
Internationaler Tag der afrodescendenten Frauen: Gedenkveranstaltungen in Bogotá, New York und Campinas
Am 25. Juli fanden in Kolumbien, den USA und Brasilien Veranstaltungen statt, die auf die Lage schwarzer Frauen aufmerksam machen und ihre Beiträge würdigen.
Am 25. Juli, dem Internationalen Tag der afrodescendenten Frauen und Mädchen, haben Behörden und Organisationen in Bogotá, New York und Campinas mit eigenen Veranstaltungen an die Bedeutung des Datums erinnert. In Bogotá versammelten sich nach Angaben der Stadtverwaltung mehr als 400 Frauen im Teatro al Parque, wo die Secretaría de la Mujer Führungspersönlichkeiten, soziale Organisationen und Künstlerinnen für ihre Beiträge zur Stadtentwicklung auszeichnete. Der Tag war 2022 per Dekret 295 in der kolumbianischen Hauptstadt institutionalisiert worden. Die Behörde betonte, die Zusammenkunft diene auch dazu, die anhaltenden Ungleichheiten sichtbar zu machen, die durch das Zusammenwirken von Rassismus und Geschlechterdiskriminierung entstünden. Zwischen Januar 2024 und Juni 2026 habe die Secretaría de la Mujer insgesamt 6.575 Beratungen und Begleitungen angeboten, davon 1.421 im ersten Halbjahr 2026. Die Secretaría de Gobierno investierte nach eigenen Angaben 207 Millionen kolumbianische Pesos in das Wohlbefinden und die psychische Gesundheit von 300 afrodescendenten Frauen sowie 456 Millionen Pesos zur Stärkung der Identität von 60 weiteren Frauen.
In New York fand erstmals eine Ausgabe des Latinidades-Festivals statt, das den Internationalen Tag der afro-lateinamerikanischen und karibischen Frauen feiert. Das Festival, das nach Angaben der Veranstalter in diesem Jahr seine 19. Auflage erlebte, stand unter dem Motto „Saúde Mental Importa!“ (Psychische Gesundheit ist wichtig) und rückte Arbeitsbedingungen, psychosoziale Risiken und Lebensqualität im Kultursektor in den Mittelpunkt. Neben New York fanden Aktionen auch in Brasília und São Paulo statt. Das Instituto Afrolatinas veröffentlichte anlässlich des Festivals eine nationale Erhebung zur psychischen Gesundheit von Kulturschaffenden, die in Zusammenarbeit mit Datalabe und dem Coletivo Mawê entstanden sei. Das Festival selbst habe seit seiner Gründung mehr als 400.000 direkte Besucher erreicht, über zwei Millionen Menschen insgesamt, und sei in über 70 Ländern präsent gewesen, so die Organisatoren.
In Campinas im brasilianischen Bundesstaat São Paulo veranstaltete das Instituto Negras em Ação am 26. Juli die dritte Feira Cultural Julho das Pretas unter dem Titel „Vozes que Crescem“ (Stimmen, die wachsen). Die Veranstaltung auf dem Gelände der Estação Cultura vereinte nach Angaben der Organisatorinnen Unternehmerinnen, Künstlerinnen, Gemeindevertreterinnen und Fachleute. Auf dem Programm standen unter anderem eine Gesprächsrunde mit Expertinnen für psychische Gesundheit, Karriere, Technologie und soziales Unternehmertum sowie künstlerische Darbietungen. Die Gründerin der Bewegung Rosalina, Mariana Nunes, bezeichnete die Messe als einen Raum zur Stärkung von Netzwerken, zur Schaffung von Chancen und zur Aufwertung der schwarzen Identität. Der Eintritt erfolgte gegen die Spende eines haltbaren Nahrungsmittels.
| Subsaharisch-afrikanische Presse | +0.20 | neutral |
|---|---|---|
| Lateinamerikanische Presse | −0.30 | critical |
The International Day of Afro-descendant Woman in the Americas is marked by events highlighting cultural and social progress, but concrete challenges such as gender violence and inequality remain unresolved. The tone is cautiously hopeful, with calls for concrete policies.
The International Day of Afro-descendant Woman becomes an occasion to denounce structural racism and violence still affecting Black communities in the Americas. The commemorations are portrayed as acts of resistance rather than celebration, highlighting social injustices.
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