
Louvre eröffnet Apollogalerie nach Juwelenraub – Vitrinen bleiben leer
Neun Monate nach dem spektakulären Diebstahl von Kronjuwelen im Wert von rund 88 Millionen Euro hat das Pariser Museum die Galerie wieder für Besucher geöffnet, jedoch ohne Exponate.
Das Musée du Louvre hat am Mittwoch die Apollogalerie wieder für die Öffentlichkeit freigegeben, die seit dem spektakulären Juwelenraub vom 19. Oktober 2025 geschlossen war. Wie Museumsdirektor Christophe Leribault mitteilte, kehrt der Raum damit zu seiner ursprünglichen Funktion als Staatsgalerie aus dem 17. Jahrhundert zurück. Die Vitrinen und die wertvollen Ausstellungsstücke wurden entfernt; die verbliebenen Kronjuwelen sollen künftig in einem fensterlosen Hochsicherheitsraum in einem anderen Teil des Museums gezeigt werden, so Leribault gegenüber der Zeitung Le Parisien. Die meisten der acht gestohlenen Stücke – darunter Collier, Tiaren und Broschen – sind weiterhin verschwunden; eine Ausnahme bildet die Krone der Kaiserin Eugénie, die beschädigt aufgefunden wurde und sich derzeit in Restaurierung befindet.
Der Raub, bei dem die Täter mit einem Lastenaufzug einen Balkon der Galerie erreichten und die Fenster sowie Vitrinen mit Trennschleifern aufschnitten, hatte nach Angaben der Ermittler einen Gesamtschaden von rund 88 Millionen Euro verursacht. Vier Tatverdächtige aus der Pariser Region wurden in den Wochen nach der Tat festgenommen und befinden sich in Untersuchungshaft. Die gestohlenen Gegenstände konnten jedoch trotz umfangreicher Suchaktionen der französischen Polizei sowie des Austauschs mit belgischen und italienischen Behörden nicht aufgefunden werden. Sicherheitsmängel der Galerie – insbesondere der Zugang über den Balkon an einer Straße – waren bereits in einem vom Museum in Auftrag gegebenen Audit aus dem Jahr 2019 festgestellt, aber nie behoben worden.
Der Vorfall löste eine interne Krise im Louvre aus: Die damalige Präsidentin Laurence des Cars trat im Februar zurück; ihr Nachfolger Christophe Leribault, zuvor Direktor des Schlosses von Versailles, übernahm die Leitung. Das Museum hat seitdem die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt, unter anderem durch neue Überwachungskameras und Einbruchmeldesysteme. Die Wiedereröffnung der Apollogalerie ist Teil des umfassenden Modernisierungsprojekts „Louvre Nouvelle Renaissance“, das mit bis zu 800 Millionen Euro veranschlagt ist und unter anderem einen eigenen Raum für die Mona Lisa bis 2031 vorsieht. Der Louvre empfing im vergangenen Jahr rund neun Millionen Besucher, weit mehr als seine geplante Kapazität, was zu Überfüllungsproblemen führte.
Die künftige Nutzung der Apollogalerie bleibt vorerst auf die Architektur und die Deckengemälde von Charles Le Brun und Eugène Delacroix beschränkt. Wann die verbliebenen Kronjuwelen in dem geplanten Hochsicherheitsraum wieder ausgestellt werden können, ist nach Angaben des Direktors noch offen; die Suche nach einem geeigneten Standort und die Finanzierung seien noch nicht abgeschlossen. Die Ermittlungen zu dem Raub dauern an.
| Atlantische / angloamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
|---|---|---|
| Kontinentaleuropäische Presse | 0.00 | neutral |
| Lateinamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
The Atlantic bloc did not cover the reopening of the Apollo gallery at the Louvre.
Continental European bloc did not cover the reopening of the Apollo gallery.
The Latin American bloc did not cover the reopening of the Apollo gallery after the theft.
Erweitere deinen Horizont
US-Senat verabschiedet Sanktionspaket mit Zolldrohung gegen Russland-Energiekäufer
8 Sprachen · 40 Quellen
Aus Economy & MarketsSteigende Kreditvorsorgen belasten Bankbilanzen in Schwellenländern
2 Sprachen · 6 Quellen
Aus TechnologyAmazon finanziert riesiges Gaskraftwerk in Texas für KI-Rechenzentren
6 Sprachen · 10 Quellen