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Ausgabe von 20:00 CETMontag, 3. August 2026
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Mittwoch, 6. Mai 2026

Meta setzt Künstliche Intelligenz ein: Knochenbau verrät minderjährige Nutzer

Facebook und Instagram analysieren per KI Gesichtsproportionen und Körperbau, um unter 13-Jährige zu identifizieren. Die Massnahme betrifft zunächst 27 EU-Staaten.

Meta, der Mutterkonzern von Facebook und Instagram, will das Problem der Alterslüge auf seinen Plattformen mit Hilfe Künstlicher Intelligenz lösen. Künftig durchforsten Algorithmen Fotos und Videos der Nutzer nach physischen Merkmalen wie Körpergrösse, Gesichtsproportionen und Knochenstruktur. Erkennt das System Anzeichen, dass die abgebildete Person jünger als dreizehn Jahre ist, wird das Konto gelöscht.

Die Ankündigung fällt in eine Zeit, in der Regierungen weltweit den Druck auf Tech-Konzerne erhöhen, endlich wirksame Schutzmassnahmen für Minderjährige umzusetzen. In Europa, wo der Digital Services Act schärfere Auflagen vorsieht, wird das neue Verfahren als erster Schritt gesehen, die Verifikation von Altersangaben zu automatisieren. Aus Sicht der EU-Kommission, die bereits mehrere Verfahren gegen Meta führt, könnte die Technologie den lange geforderten Paradigmenwechsel einleiten – vorausgesetzt, sie arbeitet zuverlässig und respektiert die Privatsphäre der Nutzer.

Zugleich stellt die Initiative einen weiteren Baustein in Metas Bestreben dar, regulatorischen Konsequenzen zuvorzukommen. Allein in den vergangenen Monaten wurde das Unternehmen in mehreren Ländern wegen unzureichender Kinderschutzmassnahmen verurteilt. Die Ausweitung des KI-basierten Checks auf alle 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union, die für Mai 2026 angekündigt wurde, zeigt, wie sehr Brüssel als Treiber globaler Standards wirkt.

In Washington, wo der Kongress seit Monaten über den Kids Online Safety Act streitet, dürfte die Ankündigung die Debatte weiter anheizen. Beobachter in Peking verfolgen die Entwicklung mit distanziertem Interesse: Die Volksrepublik setzt bei der digitalen Souveränität auf eigene Wege, wie der jüngste Rückschlag für Metas VR-Pläne in China zeigt, und dürfte kaum direkt von den Massnahmen des Konzerns profitieren. Dennoch macht die Entwicklung deutlich, dass die Ära der blossen Selbstverpflichtung von Tech-Firmen zu Ende geht.

Die neue KI-Lösung ist nicht billig: Inmitten des angekündigten Stellenabbaus von rund achttausend Mitarbeitern will Meta durch Automatisierung nicht nur Effizienz steigern, sondern auch Haftungsrisiken mindern. Ob die Erkennung von Knochenbau wirklich verlässlich ist oder sich umgehen lässt, werden die ersten Monate nach dem Start in der EU zeigen. Gerade in Deutschland, Österreich und der Schweiz, wo der Schutz Minderjähriger im digitalen Raum besonders hohe Priorität geniesst, dürften Datenschutzbeauftragte und Jugendschutzverbände genau hinschauen – und Alternativen wie unabhängige Altersverifikationen fordern.

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Meta setzt Künstliche Intelligenz ein: Knochenbau verrät minderjährige Nutzer

Facebook und Instagram analysieren per KI Gesichtsproportionen und Körperbau, um unter 13-Jährige zu identifizieren. Die Massnahme betrifft zunächst 27 EU-Staaten.

Meta, der Mutterkonzern von Facebook und Instagram, will das Problem der Alterslüge auf seinen Plattformen mit Hilfe Künstlicher Intelligenz lösen. Künftig durchforsten Algorithmen Fotos und Videos der Nutzer nach physischen Merkmalen wie Körpergrösse, Gesichtsproportionen und Knochenstruktur. Erkennt das System Anzeichen, dass die abgebildete Person jünger als dreizehn Jahre ist, wird das Konto gelöscht.

Die Ankündigung fällt in eine Zeit, in der Regierungen weltweit den Druck auf Tech-Konzerne erhöhen, endlich wirksame Schutzmassnahmen für Minderjährige umzusetzen. In Europa, wo der Digital Services Act schärfere Auflagen vorsieht, wird das neue Verfahren als erster Schritt gesehen, die Verifikation von Altersangaben zu automatisieren. Aus Sicht der EU-Kommission, die bereits mehrere Verfahren gegen Meta führt, könnte die Technologie den lange geforderten Paradigmenwechsel einleiten – vorausgesetzt, sie arbeitet zuverlässig und respektiert die Privatsphäre der Nutzer.

Zugleich stellt die Initiative einen weiteren Baustein in Metas Bestreben dar, regulatorischen Konsequenzen zuvorzukommen. Allein in den vergangenen Monaten wurde das Unternehmen in mehreren Ländern wegen unzureichender Kinderschutzmassnahmen verurteilt. Die Ausweitung des KI-basierten Checks auf alle 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union, die für Mai 2026 angekündigt wurde, zeigt, wie sehr Brüssel als Treiber globaler Standards wirkt.

In Washington, wo der Kongress seit Monaten über den Kids Online Safety Act streitet, dürfte die Ankündigung die Debatte weiter anheizen. Beobachter in Peking verfolgen die Entwicklung mit distanziertem Interesse: Die Volksrepublik setzt bei der digitalen Souveränität auf eigene Wege, wie der jüngste Rückschlag für Metas VR-Pläne in China zeigt, und dürfte kaum direkt von den Massnahmen des Konzerns profitieren. Dennoch macht die Entwicklung deutlich, dass die Ära der blossen Selbstverpflichtung von Tech-Firmen zu Ende geht.

Die neue KI-Lösung ist nicht billig: Inmitten des angekündigten Stellenabbaus von rund achttausend Mitarbeitern will Meta durch Automatisierung nicht nur Effizienz steigern, sondern auch Haftungsrisiken mindern. Ob die Erkennung von Knochenbau wirklich verlässlich ist oder sich umgehen lässt, werden die ersten Monate nach dem Start in der EU zeigen. Gerade in Deutschland, Österreich und der Schweiz, wo der Schutz Minderjähriger im digitalen Raum besonders hohe Priorität geniesst, dürften Datenschutzbeauftragte und Jugendschutzverbände genau hinschauen – und Alternativen wie unabhängige Altersverifikationen fordern.

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