
Nordkorea enthüllt neue Zentrifugenanlage und befiehlt exponentielle Aufrüstung
Die Kapazität zur Herstellung von waffenfähigem Nuklearmaterial habe sich in fünf Jahren mehr als verdoppelt, meldete Pjöngjang. Kim Jong Uns Besuch sendet eine Botschaft an Washington.
Pjöngjang hat eine bislang geheime Anlage zur Produktion von atomarem Spaltmaterial enthüllt. Machthaber Kim Jong Un inspizierte die Fabrik, ließ sich fotografieren und erklärte, die Kapazität zur Herstellung waffenfähigen Nuklearmaterials habe sich in den vergangenen fünf Jahren mehr als verdoppelt. Er forderte einen „exponentiellen“ Ausbau des Arsenals und eine „qualitative wie quantitative“ Stärkung der Nuklearstreitkräfte. Die staatliche Nachrichtenagentur KCNA veröffentlichte Bilder einer großen Zentrifugenhalle – ein deutliches Indiz, dass die neue Einrichtung der Urananreicherung dient.
Die Inszenierung fällt in eine Phase anhaltender Spannungen mit den USA und Südkorea. Nach dem Scheitern der Gipfeldiplomatie mit Präsident Donald Trump hat Pjöngjang Schritt für Schritt sein Waffenprogramm modernisiert. Kim selbst sprach von einem „ehrgeizigen Zukunftsplan“, der die Abschreckung gegenüber den „erbittertsten Feinden“ – Washington und Seoul – sicherstellen soll. Die Enthüllung gilt als kalkulierte Botschaft, dass Nordkorea nicht gewillt ist, über seinen Nuklearstatus zu verhandeln.
Aus Sicht westlicher Hauptstädte untermauert dies den mangelnden Willen zur Denuklearisierung. Schätzungen zufolge besitzt das Land inzwischen 50 bis 90 Atomsprengköpfe und kann jährlich Material für zehn bis zwanzig weitere herstellen. Die neue Anlage demonstriert zudem, dass die scharfen UN-Sanktionen die technologische Weiterentwicklung kaum behindern. Beobachter in Peking und Moskau äußern sich zurückhaltender, erkennen jedoch an, dass die nordkoreanische Nuklearmacht faktisch irreversibel geworden ist.
Für die internationale Gemeinschaft, einschließlich Europa, ist der Schritt ein Warnsignal. Die Proliferationsrisiken nehmen zu, und die diplomatischen Optionen schwinden. Kim hat bereits die Reihenfolge für die Umsetzung seines Plans festgelegt und will das Atomwaffenarsenal „in geometrischer Progression“ ausbauen. Eine Rückkehr zu ernsthaften Verhandlungen erscheint ebenso unrealistisch wie eine formelle Anerkennung Nordkoreas als Nuklearmacht neben den Vereinigten Staaten und Russland.
| Kontinentaleuropäische Presse | −0.80 | critical |
|---|---|---|
| Iranische & verwandte Presse | +0.20 | neutral |
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.90 | critical |
| Indische & südasiatische Presse | −0.30 | critical |
Nordkoreas Machthaber fordert einen radikalen Ausbau des Atomwaffenarsenals und missachtet alle Sanktionen. Die Produktion waffenfähigen Nuklearmaterials verdoppelte sich in fünf Jahren; die Verhandlungen sind blockiert. Europa sieht die wachsende Bedrohung mit großer Sorge.
Pjöngjangs neue Atomanlage ist eine Botschaft an die USA: Sanktionen verhindern den Fortschritt nicht. Kim verdoppelte die Produktionskapazität und pocht auf sein Recht auf Souveränität. Teheran verfolgt diesen Kurs der Standhaftigkeit genau.
Die Offenlegung einer geheimen Zentrifugenanlage ist eine gefährliche Eskalation. Kim verspricht exponentielles Wachstum des Nukleararsenals und untergräbt die Bemühungen um Nichtverbreitung. Die atlantischen Verbündeten müssen sofort handeln.
Hinter Kims nuklearem Aufrüsten steckt ein amerikanisches Problem: Washingtons Druck hat die Urananreicherung nur beschleunigt. Die Botschaft an Trump und Seoul lautet, dass Manöver und Sanktionen Pjöngjang zur Verdopplung des Spaltmaterials getrieben haben. Ein Teufelskreis, den die USA befeuern.
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