
Fast 270.000 Israelis verließen seit 2023 das Land – Studie alarmiert
Eine neue Untersuchung der Universität Tel Aviv belegt eine Rekordabwanderung. Der zuständige Ausschussvorsitzende spricht von einem „Tsunami“ der Auswanderung.
Am vergangenen Montag legten Forscher der Universität Tel Aviv eine Studie vor, die das Ausmass der israelischen Abwanderung in nie dagewesener Höhe beziffert. Demnach verliessen in den Jahren 2023, 2024 und 2025 insgesamt 268.930 israelische Staatsbürger das Land für einen Zeitraum von drei Monaten oder länger. Zum Vergleich: Im Jahrzehnt zwischen 2010 und 2019 betrug der jährliche Durchschnitt rund 60.000 Ausreisen. Die Daten beruhen auf Angaben des israelischen Zentralbüros für Statistik.
Der Leiter der Studie, Professor Itai Ater von der Kohler-Fakultät für Management, bezeichnete die Entwicklung als „sehr beunruhigend“. Zwar stellten die Zahlen noch keine unmittelbare Gefahr für die Widerstandsfähigkeit Israels dar, doch für die Zukunft wachse die Sorge, dass die Abwanderung Sicherheit und Wirtschaft des Landes gefährden könne. Die israelische Wirtschaft sei arm an natürlichen Ressourcen und in hohem Masse auf hochqualifizierte Arbeitskräfte in der Hochtechnologie sowie in der medizinischen Forschung und der Wissenschaft angewiesen, so die Universität. Die Emigration von Ärzten, Ingenieuren und Akademikern werde daher als „schwerer Schlag“ für diese Sektoren gewertet.
Die öffentliche Debatte über die Auswanderung hatte sich nach der Wahl der rechtsgerichteten Regierung unter Benjamin Netanjahu im Jahr 2022 sowie infolge der Proteste gegen die Justizreform und nach dem Massaker vom 7. Oktober 2023 verstärkt, heisst es in der Studie. Am Montag warnte Gilad Kariv, Vorsitzender des Knesset-Ausschusses für Einwanderung, Absorption und Diaspora, vor einer „Tsunami der Auswanderung“. Die Regierung tue nichts dagegen, vielmehr betrachte die „fanatische Koalition“ die Abwanderung womöglich als Segen. Kariv rief die ins Ausland gegangenen Israelis auf, zu den kommenden Wahlen zurückzukehren, um die Regierung abzulösen.
Die Forscher betonen, dass die tatsächliche Zahl der dauerhaften Auswanderer noch höher liegen dürfte. Wer das Land für mehr als drei Monate verlasse, neige dazu, mindestens ein Jahr fernzubleiben. Für 2025 schätzen sie, dass zwischen 45.000 und 50.000 Bürger für zwölf Monate oder länger fortgezogen sein werden. Die endgültigen Zahlen des Statistikamts für 2025 stehen noch aus.
| Arabische Golfpresse | −0.60 | critical |
|---|---|---|
| Israelische Presse | −0.30 | critical |
| Kontinentaleuropäische Presse | 0.00 | neutral |
| Arabische Levante-Maghreb-Presse | −0.70 | critical |
Die menschliche Blutung Israels ist der Beweis für das Scheitern des zionistischen Systems; die Welt muss Notiz nehmen.
Es verwendet biologische Metaphern (Blutung), um statistische Daten in ein moralisches Urteil über die Widerstandsfähigkeit des jüdischen Staates zu verwandeln.
Es erwähnt nicht, dass die Studie Abgänge von mindestens drei Monaten zählt, nicht unbedingt dauerhafte Auswanderung.
Israel verliert seine besten Bürger; die Regierung muss sofort handeln, um die Blutung zu stoppen.
Es übernimmt die Sprache der Naturkatastrophe (Tsunami), um ein Gefühl der Dringlichkeit zu erzeugen und Forderungen nach sofortigem politischem Handeln zu legitimieren.
Es betont nicht, dass viele nur für begrenzte Zeit gehen und zurückkehren könnten, und stellt die Daten nicht in den Kontext der Abgänge vor 2023.
Die Zahlen sprechen für sich: Emigration ist eine Tatsache, keine Katastrophe.
Es berichtet die Zahlen ohne emotionale Adjektive und verlässt sich auf die Neutralität der Zahlen, um keine Stellung zu beziehen.
Es lässt die alarmistischen Aussagen des Vorsitzenden des parlamentarischen Ausschusses weg und konzentriert sich nur auf die nackten Daten.
Israel bricht von innen heraus zusammen; seine Abwanderung von Fachkräften und Bürgern ist der Beweis für seinen unvermeidlichen Niedergang.
Es verwendet die Sprache des Bruchpunkts und des bevorstehenden Zusammenbruchs, um eine Migrationsstatistik in eine Erzählung systemischen Verfalls zu verwandeln.
Es verschweigt, dass viele Auswanderer vorübergehend sind und die Studie auch Abgänge für verlängerten Tourismus oder Studium umfasst.
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