
Königliche Pannenhilfe: Papst Leo XIV. fliegt mit Felipes Falcon nach Rom
Ein Triebwerksproblem am gecharterten Iberia-Airbus zwang den Papst auf Teneriffa zum Umstieg in die Regierungsmaschine des spanischen Königs – ein ungewöhnlicher Abschluss einer historischen Spanienreise.
Es sollte ein würdevoller Abschied werden: König Felipe VI. hatte Papst Leo XIV. am Freitag auf dem Flughafen Teneriffa-Nord bereits verabschiedet, der Pontifex an Bord des Iberia-Airbus Platz genommen. Doch kurz vor dem Start vermeldete der Kapitän eine technische Anomalie am Triebwerk – mutmaßlich verursacht durch starken Rückenwind, wie spanische Korrespondenten berichteten. Der Monarch, der eben noch auf dem Rollfeld gewinkt hatte, stieg kurzerhand selbst in die Maschine, um den Papst in die VIP-Lounge zu geleiten. Wenig später bot Felipe VI. seinen eigenen Falcon 900 der spanischen Luftwaffe an, mit dem er selbst von Madrid nach Teneriffa gereist war. So hob Leo XIV. mit kleiner Delegation gegen 18 Uhr Ortszeit in Richtung Rom ab, während der königliche Hofstaat auf ein Ersatzflugzeug wartete.
Die Panne traf nicht nur das Kirchenoberhaupt, sondern auch rund 80 mitreisende Journalisten und Vatikanmitarbeiter. Für sie stellte Iberia eine Ersatzmaschine aus Madrid bereit, die mit mehrstündiger Verspätung folgte. Aus dem Vatikan hieß es, der Papst werde gegen 23 Uhr in Rom erwartet. Italienische Medien sprachen von einer „beispiellosen Premiere“: Noch nie musste ein Papst wegen eines technischen Defekts sein Flugzeug verlassen und auf ein königliches Angebot zurückgreifen. Die spanische Fluggesellschaft betonte, die Sicherheit habe oberste Priorität; der defekte A320 wurde zur Inspektion auf das Vorfeld geschleppt.
Der unplanmäßige Abflug bildete den Schlusspunkt einer siebentägigen Reise, die Leo XIV. durch Madrid, Barcelona und die Kanarischen Inseln geführt hatte. Auf Teneriffa hatte er zuvor im Migrantenzentrum „Las Raíces“ rund 600 Schutzsuchende getroffen und deutliche Worte gefunden: Schlepperbanden rief er zu Umkehr und Gerechtigkeit auf, die Migranten selbst ermahnte er, Sprache und Gesetze der Aufnahmeländer zu achten. Diese Botschaft, die an die Linie seines Vorgängers Franziskus anknüpft, fand in lateinamerikanischen und europäischen Debatten Widerhall – Mexikos Präsidentin Sheinbaum würdigte die „Nähe zu den Armen“, während in Rom und Madrid die integrationspolitische Dimension diskutiert wurde.
Dass ausgerechnet der König dem Papst aus der Pannenhilfe half, ist mehr als eine nette Anekdote. Es unterstreicht die enge Verbindung zwischen dem spanischen Königshaus und dem Heiligen Stuhl, die seit Jahrhunderten besteht und unter Felipe VI. wie schon unter Juan Carlos I. gepflegt wird. Für Beobachter in Berlin, Wien und Brüssel zeigt der Vorgang zudem, wie selbst hochrangige Staatsbesuche von profanen Logistikproblemen nicht verschont bleiben – und wie rasch diplomatische Improvisation greift. Die Reise, ohnehin als historisch eingestuft, weil ein amerikanischer Papst erstmals Spanien besuchte, gewinnt durch diesen unerwarteten Schlussakkord zusätzliche Symbolkraft: Der Monarch, der den Pontifex auf seinem eigenen Thronflieger nach Hause schickt, setzt ein Zeichen königlicher Gastfreundschaft, das weit über die iberische Halbinsel hinausstrahlt.
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Auch der Papst erlebt Reiseverzögerungen. Als sein gechartertes Iberia-Flugzeug einen Motorschaden hatte, stellte König Felipe VI seinen privaten Falcon-Jet zur Verfügung, sodass der Pontifex nach Rom zurückkehren konnte. Die päpstliche Delegation und die Journalisten warteten auf ein Ersatzflugzeug.
Ein technischer Defekt am Papstflugzeug verzögerte den Abflug, doch König Felipe VI stellte umgehend seinen Falcon-Jet zur Verfügung, um die Rückkehr des Papstes nach Rom zu gewährleisten. Der Pontifex hatte seinen Besuch auf den Kanaren mit einer eindringlichen Botschaft beendet: Migranten müssen die Gesetze der Aufnahmeländer respektieren, und Menschenhändler müssen ihre Tätigkeiten einstellen. Der Zwischenfall schmälerte nicht das moralische Gewicht der Reise.
Ein technischer Defekt zwang Papst Leo XIV, den Jet von König Felipe VI für die Rückkehr nach Rom anzunehmen. Die eigentliche Bedeutung des Besuchs lag jedoch in seiner Anprangerung der Gleichgültigkeit gegenüber Migranten, eine Haltung, die Präsidentin Sheinbaum als Ausdruck einer den Armen nahen Kirche lobte, ähnlich wie bei Papst Franziskus. Die Flugzeugpanne wurde zu einer bloßen Fußnote einer Reise, die von sozialem Engagement geprägt war.
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