauchen. Ein bewegender Moment der Befreiung und Familienfreude.
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