
J7-Bericht: Antisemitische Gewalt erreicht 2025 Höchststand – Olmert sieht Ursache in Westjordanland
Die Taskforce registrierte über 23.000 Vorfälle in sieben Ländern; der frühere israelische Regierungschef macht Siedlergewalt und Arroganz der Politik für den Anstieg verantwortlich.
Ein am Mittwoch veröffentlichter Bericht der J7-Taskforce zur Bekämpfung von Antisemitismus verzeichnet für das Jahr 2025 einen neuen Höchststand antisemitischer Vorfälle in sieben untersuchten Staaten. Wie die Gruppe mitteilte, wurden in Argentinien, Australien, Kanada, Frankreich, Deutschland, dem Vereinigten Königreich und den USA insgesamt mehr als 23.000 Vorfälle registriert – ein Anstieg von 136 Prozent gegenüber den rund 9.800 Fällen des Jahres 2022. Mindestens 20 Menschen kamen durch antisemitische Angriffe in Australien, Großbritannien und den USA ums Leben, die schwerste Tat war eine Massenerschießung während eines Chanukka-Festes nahe Bondi Beach in Australien mit 16 Toten. Die Taskforce, die nach eigenen Angaben Gemeinden vertritt, in denen über 90 Prozent der jüdischen Bevölkerung außerhalb Israels lebt, erklärte, Antisemitismus sei „nicht länger ein vorübergehender Anstieg, sondern die neue Normalität“.
Deutschland verzeichnete dem Bericht zufolge sowohl absolut als auch relativ die höchste Fallzahl: Mit 8.725 Vorfällen im Jahr 2025 lag die Bundesrepublik fast fünfmal so hoch wie Australien; auf 1.000 jüdische Einwohner kamen knapp 70 Vorfälle. In 807 Fällen wurde rechtsextremistische Motivation vermutet, ein Anstieg von 562 Fällen im Vorjahr. Der Krieg im Gazastreifen, ausgelöst durch den Hamas-Überfall am 7. Oktober 2023, gilt als ein wesentlicher Treiber: Die Autoren führen 48 Prozent der Vorfälle im Vereinigten Königreich und 45 Prozent in den USA auf Antizionismus zurück. Obwohl die Gesamtzahl im Vergleich zu 2024 leicht sank, liegt sie weiterhin weit über dem Niveau vor dem 7. Oktober.
In einem Interview mit der hebräischen Zeitung Maariw verwies der frühere israelische Ministerpräsident Ehud Olmert auf die Lage im Westjordanland als Hauptursache. Wörtlich erklärte er: „Wer versucht, das als bloße Feindseligkeit oder als Mangel unserer politischen Propaganda darzustellen, steckt den Kopf in den Sand. Der Anstieg der Angriffe geschieht, weil die Welt die brutalen Übergriffe krimineller Juden auf Palästinenser im Westjordanland nicht länger hinnehmen kann und weil israelische Minister und Abgeordnete feindselige, rassistische und arrogante Äußerungen gegen Palästinenser machen – genau diese arrogante Politik ekelt die Welt an.“
Tatsächlich meldeten die Vereinten Nationen zuletzt eine Zunahme der Siedlergewalt: In der vergangenen Woche seien acht Palästinenser, darunter ein Kind, getötet worden; Siedler und Sicherheitskräfte griffen gemeinsam Dörfer an, zerstörten Eigentum und brannten Moscheen nieder. Ein Landwirt aus Jalud bei Nablus berichtete gegenüber Radio Mitre unter Tränen, wie bewaffnete Siedler sein Haus in Brand setzten, den Strom kappten und ihn schließlich unter Todesdrohung zwangen, sein Land zu verlassen. Der Gouverneur von Nablus, Ghassan Daghlas, rief die internationale Gemeinschaft auf, Israel zur Einhaltung der Osloer Abkommen zu verpflichten. Die J7-Taskforce fordert indes von den Regierungen, nicht erst nach Angriffen zu reagieren, sondern durch ausreichende Sicherheitsfinanzierung, schärfere Gesetze und die Durchsetzung von Plattformregeln präventiv zu handeln.
| Iranische & verwandte Presse | −0.90 | critical |
|---|---|---|
| Lateinamerikanische Presse | −0.70 | critical |
| Israelische Presse | 0.00 | neutral |
| Südostasiatische Presse | −0.20 | neutral |
Iran and its allies denounce antisemitism as a reaction to Israeli brutalities.
Reverse causality attribution: antisemitism is framed not as an independent issue but as a consequence of Israeli actions.
Omits J7 report data showing antisemitic rise in Germany and other countries unrelated to Israel.
The region demands that the international community force Israel to stop settler violence.
Emphasizes Palestinian suffering and risks of escalation, using the Gaza parallel to prompt immediate action.
Does not mention the J7 report on antisemitism or the rise in antisemitic attacks outside the Israeli-Palestinian conflict.
Israel demands its government account for wartime decisions.
Shifts focus from external antisemitism to internal accountability, avoiding any linkage between global events and Israeli policy.
Does not mention the J7 report or Olmert at all, nor the connection between antisemitism and the West Bank.
The region acknowledges the rise in antisemitism but also the criticism of Israel.
Alternates between factual reporting and critical commentary, without harmonizing the two, creating implicit tension.
Does not elaborate on Olmert's statement as reported by Iranian media, nor offers a synthesis of the causes.
Erweitere deinen Horizont
Ölkonzerne melden sprudelnde Gewinne im zweiten Quartal – Trump rügt „zu viel Geld“
8 Sprachen · 21 Quellen
Aus TechnologySpaceX-Raketenstufe schlägt am Mittwoch auf dem Mond ein – wissenschaftliche Beobachtung geplant
7 Sprachen · 16 Quellen
Aus Science & HealthZeitfenster von acht Stunden beim Essen verbessert kognitive Fähigkeiten
4 Sprachen · 10 Quellen