
Italienische Marine stoppt russischen "Schattentankler" vor Pantelleria
Die italienische Marine hat im Mittelmeer die unter Sanktionen stehende Tanker "Toa Payoh" geentert, um die Nationalität des Schiffs zu prüfen.
Die italienische Marine hat am Sonntag im Mittelmeer den Tanker „Toa Payoh“ geentert, der nach Angaben des italienischen Verteidigungsministeriums Teil der sogenannten russischen „Schattenflotte“ ist und unter EU-Sanktionen steht. Der rund zweistündige Einsatz westlich der Insel Pantelleria wurde von der Fregatte „Thaon di Revel“ durchgeführt, dem Flaggschiff der EU-Mission EUNAVFOR MED Irini. Ziel war die Überprüfung der tatsächlichen Nationalität des Schiffes, das nach Angaben des Ministeriums die Flagge Kameruns führt. Da der Kapitän des Tankers zunächst nicht kooperierte, setzte ein italienisches Team per Hubschrauber an Bord auf, wie das Ministerium mitteilte.
Der italienische Verteidigungsminister Guido Crosetto lobte die Professionalität der beteiligten Soldaten und bezeichnete den Einsatz als „konkreten Beitrag Italiens zur Sicherheit im Mittelmeer und zum Handeln der Europäischen Union“. Der Tanker war am 16. Juli im beninischen Hafen Cotonou ausgelaufen und befand sich auf dem Weg nach Istanbul. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters führt das Schiff die kamerunische Flagge erst seit einer Woche. Der Einsatz wurde durch ein griechisches Schiff und ein polnisches Seeaufklärungsflugzeug unterstützt.
Die EU-Mission Irini wurde ursprünglich 2020 zur Durchsetzung des UN-Waffenembargos gegen Libyen eingerichtet. Ihr Mandat wurde später erweitert, um auch Überprüfungen von Schiffen zu ermöglichen, die im Verdacht stehen, unter falscher Flagge zu fahren. Nach Angaben eines mit der Operation vertrauten Kreises gibt die Mission Irini jedoch keine Befugnis zur Beschlagnahme von Schiffen. Die gesammelten Unterlagen und Informationen würden nun ausgewertet; nationale Behörden könnten sie gegebenenfalls für spätere Beschlagnahmungen nutzen.
Der Einsatz ist der zweite dieser Art innerhalb von zwei Wochen. Bereits am 20. Juli hatte die EU-Mission den Tanker „South Star“ überprüft, der ebenfalls der russischen Schattenflotte zugerechnet wird. Die EU-Staaten haben in den vergangenen Monaten Dutzende Schiffe mit Sanktionen belegt, die nach Darstellung Brüssels von Russland zur Umgehung der Ölexportbeschränkungen nach dessen Einmarsch in die Ukraine genutzt werden. Die russische Führung unter Präsident Wladimir Putin hat in der Vergangenheit versucht, internationale Kontrollen russischer Tanker zu unterbinden, und zu einem entschlossenen Vorgehen gegen solche Maßnahmen aufgerufen.
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Italien verteidigt das Völkerrecht und blockiert Verstöße gegen die EU-Sanktionen.
Die Darstellung betont die Legitimität und Entschlossenheit der italienischen Aktion und minimiert rechtliche Kontroversen oder russische Einwände.
Lässt die russische Perspektive aus, dass die Enterung ein Provokationsakt oder völkerrechtswidrig sein könnte.
Russland erlebt eine weitere Provokation Italiens unter dem Deckmantel von EU-Missionen.
Der Bericht konzentriert sich auf die mangelnde Kooperation des Kapitäns und den erzwungenen Charakter der Inspektion, was auf Illegalität und Übergriffigkeit hindeutet.
Lässt die rechtliche Grundlage der EU-Sanktionen und die Tatsache aus, dass das Schiff tatsächlich Teil der Schattenflotte ist, die Ölpreisobergrenzen umgehen soll.
Die Europäische Union setzt ihre Operationen gegen Sanktionsverstöße fort, während Russland versucht, Beschränkungen zu umgehen.
Der neutrale, beschreibende Ton stellt die Operation als routinemäßige internationale Polizeiarbeit dar, ohne Partei zu ergreifen.
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