
Mietpreiskrise in Teheran: Offizielle Statistik ausgesetzt, Mieter an den Rand gedrängt
Während die iranische Zentralbank seit fast zwei Jahren keine Wohnungsmarktdaten mehr veröffentlicht, zwingt die galoppierende Mietinflation viele Haushalte in die Peripherie – und bedroht die soziale Stabilität.
Für europäische Beobachter, insbesondere in Deutschland, Österreich und der Schweiz, ist die Teheraner Entwicklung ein warnendes Beispiel dafür, wie der Verlust von Markttransparenz und eine schwindende staatliche Steuerungsfähigkeit die Wohnraumversorgung destabilisieren können. Die iranische Erfahrung zeigt, dass selbst in einem stark regulierten Umfeld die bloße Existenz von Registrierungssystemen nicht ausreicht, wenn die daraus gewonnenen Daten nicht öffentlich zugänglich gemacht und politisch genutzt werden. Sollte die Zentralbank nicht bald wieder verlässliche Indikatoren veröffentlichen, droht eine weitere Entkopplung der Mietpreise von den Einkommen – mit unabsehbaren Folgen für den sozialen Frieden in der Metropolregion Teheran.
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