
Iran richtet zwei Männer wegen Spionage für Israel hin
Die Justiz bestätigte die Hinrichtung von Omid Behzad und Pouria Safvat, die während zweier Kriege Koordinaten von Militäranlagen an den israelischen Geheimdienst Mossad weitergegeben haben sollen.
Am Montag, dem 3. August 2026, hat der Iran die beiden Männer Omid Behzad und Pouria Safvat durch Erhängen hingerichtet. Das berichtete die der Justiz nahestehende Nachrichtenagentur Mizan. Der Oberste Gerichtshof des Landes hatte zuvor die Todesurteile wegen Spionage und Zusammenarbeit mit dem israelischen Regime bestätigt. Die Verurteilten sollen während zweier militärischer Auseinandersetzungen – einem zwölftägigen Krieg im Juni 2025 und einem vierzigtägigen Krieg im laufenden Jahr – sensible Informationen an den Mossad übermittelt haben.
Nach Darstellung der Justiz hatte Behzad wiederholt Koordinaten und geografische Daten von Militär-, Strafverfolgungs- und Sicherheitseinrichtungen über Kartensoftware an mit dem Mossad verbundene Netzwerke gesendet. Ein Administrator eines Telegram-Kanals habe ihm mitgeteilt, die Daten würden nach Überprüfung in die Zielbank der israelischen Streitkräfte aufgenommen. Safvat wiederum habe Bilder und Informationen über kritische Standorte an den Fernsehsender Iran International übermittelt, der Teil eines mossad-nahen Kommunikationsnetzes sei. Einige der von ihm preisgegebenen Orte seien später bombardiert worden. Zudem habe er während des zwölftägigen Krieges von hohen Dächern aus Videoaufnahmen von Luftabwehrsystemen angefertigt und weitergeleitet. Beide Männer wurden nach Justizangaben vom Geheimdienst der Revolutionsgarden festgenommen.
Die Hinrichtungen stehen im Kontext einer deutlichen Zunahme der Vollstreckungen von Todesurteilen im Iran seit Beginn des jüngsten Krieges. Dieser war am 28. Februar 2026 mit massiven amerikanisch-israelischen Luftschlägen ausgebrochen, bei denen nach übereinstimmenden Berichten das geistliche Oberhaupt des Iran getötet wurde. Laut den Nichtregierungsorganisationen Iran Human Rights und Together Against the Death Penalty (ECPM) richtete der Iran im vergangenen Jahr mindestens 1.639 Menschen hin – die höchste jährliche Zahl seit 1989. Amnesty International verurteilte die Eskalation der Hinrichtungen.
Der Krieg, der sich aus vorangegangenen Protesten im Januar und der gewaltsamen Niederschlagung mit Tausenden Toten entwickelt hatte, ist von wechselhaften Kampfhandlungen und brüchigen Waffenruhen geprägt. Nach einer im Juni vereinbarten Feuerpause kam es im Juli zu neuen Spannungen: Iranische Kräfte beschossen Handelsschiffe nahe der Straße von Hormus, worauf die USA Vergeltungsschläge ausführten. Die Revolutionsgarden reklamierten ihrerseits Angriffe auf 85 US-Militärziele in Bahrain und Kuwait. US-Präsident Trump bezeichnete den Iran bei einem NATO-Gipfel in der Türkei als „böse und kranke Menschen“. Am 9. Juli trafen US-Streitkräfte nach iranischen Angaben eine Eisenbahnbrücke im Norden des Landes. Dennoch erklärte Trump am 10. Juli, die Verhandlungen mit Teheran würden fortgesetzt. Indirekte Gespräche in Doha hatten zuvor nach katarischen Angaben „positive Fortschritte“ erzielt.
| Iranische & verwandte Presse | +0.70 | aligned |
|---|---|---|
| Arabische Levante-Maghreb-Presse | −0.50 | critical |
| Arabische Golfpresse | −0.20 | neutral |
Wir haben zwei Mossad‑Agenten hingerichtet, die während der feindlichen Aggression das Vaterland verraten haben. Die Justiz handelte entschlossen, um die nationale Sicherheit zu schützen und weitere Spionage abzuschrecken.
Indem die Hinrichtung als Reaktion auf eine laufende militärische Aggression (den USA‑Israel‑Angriff) dargestellt wird, verlagert das Regime den Fokus vom ordnungsgemäßen Verfahren auf die existenzielle Bedrohung, sodass die Bestrafung notwendig und verhältnismäßig erscheint.
Erwähnt nicht das Fehlen öffentlicher Details zur Festnahme, zum Prozess oder zum Verteidigungsrecht der Angeklagten, was andere Blöcke als Transparenzproblem betonen.
Das Regime richtet zwei Männer hin, ohne grundlegende rechtliche Verfahren offenzulegen – ein bekanntes Muster willkürlicher Justiz, das die Hinrichtungen als politisch motiviert diskreditiert.
Durch die Verwendung des Labels 'Regime' und die Betonung des Fehlens verfahrenstechnischer Details wird die Hinrichtung delegitimiert, was darauf hindeutet, dass es sich nicht um einen legalen Akt, sondern um einen Akt der Unterdrückung handelt.
Lässt den konkreten Kontext der US‑israelischen Militäraggression aus, den der Iran als Rechtfertigung anführt und den der iranische Block zur Legitimierung der Hinrichtungen betont.
Der Iran richtet zwei Männer wegen Spionage hin, aber die offizielle Version ist dürftig. Unsere Berichterstattung erwähnt das Muster, ohne es zu billigen, und lässt Raum für Zweifel.
Indem sie nur die offizielle Aussage liefert und sie mit dem laufenden Krieg und früheren Hinrichtungen kontextualisiert, vermeidet die Golfpresse offene Kritik, signalisiert jedoch Skepsis durch das Fehlen einer Bestätigung.
Lässt die spezifischen Namen und Details der Angeklagten aus, die im iranischen Material vorhanden sind, sowie jede Erwähnung des fehlenden ordnungsgemäßen Verfahrens, das die arabisch‑levantinische Presse hervorhebt.
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